Wir sind optimistisch und machen an dieser Stelle weiter mit frühlingsverheißenden Wandertips, solange wir noch nicht gemeinsam wandern können. 


 16  Frühlingswanderung am Eichberg

 Im Augenblick ist es ein herrliches Naturerlebnis, in Laubwäldern zu wandern. Das Wachsen und Blühen auf dem Waldboden zeigt sich in großer Vielfalt. Teppiche von weißen Buschwindröschen, dazwischen Polster mit blauen Veilchen, gelbe Schlüsselblumen, Leberblümchen und Huflattich bezaubern den Wanderer auf dem "Eichbergweg".

Gut ausgeschildert erreicht man von Riedböhringen oder der Jeiss-Hütte aus den Eichbergstutz. Hier sollte man sich genug Zeit lassen, um den Blick von ganz oben zu genießen. Dem Ostweg (rotschwarze Raute) folgt man bis zur "Kreuzung Kapellenweg" und biegt danach links ab bis zur "Waldeleinkreuzung". Hier wählt man je nach Startpunkt den Weg aufwärts zur Jeiss-Hütte oder den Richtung Riedböhringen (Parkplatz an der Schule).

Weglänge: ab Riedböhringen 10 km; ab Jeiss-Hütte 7 km

Als ich diesen Weg am Samstag ging, brachte ich eine erste Frühlingsernte mit: eine Tüte voller Kräuter mit  Bärlauch, junge Brennnesseln, Giersch, Scharbockskrautblätter und -blüten, Gänseblümchen. Das alles wurde zu einer grünen Suppe und zu Salat verarbeitet. (Veronika Keller)


15 Um Häusern herum
Häusern-Windberg-St.Blasien-Lehenkopf-Urberg-Albstausee-Höchenschwand-Häusern.

20 km – 730 HM – 5 1/4 Std. incl. Pausen.

(Helmut Burger/Rainer Borsoi)


Kooperation mit der Grundschule Weizen: Wissenswertes rund um die Ziegelhütte

Mit den Kindern der Klasse 2 wanderten wir durch den Schinderwald hinauf zur Tongrube im Wösterholz. Die präsentiert sich derzeit als kleiner See, denn die Tonschicht hat sorgt dafür, dass die winterlichen Regen- und Schneefälle noch nicht in Vergessenheit geraten. Hier nahmen wir an verschiedenen Stellen Erdproben, die wir dem an der Ziegelhütte  postierten Gerhard mitbrachten. Dort landeten wir, nachdem wir dem beschwerlichen „Leimweg“ der Stühlinger Ziegler nachgespürt hatten. Nach Informationen zu den historischen Zieglern zeigte uns Gerhard, wie verschiedene Tonarten aufbereitet und vermischt wurden. Dafür legten die Kinder selbst Hand an. Ein weiterer Versuch mit Ton aus dem Wösterholz erklärte uns, warum dort oben derzeit ein See zu sehen ist. Des Weiteren galt es verschiedene Ziegel und Bodenfliesen zu bewundern. Dazu gehörten römische Bruchstücke, mit Handabdrücken versehene Exemplare aus dem Stühlinger Städtle, Feierabendziegel und ein glasiertes Kunstwerk von Gerhard. Zum Schluss zeigte er uns, wie man einen Ziegel schlägt und zwei Kinder durften ihn mit ihren Handabdrücken stempeln. Sobald wieder Unterricht möglich ist, werden alle Zweitklässler mit ihrer Lehrerin Frau Schnitzer selbst Ziegel schlagen. Großes Lob an die Mädchen und Jungen, die die 7km lange Wanderstrecke problemlos zurücklegten und nebenbei noch fröhlich plauderten und Frühblüher erklärten. Einen Abstecher zur Wolfsgrube haben wir natürlich auch gemacht!


Frühjahrsputz auf den Wanderwegen

Wegewart Gerhard Kehl und das Vorstandstrio strahlten um die Wette, weil die große Anzahl von Helferinnen und Helfern gleich mehrere Einsatzorte ermöglichte. Einen Schwerpunkt bildeten natürlich wie geplant die Wutachflühen, wo die Wege von coronagerecht gebildeten Teams ausgebessert und vom Laub befreit wurden. Zusätzlich wurde in Stühlingen unter anderem im Ruckwald und im Schinderwald kräftig in die Hände gespuckt und viele Arbeiten umgesetzt. Ein geschicktes Duo kümmerte sich um den Wanderweg bei der Kuhhalde zwischen Weizen und Blumegg-Weiler. 

