Chronik 2019, zweite Jahreshälfte


Bei den Glasmachern in Äule, Mittwochswanderung, 21. August 2019

Am 21. August begaben sich 10 Wanderer mit Veronika Keller auf die historischen Spuren der Glasmacher im Schwarzwald.

Vom Parkplatz in Aha startete die Gruppe und wanderte entlang des Schluchseerundwegs bis zur Muchenländer Brücke. Dort gab es die ersten Informationen über die Glashütten im Hochschwarzwald. Bald war Äule erreicht. Am Info-Punkt konnten die Informationen ergänzt werden. In der "kleinen Au" hatten sich 1716 die Glasmacher aus dem Windbergtal bei Skt. Blasien niedergelassen und eine neue Siedlung, Äule genannt, gegründet. Die ersten Häuser sind immer noch erhalten. Der kleinen Kapelle, 1786 erbaut, wurde ein Besuch abgesattet. Die Wanderung führte über die Lachenrütte zur Wasserlochhütte, einem idealen Platz zum Vespern. Über die Farnwitte und den Silberfelsenweg kamen die Wanderer zum Äulemer Kreuz. An verschiedenen Punkten erzählte Veronika Keller Wissenswertes über das Leben der Glasmacher, die Herstellung von Glas, die Bedeutung des Waldes für dieses Gewerbe, über den Glashandel und den Glasträgerweg.

Auf schmalem Pfad gelangte die Gruppe wieder nach Äule und auf bereits bekanntem Weg nach Aha zurück. Dort lud der Kiosk noch zu einem Schlusshock ein.


TheaterFahrt nach Schwäbisch Hall

19 Personen fuhren am Freitag mit nach Schwäbisch Hall zum berühmten "Theater auf der Kirchentreppe". Dort wurden wir mit der Revue "In der Bar zum Krokodil" in die 20er Jahre versetzt. Petrus war uns hold, denn am Abend blieb es trocken Am Samstagmorgen nieselte es dann ab und zu ganz kurz, während alle individuell die Stadt erkundeten, einkauften oder eines der kostenlosen Museen besuchten. Auch bei der anderthalbstündigen Stadtführung blieben wir trocken, der Himmel öffnete erst auf der Heimfahrt alle Schleusen.

 


Afterworkwalk in Weizen, 15. August 2019

Für unseren Feierabendspaziergang in Weizen hatten wir mit Ortsvorsteherin Gaby Fischer eine besonders gute Kennerin des Dorfes in unseren Reihen. Sie führte uns zunächst auf kürzestem Weg per „Himmelsleiter“ von der Schule hinauf zur Kirche. Dort staunten wir über die Geschichte und die schöne Ausgestaltung von St. Konrad. 

Weiter ging es mit vielen Informationen durch das Dorf. Wir hörten über die ehemals fünf Wirtschaften in Weizen, die Zehntscheuer und die alte Schule, die jetzt Sitz der Ortsverwaltung und Wohnhaus ist. Dann wanderten wir achtzehn Personen im Zeichen der gelben Raute zur Klausenhütte. Bevor wir uns auf den Bänken der gepflegten Anlage ausruhten, hörten wir noch die Sage vom Schambachwiebli. Auf der anderen Talseite liefen wir durch den schönen Mischwald zurück in den Ort. Dort hatte das Kreuz zum Glück noch ein Plätzchen für uns frei.


Mittwochswanderung im Mettmatal, 14. August 2019

Eine imposante Wanderschar konnte Wanderführerin Hedi Christoph am Wanderparkplatz Heidenmühle begrüßen und den Wanderweg Richtung Mettmastausee einschlagen. Auf größtenteils breiten Wegen konnte die Wanderschar bei bestem Wanderwetter Kontakte vertiefen und sich an den schönen Blumen entlang des  Wanderweges erfreuen. Glück hatte die Wanderschar zudem, dass ein Mitarbeiter des Schluchsseewerkes bei dem Staumauergebäude nähere Angaben zu dem Kraftwerkverbund und Messpunkten erläutern konnte.

Nun ging es abwärts Richtung Lochmühle, wohl wissend, dass diese Höhenmeter bei einer Rundwanderung wieder bergwärts erarbeitet werden müssen. Kurz vor dem Wanderparkplatz  Heidenmühle konnte Wanderführerin Hedi bei einem schönen Rastplatz mit Hütte das Rucksackvesper  verspeisen lassen, was gerne in Anspruch genommen wurde. Wegewart Gerhard dankte im Auftrag des Vorstandes Wanderführerin Hedi Christoph für die schöne Mittwochswanderung.


