Letzter AWW der Saison mit Sonnenuntergang 30.9.
Die ganze Woche hatte es geregnet. Zu siebt fuhren wir auf den Parkplatz bei den Hallauer Berghöfen. Von dort wanderten wir am Biotop vorbei in weitem Bogen zum Aussichtspunkt Ob Rummelen. Der Blick unterwegs in das grüne Tal mit seinen Höfen und hinüber ins Dütsche war ungewohnt, aber sehr schön. Auf der Höhe schob sich dann die Sonne, wie vorab von uns versprochen, orangerot durch die dunklen Wolken. Licht und Aussicht waren spektakulär! Wir feierten den wunderbaren Sonnenuntergang mit einem Gläschen Hallauer Blauburgunder und Magenbrot. Zurück ging es in der Dämmerung oberhalb der Reben an der Hangkante entlang bis zum Berghof Alder. Unten im Tal leuchteten die Lichter von Hallau. Schön war’s – und absolut trocken!


Auf den Spuren von Specht und Motorsäge 23.9.22
Unter diesem Motto waren sieben aufgeweckte Kinder gemeinsam mit Revierförster Pirmin Wiethaler auf dem Lindenberg unterwegs. Ihren wachsamen Augen entging fast nichts. Dabei war auch zu erfahren, warum die Orchideen hier im Naturschutzgebiet Fichtenspreu für sauren Boden brauchen und dass Ziegen und Schafe dafür sorgen, dass ihre Standorte nicht von Büschen überwuchert werden. Außerdem lernten wir die Beschaffenheit des Waldbodens und die Bedeutung der Zersetzung von Blättern und Nadeln kennen. Wir staunten über die vielen kleinen Bäume der Naturverjüngung und fanden auf relativ kleiner Fläche sogar vier Zapfenarten. Kurz danach kamen wir an einer Stelle vorbei, wo Eichhörnchen und Eichelhäher ein Fichtenzapfenfestmahl gehalten hatten. Jetzt wissen wir, dass Totholz nicht nur für den Specht, sondern auch für viele andere Lebewesen wichtig ist. Dann lud uns Pirmin zur Pirsch. Es brauchte sehr gute Augen, um Dachs, Rehbock & Co im Gehölz zu entdecken. Aber gemeinsam haben wir es geschafft! Pirmin zeigte uns auch den Stumpf eines Baumes, der durch einen Sturm entwurzelt worden war und dann abgesägt werden musste.  Anschließend griff er zur Motorsäge und bescherte uns so eine frische Baumscheibe. Da galt es natürlich Jahresringe zu zählen und zu erklären!


Seniorenwanderung auf dem Kalvarienberg (19. Sept.)

Sonne, hoffnungsvolle blaue Flecken am Himmel, angenehme Temperaturen und die Lust auf Begegnung und Bewegung - all diese Faktoren lockten 13 Wanderer aus dem Haus, um mit Hedi Christoph zu einer gemütlichen Seniorenwanderung zu starten.

Sie hatte ihre Wanderstrecke diesmal auf dem Kalvarienberg ausgesucht. Vom "Klösel-Kreuz" ausgehend führte sie die Gruppe zunächst Richtung Weizen. An verschiedenen Haltepunkten eröffneten sich immer wieder neue Aussichten: ganz leicht im Dunst, wie ein ferner Hauch, die Alpen; das gesamte Randengebiet mit seinen Türmen und Randendorf, der "Weizener Berg" und das Merenbachtal. Interessant, was es auf den Flächen ringsum zu sehen gab: inzwischen wieder saftgrüne Wiesen, ein Sonnenblumenfeld, ein mit einem Elektrozaun geschützter Kartoffelacker (Vorsicht Wildschweine) und einem großen Feld mit maisähnlichen Pflanzen für die Biogasanlage. Während der gemütlichen Wanderung gab es viele Gelegenheiten zum Erzählen, die rege genutzt wurden. In der Gruppe spürte man deutlich die Freude über das Zusammensein in der Natur. Nach der Tour und einem Applaus für Hedi wurden die Gespräche bei Kaffee und Kuchen im Cafe' Weiler fortgesetzt.


