Winterliche Wandertipps

Die Wegverhältnisse für diese Vorschläge sind ganz vom Wetter abhängig und können täglich wechseln. Also Vorsicht!  Jeder muss selbst entscheiden, was er sich zutraut. Bei Eis und Schnee sind gebahnte breite Wege die ungefährlichsten. 

 

1  Schlossrunde – der Klassiker

Wir sind vom Friedhof aus via Hochbehälter Richtung Schloss hinauf gestiegen. Da es hier keinen Wanderweg gibt, querten wir die Wiese hinauf zum Waldrand. Dort führt ein Weg entlang, der später auf den bekannten gelbe-Raute-Pfad trifft. Ihm kann man bis zum Standort Ruckwald folgen und dann nach links hinunter Richtung Städtle abbiegen. Wer nicht so lange unterwegs sein will, kürzt ab, indem er schon früher den unübersehbaren Hohlweg nach links unten nimmt. 

Natürlich ist die Runde auch auf dem klassischen Wanderweg  vom Kloster hinauf zum Schloss möglich. (J. B.-S.)


2  Auf dem Schlossberg bzw. Wachtbuck an der Verbindungsstraße Stühlingen-Mauchen

Nachdem man auf der K 6509 vom Stühlinger Schloss aus mit dem Auto kommend den kurvigen Mauchener Tobel wieder verlassen hat, liegt linker Hand nach wenigen Metern einer kleiner Parkplatz. Entweder geht man von hier aus direkt den Feldweg Richtung Süden oder läuft ein Stück der Straße entlang weiter zum Feldkreuz rechter Hand. Hier mündet ein Verbindungsweg, der eine mehr oder weniger lange, bequeme Runde  auf der Höhe ermöglicht. Einfach auf die Feldwege achten und selbst entscheiden, welcher lockt. Mit etwas Glück erfreut uns hier oben der Blick auf die Alpenkette. (J. B.-S.)


3  Runde oberhalb von Wangen

Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Oberholz“, also kurz bevor die Landstraße 169 den Dünnsteig nach Wellendingen runterführt. Von dort aus führt ein gelbe-Raute-Weg hinunter nach Unterwangen. Am Bolzplatz geht es Richtung Sparrenberg. Beim Anwesen Schultz kann man der Markierung folgen oder die kleine Straße rechts nach oben nehmen. Nach dem Wegkreuz stößt man wieder auf den bekannten Weg. Bei Schnee sind Stöcke empfehlenswert! (J. B.-S.)


4  Die allseits bekannte Schinderwaldrunde mit neuen Infoschildern

Als Ausgangspunkt ist der Rewe-Parkplatz oder der Parkplatz gegenüber dem Industriegebiet (Gemarkung Roßlauf) geeignet. Vom letzteren aus sieht man schon das erste weiß strahlende Schild mit Kurz-Infos über den Schinderwald. Wir gehen bis zur Wolfsgrube, biegen dann links ab und marschieren eben weiter bis rechter Hand der pittoreske Pfad abzweigt, der vorbei am Maiplatz auf die Höhe führt. Oben angekommen (beim Maiplatzinfoschild), wenden wir uns scharf links (also nicht Richtung Umsetzer) bis zur Kehrschlaufe des Fahrweges, treten dort ins Offene auf den Grenzpfad (auch hier ein Infoschild). Dann rechts weiter auf dem Grenzpfad bis zum Wanderschild Merkedel. Dort die Abzweigung Richtung Ziegelhütte. Entweder wir bleiben auf dem Wirtschaftsweg bis zur Ziegelhütte und dann vorbei an der Stellfalle der Wiesenwässerung Richtung Parkplatz zurück. Oder – falls uns der nahe Lärm der B 314 zu sehr nervt – zweigen nicht lange nach der Merkedel-Orientierung rechts in den schmalen Pfad ab, der uns weiter oben zur Wolfsgrube zurückführt, verpassen dann aber zwei Schilder-Infos. Der winterliche Reiz der Tour: Durchblicke zwischen den Bäumen, Farbenpracht ungenießbarer Pilze (etwa irgendein Porling oder Blättling) oder eben auch ein nebelverhülltes Stühlingen – die Stadt will ja nicht immer gesehen werden, auch wenn man ihr nahe ist.