Auf der Kanisfluh, 11. August 2019

Am Sonntag, den 11. August trafen sich 10 Bergfreaks, um unter der Führung von Bernhard Burger die Kanisfluh zu besteigen bzw. auf den Höhen von Alpe zu Alpe zu wandern.

Gemeinsam begannen sie nach der Bergfahrt zur Rossstelle bei strahlend blauem Himmel und guter Laune mit dem Aufstieg. Nach ca. 1 Stunde trennte sich die Gruppe. Die einen strebten mit Bernhard dem Holenke, dem Gipfel der Kanisfluh zu, während die anderen mit Veronika Keller zur Oberen Alpe abstiegen. Über einen schönen Alpweg gelangten sie zur Wurzach-Alpe und genossen dort bei einem zünftigen Vesper die wunderbare Sicht auf die Berge ringsum.

Die Gipfelstürmer trockneten ihren Schweiß am höchsten Punkt, verzehrten mit Genuss ihr wohlverdientes Rucksackvesper und erfreuten sich an dem Panorama. Nach dem Abstieg trafen sich alle wieder bei der Rossstelle. Eine Einkehr vor der Heimfahrt rundete das Bergerlebnis ab.


Kanutour auf der Thur, 11. August 2019

10 Personen machten sich am Sonntagmorgen mit 4 Kanus und 2 Wildwasserkajaks auf nach Gütighausen an der Thur. Dort stellten wir fest dass es wohl kurz vorher am Oberlauf der Thur heftig gewittert hatte. Dementsprechend sah das Wasser sehr trüb aus und machte nicht wirklich zum Baden an. Aber Paddeln liess es sich gut. Die Baderei hoben wir uns auf bis zum Rhein. Bei der Mündung der Thur konnte man sehr gut den Farbunterschied der beiden Flüsse sehen. Und es brauchte ab der Mündung fast bis zur großen Rheinbrücke bei Flaach bis das trübe Wasser der Thur sich auch ganz links mit dem klaren Rheinwasser vermischt hatte. Picknick unterwegs gab es natürlich auch, wobei man bei der zweiten Pause feststellen musste, dass die Duplos besser bei der ersten gegessen worden wären. Wetterglück hatten wir auch,  denn die ersten Regentropfen fielen beim Verladen der Kanus für den Heimweg.

 


Mittwochswanderung Rund um den Eichberg, 7. August

Am 7. August begaben sich 8 wetterfest ausgerüstete Wanderer mit Veronika Keller auf eine Regenwanderung am Eichberg. Bei der Jeisshütte starteten sie mit aufgespannten Regenschirmen aufwärts zum Eichbergstutz. Leider verhinderten Nebelschwaden die sonst grandiose Aussicht , die sich auf dem 913m hohen Eichberg bietet.

Oberhalb von Blumberg ging es auf dem Eichbergweg weiter zur Bleiche-Ruhebank, Kapellenwegkreuzung und zurück zur Jeisshütte.

Trotz des nassen Segens von oben herrschte gute Stimmung und angeregte Gespräche ließen den Regen vergessen.

Die Wanderführerin kürzte die vorgesehene Tour um 5km. In der Jeisshütte ließen die Regenwanderer bei einem Vesper im Trockenen das Wandererlebnis ausklingen.


Kunstfahrt zu "Blauer Himmel über Baden"

Mit Andreas Mahler unternahmen wir eine Kunstfahrt nach Freiburg. Ziel war die Ausstellung „Blauer Himmel über Baden.“ Das Augustinermuseum widmet derzeit dem Stühlinger Maler Johann Martin Morat eine Ausstellung im Grafikkabinett. Gezeigt werden die für ihn typischen Ansichten von Orten am Hoch- und Oberrhein, im Schwarzwald und natürlich im Wutachtal. Anhand ausgewählter Beispiele erläuterte Andreas die Arbeitsweise des Malers und zeigte uns, wie man Veränderungen in den Ortsbildern historisch interpretieren kann. Besonders interessant war natürlich das Bild von Stühlingen. Mit Hilfe der Lupe betrachtet, gab es uns Anlass für intensive Diskussionen. Willi bedauerte, dass keines der schönen Moratbilder von Schleitheim gezeigt wurde. Aber dafür kann man ja ins Museum Schleitheimertal gehen.

Nach einer Mittagspause wanderte Andreas mit uns von der Wiehre aus zum Ausflugslokal St. Valentin. Der Weg führte durch das Arboretum Freiburg-Günterstal. Hier sind über 1300 Baum- und Straucharten aus fünf Kontinenten in den Stadtwald integriert. Nach so viel Staunen erholten wir uns im St. Valentin bei Pfann- und anderen Kuchen. Den Rückweg verkürzte uns die Straßenbahn. Am Bahnhof Wiehre stiegen wir wieder in die Drei-Seen-Bahn ein, die uns zurück nach Schluchsee brachte.