Auf dem Rhein am 18. September 2022

Wir waren am Sonntag nochmal auf dem Rhein, vermutlich das letzte mal für dieses Jahr. Von Stein am Rhein ging es bis nach Schaffhausen. In Gailingen wurde Mittagsrast beim Strandbad Gailingen gemacht, wo vor allem die Jungmannschaft nochmal baden wollte, und hinterher gut eingepackt werden musste bzw. in die warmen Packtaschen schlüpfte. In Gailingen war auch noch Töpfermarkt mit schönen Ausstellungsstücken. Weiter ging es dann zum Teil mit heftigem Gegenwind bis Schaffhausen. Unterwegs waren auffallend viele Schwäne und auch viele blesshühner und Haubentaucher zu sehen.


Einen schönen Wandertag verbrachten 10 Wanderfreudige mit ihrer Wanderführerin Veronika Keller im Luftkurort Unterkirnach im Schwarzwald am 11. Sept. 22.

Es war der "Tag des offenen Denkmals", und vieles drehte sich um die Kirnacher Mühle, die einst in Todtmoos stand und von der Gemeinde Unterkirnach durch Ankauf vor dem Abriss gerettet und restauriert wurde (1995-1997). Sie war auch der Startpunkt zur Wanderung auf dem WaldWasserLäuferWeg. Auf weichen Wurzelpfaden unterwegs gab die Wanderführerin immer wieder einige Informationen: so über die wechselvolle Geschichte von "Maria Tann". Dieser außergewöhnliche Gebäudekomplex an der Straße Villingen – Unterkirnach beherbergte nacheinander eine Wollspinnerei, ein renommiertes Burghotel (Beginn des Tourismus im Ort), eine Klosterschule, ein Privatlehrerseminar, ein Progymnasium mit Internat und war 10 Jahre lang Aus- und Weiterbildungsstätte der Polizei. Auch Spätaussiedler fanden darin eine Heimat.

Kurze Rast an der Ruine Kirneck. Geschichtlich orientiert blieb die Wanderung auch weiterhin. Beim Wildgehege Salvest stieß die Gruppe auf die Spuren des 1. Orchestrionbauers Carl Blessing, der mit seiner technischen "Tüftelei" den Grundstein für einen jahrzehntelang wichtigen Wirtschaftszweig im Schwarzwald legte.

Rast am Denkmal für Hubert Ganter, Forstrat und Begründer des SWV Villingen. An der Romäusquelle erfuhren die Wanderer etwas aus dem Leben des Riesen Romäus aus Villingen, der übrigens als tapferer Soldat auch die Küssaburg verteidigte. Eiligen Schrittes erreichte die Gruppe an der plätschernden Kirnach entlang wandernd die "Täfeletanne", bei der an einen im hohen Schnee steckengebliebenen Leichenzug erinnert wurde. Unterkirnach kam in Sicht und damit die Aussicht auf eine Kaffeepause.

Um 15 Uhr wartete Bauer Josef vom Roggenbachhof mit seiner Tochter an der Mühle auf das neugierige Publikum, das sich um Toni und Theo erweitert hatte. Schauspielerisch gekonnt fesselten beide ihre Zuhörer. Tochter Liesel, heimliche Liebe des Müllers Johannes, führte alle in die Mühle, erzählte über Weh und Ach des Müllerberufs und setzte für einige Minuten die Mühle in Gang. Draußen erwartete Bauer Josef wortreich mit seinem Karren die Gruppe zur Ortsführung. Ehemaliger Standort des Roggenbacher Hofes, der Narrenbrunnen mit seiner tiefen Symbolik und Tradition sowie die Jakobuskirche waren Stationen seiner "Ortsbegehung". Am alten Schulhaus und einem Kleindenkmal für Carl Blessing verabschiedeten sich Vater und Tochter, für letztere gab es die besten Wünsche zu einer (damals nicht standesgemäßen) Heirat mit Müller Johannes. Spontaner Applaus kam aus der Gruppe und belohnte die beiden Schauspieler. Danach gab es Dankesworte für die Wanderführerin und Organisatorin und alle traten die Heimreise an.