Belohnt wurden alle mit schönen Naturerlebnissen. Viele Frühblüher sprießten, der zinnoberrote Becherling leuchtete und der Bärlauchgeruch machte Appetit. Sabine begegnete sogar, wie es sich im Grimmelshofener Gebiet gehört, einem echten „gäle Molle“. Danach gab es ein Abstands-Vesper. Übrigens: Der jüngste Helfer war elf Jahre alt und kam mit Opa und Onkel, der älteste knapp über 70. Und für einen ganz Weitgereisten bot der Arbeitseinsatz den Anlass für einen ersten Aufenthalt in den Flühen. Noch einmal herzlichen Dank an alle!


14  Frühlingswanderung mit Weit- und Tiefblicken

Start: Campingplatz Gurtweil. An der Schlücht entlang via Gutenburg mit der gelben Raute hinauf zur Sebastianskapelle und weiter zur Alpenblickhütte. Herrliche Rundumsicht! Alpen, Jura und Schwarzwald grüßten aus der Ferne. Abstieg nach Aichen, am Gasthaus Löwen vorbei auf dem steilen Sträßchen hinunter Richtung Witznau. Schild und Standortwegweiser führen auf den spektakulären Hutpfad, der zum Mittelweg gehört. Er windet sich entlang der Schlüchttalhänge und bietet jetzt während der laublosen Zeit beste Aussicht auf die Felsformationen, aber auch zur Witznau, nach Dietlingen und später nach Weilheim. Einige Baumstämme wollen überwunden werden, Bärlauch duftet, Bäche sprudeln. Winziger Wermutstropfen: Nach dem Hutpfad muss man ein kleines Stück nach rechts auf der Landstraße gehen, um nach Gutenburg hinunter und zurück auf die bekannte Strecke nach Gurtweil zu kommen. Mit Pausen waren wir 4,5h unterwegs. (Jutta Binner-Schwarz)


13  Mindelsee und Bodanrück.

Aussichtsreiche Rundwanderung zum Mindelsee und über den Bodanrück, zwischen Zellersee und Überlingersee.

Ausgangsort Möggingen, 20 km, 5 1/4 Stunden einschl. Pausen.

(Helmut Burger und Rainer Borsoi)


12  Auf den Badberg

Wer Pfingsten 2018 mit auf der Kaiserstuhl-Tour des Schwarzwaldvereins war, wird sich erinnern, daß alle außer mir statt den Schlußweg über den Badberg doch lieber gleich in die Straußenwirtschaft gegangen sind. Den eigentlichen Höhepunkt der Rundtour hatten wir also ausgelassen. Wer diesen in diesem Frühling nachholen will (vom Vogelsangpass bei Bötzingen aus), sollte dies unter der Woche tun (coronabedingt dürfte da am Wochenende zu viel los sein) und etwas naturkundliche Neugier und Lust (Oh!, all diese wärmeliebenden Pflanzen! Ah! diese Reptilien!) mitbringen, um "la motte", den Badberg im letzten Sinne von Johann Leonhard Frischens Passagers-Wörterbuch von 1755 im submediterranen, vulkanischen Umfeld überhaupt richtig genießen zu können.  (A. Mahler)


11  Vom Kalten Wangen zur Küssaburg

Vom Parkplatz Bergscheuerhof auf gut markierten Wegen, vorbei am Grießener Fernsehturm, zur Küssaburg.

Auf dem Rückweg lohnt es sich, den Parallelweg zu nehmen, nicht zuletzt deshalb, um einen Blick auf den wunderbar gepflegten Alkenhof zu werfen. Insgesamt 15 km. 10.03.2021.

(Brigitte & Rainer Borsoi)


10  Rundweg Wutach, z. B. vom Napoleon aus

Wenn man auf deutscher Seite den Schluchtensteig nimmt (soweit möglich) und sonst über die Halden steigt, die zum Teil aufgeschüttet, zum Teil abgetragen wurden, hat man ein sehr gutes Bild wie das renaturierte Areal der Wutach zwischen Stühlingen und Weizen einmal aussehen wird. Ab dem Weizener Steg führt die meiste Zeit ein kleiner Pfad direkt an der Wutach entlang, von dem aus man alles auch nochmal eindrücklich sieht. Und von dem aus man am Schluss durchs Märzenbecher-Gebiet kommt bevor man wieder nach Deutschland abbiegt. Ein ca. 2stündiger Spaziergang, wenn man sich zwischendurch auch Zeit nimmt, um die frühlingshafte Vegetation zu bewundern und am Cholplatzweiher nachzusehen, ob schon Froschlaich da ist. Biber und Eisvogel haben sich durch die Bauarbeiten an der Wutach nicht vertreiben lassen. Ersterer hat auf beiden Ufern seine Spuren hinterlassen. Letzterer flog vorbei, aber zu schnell für ein Foto. (Antonia Kramer-Diem)



Winterliche Wandertips

Die Wegverhältnisse für diese Vorschläge sind ganz vom Wetter abhängig und können täglich wechseln. Also Vorsicht!  Jeder muss selbst entscheiden, was er sich zutraut. Bei Eis und Schnee sind gebahnte breite Wege die ungefährlichsten. 