Sommerferienprogramm Kanufahren

Wie immer war die vom Schwarzwaldverein im Rahmen des Sommerferienprogramms Stühlingen  sofort ausgebucht. 14 Kinder waren angemeldet, 2 Eigene fuhren natürlich auch noch mit. Somit hatten wir einen Fuhrpark von 5 Autos, 2 Anhängern mit Booten, 7 Kanus und 3 Kajaks. Gut dass Matthias’ Landrover und Huberts VW-Bus viele Sitze haben und in Dieters Lieferwagen alles Sperrgut passt. Damit ging es nun nach Altenburg, wo wir unterhalb des mittleren Hilfewehres starteten. Tino musste in seinem neuen Wildwasserkajak erst mal getauft werden.  Kajaktaufe bedeutet, dass der Fahrer umgekippt wird oder selbst kippt und danach allein aus dem Boot kommen muss und auch das Paddel nicht verlieren darf. Dann ging es los auf dem relativ ruhigen Fluss, denn vor dem unteren Hilfswehr ist nicht allzu viel Strömung.

Bei den 3 Wehren in der Rheinschleife wird per Telefon ein Booswagen – eine Art Bretterplattform auf Schienen – angefordert. Dieser wird von einer Leitstelle aus gesteuert, von wo man per Kamera alle Wehre im Blick hat. Für die Übersetzung darf nur der Steuermann im Boot bleiben, alle anderen müssen aussteigen und zur Einsatzstelle unterhalb laufen.  Wir hatten Glück und mussten nicht lange warten, weil gerade ein Motorboot von unterhalb übergesetzt wurde und wir dann gleich auf den Waagen fahren konnten. Eng gepackt hatten sogar alle 10 Boote zusammen Platz und es ging in einem Rutsch hinunter. Beim Hochziehen der Plattform knacke es wie bei der Holzachterbahn im Europapark, fanden Tino und Lukas. Leider wurde die Fahrt nach unten zu ihrem Leidwesen abgebremst. Die beiden wären dann lieber wie in der Achterbahn mit Schwung hinunter gerauscht mit ihren Kajaks.

Von nun an ging es mit flotter Strömung bis zur Nacker Uferwiese wo Familie Glattfelder schon das Grillfeuer parat hatte. Unterwegs gab es durch eine Verkettung unglücklicher Umstände (Wellen von einem Motorboot, Gegenwind, hoher Schwerpunkt der Sitzenden und unruhige Paddelkinder) eine Kenterung. Es blieben aber alle heil, hatten auch ihre Paddel noch, und konnten mit Theos Hilfe ans Ufer abgeschleppt werden. Nur waren zwei Säcke nicht hundertprozentig dicht zugebunden und somit die Sachen darin nass geworden. Ob Dieters Handy noch funktioniert, wird sich zeigen, wenn es eine Weile trocken gelegt ist. Elias machte  seine Kajaktaufe noch auf Höhe Nack.  Nach ausgiebigem Vespern und Baden ging es dann recht flott weiter bis nach Rüdlingen. Dort gab es noch weitere Kajaktaufen. Noch ein letztes Mal wurde ausgiebig gebadet, bevor die Rückfahrt organisiert wurde.


Auf dem Täuferweg Teil 2, Mittwochswanderung 31. Juli 2019

Unsere Mittwochswanderung führte uns auf den zweiten Teil des Täuferweges. Vom Thalisbänkle aus wanderten wir zu neunt mit Willi Bächtold auf den Spuren der Täufer Richtung Merishausen. Dort wohnten – wie auch in Schleitheim – Anhänger dieser Religionsgemeinschaft. Um zu den Treffen in der „Chälle“ auf dem Randen zu gelangen, nutzten die Merishausener den Waldweg, auf dem wir bergab gingen. Unterwegs zeigte uns Willi die „Täuferquelle“. Hierbei handelt es sich wahrscheinlich um einen geheimen Taufplatz, der für die von den Täufern propagierte Erwachsenentaufe genutzt wurde. Wir erfuhren auch, dass der damalige Pfarrer von Merishausen zu den Täufern hielt und deshalb von der Obrigkeit abgesetzt wurde.  Bei der schönen Kirche, die wir besichtigten,  berichtete Willi über das Dorf Merishausen, das zwischen sieben Hügeln eingebettet liegt. Nach dem Vesper unter der prächtigen Linde stiegen wir steil hinauf zu den Höhen des Randens. Wir genossen den Blick zu den Hegauvulkanen und erkannten, dass die Bauern hier oben alle extrem steinreich sind. Bald darauf schloss sich der Kreis unserer Tour. Wer mehr über die Täufer wissen will, dem sei ein Besuch im Museum Schleitheimertal empfohlen!