Eine Gruppe der Schaffhauser Wanderwege zu Besuch in Stühlingen

Hansueli und Elisabeth Zürcher führten eine 22-köpfige Wandergruppe aus der Schweiz von der Siblinger Höhe via Merkedel in den Schinderwald. An der Wolfsgrube begann für sie der gewünschte Ausflug in die Stühlinger Geschichte, der dann im Städtle weiter vertieft wurde. Für großes Staunen sorgten zum Schluss unsere Schür und der prächtige Garten.

Bevor wir uns zum gemeinsamen Abendessen zusammensetzten, überreichten wir unserem ehemaligen Wegewart Gerhard Kehl die silberne Ehrennadel des Hauptvereins für seinen großen Einsatz im Zeichen der Stühlinger Wanderwege. Den Dank der Schaffhauser Wanderwege für das gute Miteinander überbrachte ihm Hansueli Zürcher. Im Anschluss genossen wir Speis, Trank und viele interessante und fröhliche grenzüberschreitende Gespräche.


Der glückliche Gewinner des Preisrätsels aus der Austellung RäderWerk wünscht sich eine räderlose Fahrt.

Bei unserer diesjährigen Ausstellung gab es ein Preisrätsel (nämlich die Zahl der verbauten Lego Steine bei einem Ausstellungsstück zu erraten). Der Gewinner war Markus Huber. Er bekam dafür ein Event mit dem Schwarzwaldverein Stühlingen geschenkt. Gewünscht hat sich Markus Huber eine Kanutour mit seiner Familie. Diese fand nun am Sonntag, 4.9., statt und zwar von Altenburg nach Rüdlingen auf dem Rhein. Hubers Nachbarn, die sich auch fürs Kanu fahren interessierten, haben wir gleich mit genommen und alle einen entspannten Tag auf dem Wasser verbracht.


Wegeeinsatz am Samstag, 3. September 22

Elf tatkräftige Frauen und Männer arbeiteten am Samstag an den Wanderwegen. Als „Tatorte“ hatte Wegewart Michael Eisele die Wutachflühen und den Schinderwald ausgesucht. Bis zum Ausbruch des Gewitters mit Regenguss hatten alle einen großen Teil des vorgesehenen Pensums geschafft. Im Anschluss gab es in der Schür Wurst- und Käsesalat aus der bewährten Küche von Else und Andrea.



Letzte Mittwochswanderung 2022 (31. August) – Auf den Spuren der Ritter im Wangental

Annemarie Gysel begrüßte bei der Mittwochswanderung eine Schar von 11 Teilnehmern am Parkplatz "Im See " im Wangental. Auf meist bequemen, stets ansteigenden Wegen führte sie die Gruppe durch schönen Mischwald auf den Rossberg. Ziel war die Ruine Radegg. Unterwegs zeigte sich das Gestein wie aufgeschichtete Mauern im Gelände. So war es nicht verwunderlich, dass der erste Rastplatz "Staamüürli" (Steinmauer) hieß. Und hier hatte Annemarie eine kulinarische Überraschung bereit. Ihre Vesperbox enthielt selbstgebackene "Mauersteine", die zart und weich auf der Zunge zerschmolzen. An der Ruine angekommen wurde diese über einen Holzsteg erreicht. Auf dem höchsten Punkt erzählte Annemarie den fasziniert Lauschenden die Sage vom "Radegger Chätterli", einer unglücklichen Liebe und den rauen Randegger Rittersleuten. Auf dem anschließenden Weg bezauberte das "Ernstletal" mit seiner Quelle und dem plätschernden Bach. Nach gut dreistündiger Wanderung erreichte die Gruppe wieder den Parkplatz. Ein herzliches Dankeschön der Teilnehmer ging an Annemarie und Reiner Gysel .

Veronika Keller gab noch einen Ausblick auf die nächsten Wanderungen und stellte fest, dass Manfred Kehl in diesem Jahr an allen 10 Mittwochswanderungen teilgenommen hatte.