 

1  Schlossrunde – der Klassiker

Wir sind vom Friedhof aus via Hochbehälter Richtung Schloss hinauf gestiegen. Da es hier keinen Wanderweg gibt, querten wir die Wiese hinauf zum Waldrand. Dort führt ein Weg entlang, der später auf den bekannten gelbe-Raute-Pfad trifft. Ihm kann man bis zum Standort Ruckwald folgen und dann nach links hinunter Richtung Städtle abbiegen. Wer nicht so lange unterwegs sein will, kürzt ab, indem er schon früher den unübersehbaren Hohlweg nach links unten nimmt. 

Natürlich ist die Runde auch auf dem klassischen Wanderweg  vom Kloster hinauf zum Schloss möglich. (Jutta Binner-Schwarz)


2  Auf dem Schlossberg bzw. Wachtbuck an der Verbindungsstraße Stühlingen-Mauchen

Nachdem man auf der K 6509 vom Stühlinger Schloss aus mit dem Auto kommend den kurvigen Mauchener Tobel wieder verlassen hat, liegt linker Hand nach wenigen Metern einer kleiner Parkplatz. Entweder geht man von hier aus direkt den Feldweg Richtung Süden oder läuft ein Stück der Straße entlang weiter zum Feldkreuz rechter Hand. Hier mündet ein Verbindungsweg, der eine mehr oder weniger lange, bequeme Runde  auf der Höhe ermöglicht. Einfach auf die Feldwege achten und selbst entscheiden, welcher lockt. Mit etwas Glück erfreut uns hier oben der Blick auf die Alpenkette. (J. B.-S.)


3  Runde oberhalb von Wangen

Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Oberholz“, also kurz bevor die Landstraße 169 den Dünnsteig nach Wellendingen runterführt. Von dort aus führt ein gelbe-Raute-Weg hinunter nach Unterwangen. Am Bolzplatz geht es Richtung Sparrenberg. Beim Anwesen Schultz kann man der Markierung folgen oder die kleine Straße rechts nach oben nehmen. Nach dem Wegkreuz stößt man wieder auf den bekannten Weg. Bei Schnee sind Stöcke empfehlenswert! (J. B.-S.)


4  Die allseits bekannte Schinderwaldrunde mit neuen Infoschildern

Als Ausgangspunkt ist der Rewe-Parkplatz oder der Parkplatz gegenüber dem Industriegebiet (Gemarkung Roßlauf) geeignet. Vom letzteren aus sieht man schon das erste weiß strahlende Schild mit Kurz-Infos über den Schinderwald. Wir gehen bis zur Wolfsgrube, biegen dann links ab und marschieren eben weiter bis rechter Hand der pittoreske Pfad abzweigt, der vorbei am Maiplatz auf die Höhe führt. Oben angekommen (beim Maiplatzinfoschild), wenden wir uns scharf links (also nicht Richtung Umsetzer) bis zur Kehrschlaufe des Fahrweges, treten dort ins Offene auf den Grenzpfad (auch hier ein Infoschild). Dann rechts weiter auf dem Grenzpfad bis zum Wanderschild Merkedel. Dort die Abzweigung Richtung Ziegelhütte. Entweder wir bleiben auf dem Wirtschaftsweg bis zur Ziegelhütte und dann vorbei an der Stellfalle der Wiesenwässerung Richtung Parkplatz zurück. Oder – falls uns der nahe Lärm der B 314 zu sehr nervt – zweigen nicht lange nach der Merkedel-Orientierung rechts in den schmalen Pfad ab, der uns weiter oben zur Wolfsgrube zurückführt, verpassen dann aber zwei Schilder-Infos. Der winterliche Reiz der Tour: Durchblicke zwischen den Bäumen, Farbenpracht ungenießbarer Pilze (etwa irgendein Porling oder Blättling) oder eben auch ein nebelverhülltes Stühlingen – die Stadt will ja nicht immer gesehen werden, auch wenn man ihr nahe ist. (Andreas Mahler)


5  Auf den Kalvarienberg über’s Weilertal

Weilertalstraße, dann nach dem Schwimmbad Weilertagweg rechter Hand der blauen Raute folgend, leicht ansteigend. Etwa auf Höhe des Weilertalhofes zweigt ein schmaler stiller Pfad rechts ab, der etwas Trittsicherheit erfordert und bergan auf die Kalvarienberghöhe führt. Am Waldrand oben entweder dem Waldsaum folgen und auf offiziellem Pfad bleiben. Bei geschlossener Schneedecke kann auch querfeldein abgekürzt werden und visiert etwa den Baum mit Bank an, nahe der Verbindungsstraße Schwaningen-Stühlingen. Auf dieser durch die Kalvarienberghöfe zurück mit gelber Raute, die einen in den Stadtkern zurückführt. Auch bei nebligen oder trüben Wetter schön. (A. M.)