5  Auf den Kalvarienberg über’s Weilertal

Weilertalstraße, dann nach dem Schwimmbad Weilertagweg rechter Hand der blauen Raute folgend, leicht ansteigend. Etwa auf Höhe des Weilertalhofes zweigt ein schmaler stiller Pfad rechts ab, der etwas Trittsicherheit erfordert und bergan auf die Kalvarienberghöhe führt. Am Waldrand oben entweder dem Waldsaum folgen und auf offiziellem Pfad bleiben. Bei geschlossener Schneedecke kann auch querfeldein abgekürzt werden und visiert etwa den Baum mit Bank an, nahe der Verbindungsstraße Schwaningen-Stühlingen. Auf dieser durch die Kalvarienberghöfe zurück mit gelber Raute, die einen in den Stadtkern zurückführt. Auch bei nebligen oder trüben Wetter schön. 


6  Mauchener Winterrunde

Vorbei an Petras Lädele nahe der Kreuzung im Dorf folgen wir der gelben Raute Richtung Obermettingen. Vor dem letzten Haus auf der letzten Seite geht es rechts hinauf zum Wald. Die Markierung führt uns zunächst auf einem breiten Forstweg, dann auf einem rechts abzweigenden schmaleren Weg direkt zu den „Franzosenkreuzen“. Dort informiert nun eine der neuen Texttafeln über die im Volksmund „Steinechrüzli“ genannten Gedenksteine. Sie erinnern an die Ermordung von drei französischen Soldaten während der napoleonischen Kriege. Genauere Informationen gibt es vor Ort per QR-Code oder auf unserer Website unter dem Button „Schilder-Infos“. 

Weiter geht es, angeleitet durch die gelbe Raute, hinauf zur „Mauchener Blockhütte“ im Großholz. Dort wandern wir nach rechts auf dem Bettmaringer Verbindungsweg. Schon bald zweigt rechterhand ein Feldweg ab. Ist er bei Schnee begehbar, ist dies der schnellste Weg hinunter ins Dorf. Gibt es hier keine Fahrzeugspuren, laufen wir weiter bis zur nächsten Möglichkeit, um nach rechts abzubiegen und die „Großholzäcker“ zu überqueren. Von hier eröffnet sich ein schöner Blick auf den Randen und mit etwas Glück auf die Alpenkette. Wenn wir auf einen oft sogar geräumten Verbindungsweg stoßen, wenden wir uns nach rechts und kommen so wieder hinunter nach Mauchen. (J. B.-S.)


7  Von Dillendorf zum Hunnenfeld

Unser Weg beginnt an der Bushaltestelle in Dillendorf. Von dort führt uns die gelbe Raute nach links aus dem Dorf heraus in ein stilles Tal. Fahrzeugspuren erleichtern das Laufen im Schnee, es geht sanft bergauf. An einer Kreuzung mit einem auffälligen „Hauptweg“-Schild gehen wir geradeaus. Vorsicht: Die Markierung versteckt sich etwas unter Zweigen und man ist versucht, dem „Hauptweg“ zu folgen. Schon bald verlassen wir den Wald und kommen auf der Höhe beim Standort „Hunnenfeld“ an. Hier geht es auf dem Wanderweg, der ein Sträßchen ist, nach rechts Richtung „Birkle“ und „Langer Haag“ wieder nach Dillendorf. Der Rundumblick ist fantastisch und die recht ausgeräumte Hochfläche präsentiert sich im Winterkleid von ihrer schönen Seite. Der verschneite Randen leuchtet herüber und schon bald grüßt von weitem sogar der Röschenhof. Im Tal empfangen uns die stattlichen Häuser von Dillendorf. (J. B.-S.)


8  Im winterlichen Hallau den Frühling schon schauen

Wer atmosphärisch eine Abwechslung zu Stühlinger Umgebung will, gehe in den Hallauer Rebhängen spazieren. Vom Hallauer Berg hinunterkommend am besten beim Rastplatz parken oder – wenn verpasst – auch bei der Kirche. Am Rastplatz zeigt eine Übersichtskarte drei Weg-Varianten, die man gehen kann: einen kurzen Meditationsweg, einen Der Natur auf der Spur-Pfad und einer In vino veritas-Route. Mit den drei Möglichkeiten kann wegkombinatorisch improvisiert werden. Die Reben sind teilweise schon geschnitten und verheißen vorfreudisch die wärmere Jahreszeit – wenn man denn inwendig das überhaupt will.