Chronik 2020


Rotkreuzkurs durch Martin Junginger, 15. Februar 2020

Martin Junginger hat am 15. Februar in der Grundschule Weizen einen Rot-Kreuz-Kurs für Wanderführer und interessierte Mitglieder des Schwarzwaldvereins durchgeführt. Zu Neunt wurden wir theoretisch und praktisch zwischen 9:00 und 14:30 von Martin in die Erste Hilfe eingeführt. Der Blickwinkel war vor allem auf den Rahmen der Outdoor-Aktivitäten des Vereines gerichtet. Das In-die-richtige-Lage-bringen von Verletzten und  die Reanimierung von Bewußtlosen wurde geübt, Bergungs- und Verbandanlegungstechniken kamen dazu. Der Dank geht also an Martin, der durch den ehrenamtlich abgehaltenen Kurs für mehr nachsorgliche Sicherheit bei eventuellen Unfällen beigetragen hat. Veronika hatte gebacken und gekocht und für Getränke gesorgt, so dass unser aller Durchhalten garantiert war.


Der Klassiker nach Schleitheim, Dritte Winterwanderung,  19. Februar 2020

Wanderführer Max Bühler führte 22 Wanderfreudige am milden 2. Februar-Sonntag auf der letzten Winterwanderung von Stühlingen nach Schleitheim. Über Oberwiesen ging’s auf Schweizer Seite durch den renaturierten Uferstreifen an der Wutach Richtung Wizzemer Steg. Danach ein Stück der Seldenhalde bis zur Abzweigung, die rechter Hand steil ins Gatterholz führt. Ein Teil der Märzenbecherschwärme hatte bereits offene Blüten, viele noch geschlossen. Auch Sarcoscypha zeigte sich. In Schatten teilweise noch Schnee und gefrorene Wasserpfützen. Im Wald war’s dennoch mild. Auf dem Stauffebärg herrliche Aussichten in die Alpen und Schweizer Jura. Hier kündigte sich Sturm Sabine bereits durch kräftigen Wind an. Auf’m Lendebärg vor der Traubenhütte erzählte Max eine Anekdote aus dem 17. Jahrhundert, einer Zeit als die  Stühlinger Edelleute noch mit den Schweizern um die Jagd in einem schmalen Streifen zwischen Schlaate und Stühlingen stritten. Am Känzli schloss sich die Wanderrunde. Ein Teil huldigte noch dem Napoleon, der andere ging in Erwartung des Sturmes nach Hause. 


Wir sind steinreich! Kooperation mit der Grundschule Weizen am 7. FebruarGips, Teil 2

Nachdem wir uns mit den Viertklässlern im Dezember im Besucherbergwerk Oberwiesen über den Gipsabbau und dessen Weiterverarbeitung  informiert hatten, ging es nun um das künstlerische Arbeiten mit Gips. Dafür konnten wir den Keramiker Gerhard Schwarz gewinnen. Anhand von praktischen Beispielen und Bildern zeigte er den Mädchen und Jungen, wie Gipsformen in unterschiedlichen Bereichen der Kunst zum Einsatz kommen. Danach kreierte jeder mit Ton eine eigene Form, die später mit selbst angerührtem Gips ausgegossen wurde. Je nach Wunsch entstanden Monogramme oder lustige Gesichter. Alle vier Gruppen arbeiteten mit Feuereifer und hochkonzentriert. Kurz vor Unterrichtsende konnten wir die ersten Formen vorsichtig öffnen. Für die Ergebnisse, aber auch für das interessante Gipsprojekt gab es viel Applaus!


Zweite Winterwanderung, 26. Januar 2020: Vom Hinkelstein zur Himmelsliege

Mit Gerhard Schwarz wanderten wir vom Parkplatz beim Vogelhof Richtung Wutöschingen und weiter bis Rechberg. Schon bald gab es durch Jutta Binner-Schwarz Informationen zum Menhir von Degernau. Der „lange Stein“ stammt aus der Megalithzeit und wurde nach seinem Auffinden wieder aufgerichtet. Nun grüßt er von einem kleinen Hügel herunter und regt genau wie das nahe Megalithgrab die Fantasie an. Nachdem wir im Wald die Hindernisse der letzten Baumfällarbeiten umgangen hatten, konnten wir den Blick ins Klettgau und auf Klettgau richten. So heißt einerseits die Landschaft, die wir vor Augen hatten, aber auch die 7500 Einwohner starke Gemeinde, zu der unter anderem die Ortsteile Rechberg und Erzingen gehören. Diese streiften wir auf unserer Tour, die zunächst durch Streuobstwiesen und dann durch Weinberge führte. Die anvisierte Himmelsliege war leider schon besetzt, aber wir 22 Personen hätten sowieso nicht darauf gepasst. Bei fast frühlingshaftem Sonnenschein stiegen wir den Erzinger Kapellenberg hinauf, wo Jutta uns die Entstehungsgeschichte der 1946 erbauten und erst unlängst renovierten Kapelle referierte und wo wir auch einiges über das ebenfalls hier platzierte Sühnekreuz von 1671 erfuhren. Via Grenzpfad ging es zurück zum Ausgangspunkt. Im Anschluss genossen einige von uns noch eine Stärkung im Café Weilers.


Erste Winterwanderung, 12. Januar 2020: Unterwegs auf der Drei-Dörfer-Route

Am 12. Januar machte sich Veronika Keller mit 9 wanderfreudigen Teilnehmern auf zur 1. Winterwanderung.

Gestartet wurde an der Kirche in Schwaningen. Als 1. Ziel visierte die Gruppe bei diesiger Witterung die Dobelhütte an. Weiter führte der Weg Richtung Dillendorf. Auf dem "Alten Holzweg" gelangten die Wanderer schließlich nach Dillendorf, von da aus konnten sie einen Blick nach Unterwangen werfen. Über den Häsibuck erreichten sie den Dillendorfer Berg und weiter auf der Hochebene mit guter Sicht den Aussiedlerhof Maier. Auf einem Waldweg ging es hinunter nach Lembach. Die gelbe Raute wies schließlich nach rechts in den Wald. Riesige Berge von Baumstämmen, Reisighaufen und tiefe Reifenspuren zeugen hier von den umfangreichen Waldarbeiten, die, bedingt durch die Trockenheit des Sommers, notwendig sind.

Als die Wanderer nach zweieinhalbstündiger Gehzeit den Wald verließen, begrüßte sie die Sonne, die endlich den Kampf gegen den Nebel gewonnen hatte. Nach 500 m kamen sie wieder am Parkplatz an.