6  Mauchener Winterrunde

Vorbei an Petras Lädele nahe der Kreuzung im Dorf folgen wir der gelben Raute Richtung Obermettingen. Vor dem letzten Haus auf der letzten Seite geht es rechts hinauf zum Wald. Die Markierung führt uns zunächst auf einem breiten Forstweg, dann auf einem rechts abzweigenden schmaleren Weg direkt zu den „Franzosenkreuzen“. Dort informiert nun eine der neuen Texttafeln über die im Volksmund „Steinechrüzli“ genannten Gedenksteine. Sie erinnern an die Ermordung von drei französischen Soldaten während der napoleonischen Kriege. Genauere Informationen gibt es vor Ort per QR-Code oder auf unserer Website unter dem Button „Schilder-Infos“. 

Weiter geht es, angeleitet durch die gelbe Raute, hinauf zur „Mauchener Blockhütte“ im Großholz. Dort wandern wir nach rechts auf dem Bettmaringer Verbindungsweg. Schon bald zweigt rechterhand ein Feldweg ab. Ist er bei Schnee begehbar, ist dies der schnellste Weg hinunter ins Dorf. Gibt es hier keine Fahrzeugspuren, laufen wir weiter bis zur nächsten Möglichkeit, um nach rechts abzubiegen und die „Großholzäcker“ zu überqueren. Von hier eröffnet sich ein schöner Blick auf den Randen und mit etwas Glück auf die Alpenkette. Wenn wir auf einen oft sogar geräumten Verbindungsweg stoßen, wenden wir uns nach rechts und kommen so wieder hinunter nach Mauchen. (Jutta Binner-Schwarz)


7  Von Dillendorf zum Hunnenfeld

Unser Weg beginnt an der Bushaltestelle in Dillendorf. Von dort führt uns die gelbe Raute nach links aus dem Dorf heraus in ein stilles Tal. Fahrzeugspuren erleichtern das Laufen im Schnee, es geht sanft bergauf. An einer Kreuzung mit einem auffälligen „Hauptweg“-Schild gehen wir geradeaus. Vorsicht: Die Markierung versteckt sich etwas unter Zweigen und man ist versucht, dem „Hauptweg“ zu folgen. Schon bald verlassen wir den Wald und kommen auf der Höhe beim Standort „Hunnenfeld“ an. Hier geht es auf dem Wanderweg, der ein Sträßchen ist, nach rechts Richtung „Birkle“ und „Langer Haag“ wieder nach Dillendorf. Der Rundumblick ist fantastisch und die recht ausgeräumte Hochfläche präsentiert sich im Winterkleid von ihrer schönen Seite. Der verschneite Randen leuchtet herüber und schon bald grüßt von weitem sogar der Röschenhof. Im Tal empfangen uns die stattlichen Häuser von Dillendorf. (J. B.-S.)


8  Im winterlichen Hallau den Frühling schon schauen

Wer atmosphärisch eine Abwechslung zu Stühlinger Umgebung will, gehe in den Hallauer Rebhängen spazieren. Vom Hallauer Berg hinunterkommend am besten beim Rastplatz parken oder – wenn verpasst – auch bei der Kirche. Am Rastplatz zeigt eine Übersichtskarte drei Weg-Varianten, die man gehen kann: einen kurzen Meditationsweg, einen Der Natur auf der Spur-Pfad und einer In vino veritas-Route. Mit den drei Möglichkeiten kann wegkombinatorisch improvisiert werden. Die Reben sind teilweise schon geschnitten und verheißen vorfreudisch die wärmere Jahreszeit – wenn man denn inwendig das überhaupt will. (A. Mahler)


9  Renaturiertes Wutachbett zwischen Weizen und Stühlingen nimmt Konturen an

Das erstes Hochwasser der Wutach Ende Januar/Anfang Februar hat auf der frisch mit Baggern geformten deutschen Flußseite erste Eindrücke hinterlassen. Manche Stellen wirken noch rohbaumäßig, doch der Fluß hat bereits den neugeschaffenen Seitenarm geflutet und Areale komplett überschwemmt, die vorher begehbar waren. (A.M.)