ARBEITSEINSATZ IN STÜHLINGEN AM 27.JULI

Nicht nur Wegewart Gerhard Kehl freute sich, dass er beim Arbeitseinsatz am Weg zum Schloss und bei der Variante „Judenlöcher“ elf zupackende, fleißige Helferinnen und Helfer begrüßen konnte. Sie vergossen viele Schweißtropfen, bis das  vorgesehene Pensum bewältigt war. Wegen Baumfällarbeiten musste der Wanderweg zu den „Judenlöchern“ vorläufig verlegt werden. Hier soll demnächst ein vom Forst geplanter Maschineneinsatz für Ordnung sorgen. Am historischen Weg zum Schloss wurden unter anderem die wackeligen Treppenstufen befestigt. Zum Abschluss wartete vor der Schür ein Vesper. In den letzten Wochen war Gerhard oft mit Herbert Wiesmann unterwegs, um die Wanderwege zu mulchen.

Herzlichen Dank an alle, die bei der Pflege der Wege helfen. Manchmal sind hier auch freundliche Heinzelmännchen unterwegs!


Die andere Seite von Wellendingen, Mittwochswanderung 23. Juli 2019

Mit Hedi Christoph erkundeten neun Personen die östliche Talseite von Wellendingen. Da es heute besonders heiß war, hatte sie die vorgesehene Tour so verändert, dass wir große Partien im Schatten laufen konnten. Dafür waren wir ihr sehr dankbar. Am Brunnaderner Kreuz erzählte sie uns von dessen Geschichte. Außerdem unterhielt sie uns bestens mit einer von Emil Kümmerle aufgeschriebenen Sage. Wir wissen jetzt auch, wo die Wellendinger früher ihr Besenreisig geholt haben. Ganz nebenbei entdeckten wir kleine Magerwiesen mit schönen Blumen. Zum Schluss landeten wir auf der Reeperbahn, trotzdem beschlossen wir, diese nicht weiter unsicher zu machen. Pünktlich um 12 Uhr waren wir reif für die „Insel“, wo die Wirtsleute genau wussten, wie man hungrige Stühlinger verwöhnt.


Mit Sicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau, 21. Juli 2019

Mit Andreas Mahler erlebten wir eine wunderbare Gratwanderung mit atemberaubenden Ausblicken im Berner Oberland. Früh um sechs Uhr fuhren wir Richtung Lauterbrunnen. Von Isenfluh schwebten wir mit einer kleinen Seilbahn bis Sulwald. Von da an stiegen wir insgesamt 1100 Höhenmeter bergauf. Erstes Ziel war der Gipfel Höji Sulegg ( 2413m). Unterwegs begegneten uns überraschenderweise ein Auerhahn und zwei Auerhennen. Was diesen Wandertag vor allem ausmachte: der Vielklang aus üppig blühender, artenreicher Alpenflora, der türkisfarbene Sulsee, die sich minütlich wechselnde Luftschaft und der phantastische Gang auf dem Grat mit seinem 360 Grad-Rundblick mit tollen Aussichten. Dies ließ alle Strapazen vergessen. Unserem Weg gegenüber lagen Eiger, Mönch und Jungfrau, nördlich Thuner- und Brienzersee. Was will man mehr? Morgens präsentierte sich das Dreigestirn durch rasant ziehende Wolkenschleier, am Nachmittag dann in seiner gesamthaften Schönheit mit weithin leuchtenden Gletschern. Das einzige was konstant blieb, war das Wolkengetürm vor der Eiger-Nordwand.

Wir wanderten auf dem schmalem Grat Richtung Lobhörner. Die kurze ungesicherte Felsquerung auf dem Grat und die Querung eines Schneefeldes (auf den Fotos von weit und nah gut zu erkennen) unterhalb des kleinen Lobhornes waren kein Problem. Am Fuß in der Scharte zwischen großem und kleinem Lobhorn pfiff der Wind empfindlich. Der Abstieg führte uns zunächst um das große Lobhorn herum, dann in Kehren hinunter zur Alp Suls und weiter durch den Wald bis zur Seilbahnstation. Sieben außergewöhnlich schöne Stunden waren wir auf unserer aufregenden Bergwanderung unterwegs. Schade, dass wir diese Tour nur zu dritt genossen haben.