"Auf schmalen Pfaden am Eichberg", 1. Mittwochswanderung (29. Juni)

Vom Wanderparkplatz am Eichberg startete Veronika Keller mit 9 Wanderern zu einer konditionell anspruchsvollen Tour durch die Wälder des Blumberger Höchsten. Zunächst unterwegs auf dem "mittleren" Eichbergweg  (ehemals Jakobsweg) gelangten sie zu einem Denkmal, das mit einem Schild " Der Traum vom Fliegen" an den Flugzeugabsturz 2000 am Eichberg erinnert und bei dem 4 Männer den Tod fanden. Bald danach war der "Eichbergstutz", der Gipfel, erreicht. Hier liegt einem buchstäblich die Welt zu Füßen! Auf unmarkiertem Weg durch den Wald ging es zur "Jeiss-Hütte", wo die Vesperpakete ausgepackt wurden. Über das "Sulztal" stieß die Wandergruppe auf die Paradiestour "Krottenbachtal", der sehr schmale Pfad führte am Abhang entlang zum Standort "Vor Eichelten". Jetzt kam nochmals ein schweißtreibender Anstieg, schmal, serpentin, bis unterhalb des "Stutzes" der Weg nach Achdorf abzweigte. Einige Orchideen säumten den Pfad, der zunächst unmarkiert zum Parkplatz zurückführte. Schlussendlich lauschten die Wanderer noch der Sage "Vom bösen Vogt von Blumberg" und konnten sich dabei den Standort der ehemaligen Burg vorstellen, den ihnen ihre Wanderführerin gezeigt hatte. Im "Cafe Knöpfle" erholten sich alle angeregt plaudernd bei einem Getränk.


Dampfmaschinen-Modelle von Franz Demattio – Leben, Leidenschaft &Technik „Wat is’n Dampfmaschin?“, fragte uns Wolfgang Sühling, Chef des Dampfteams aus Eisenbach, gemeinsam mit Lehrer Pfeiffer, bekannt aus der Feuerzangenbowle. Im Gegensatz zu dessen Schülern sorgte Wolfgang bei uns nicht nur für Vergnügen, sondern auch für echten Wissenszuwachs. In seinem interessanten Vortrag entführte er uns in die Zeit der industriellen Revolution, die von der Erfindung der Dampfmaschine geprägt wurde. Auch deren Technik war ihm ein wichtiges Anliegen. Gleichzeitig stellte er uns Franz Demattio, den begnadeten Tüftler aus dem Schwarzwald vor. Dieser hatte in seinem Ruhestand über hundert aufwändige Dampfmaschinen gebaut. Fünfzehn dieser Schmuckstücke befinden sich noch bis Sonntag in der Schür. Natürlich wurden sie im Anschluss an den Vortrag, zu dem auch Franz Demattios Tochter Ilse und Enkelin Patricia nach Stühlingen gekommen waren, in Betrieb genommen. Besucherinnen und Besucher waren begeistert von Theorie und Praxis.

Übrigens: Die Dampfmaschinenlaufen bei uns noch einmal am Sonntag, 3.7. von 13.30 – 17.30 Uhr.


Bilder von der Hauptversammlung in Laufenburg an der Jutta, Veronika und Antonia als Delegierte teil genommen haben.


Hier drehen sich die Räder! Die Schür wird zum Lernort

Moment bevölkern jeden Tag Schülerinnen und Schüler die Schür, um die Ausstellung „RÄDERWERK – vom Arbeiten und Spielen im Wutachtal“ zu besuchen. Dabei lernen sie nicht nur Räder aller Art kennen, sondern auch, wie eine Dampfmaschine funktioniert. Besonders gerne setzen sie die Mühlenmodelle in Betrieb und erzeugen auf Adalbert Mayers genialem Fahrrad Strom. Ganz nebenbei erfahren die Mädchen und Jungen eine Menge über die Geschichte des Wutachtals.


Vortrag 22.06: Von der strategischen Bahn zur Sauschwänzlebahn 

Bahnspezialist Dieter Reimer unternahm mit seinem dreißigköpfigen Publikum eine spannende Zeitreise zu den Anfängen der Wutachtalbahn. Die Beweggründe für ihren Bau erläuterte er dabei genauso wie die Durchführung der anspruchsvollen Baumaßnahme. Dank vieler Bilder konnten wir uns gut vorstellen, wie die rund 4000 vor allem italienischen Arbeiter Hand anlegten und  in nur drei Jahren den schwierigen Abschnitt von Weizen Bahnhof bis Blumberg Zollhaus umsetzten. Zum Schluss gab es noch anhand ausgewählter Exponate einen Spaziergang durch das sehenswerte Blumberger Eisenbahnmuseum. Jürgen Mahler unterstützte den Vortragenden am PC. Danach suchten etliche Interessierte das Gespräch mit dem Experten. Auch in der Ausstellung herrschte reger Betrieb.


Disteln stechen auf dem Lindenberg – oder: Naturschützer rauben den Insekten die letzten Nahrungsquellen, Freitag 24.06.22

Laut Vorgabe des Regierungspräsidiums Freiburg wurden im Zuge der Biotoppflege entlang des Naturlehrpfades Lindenberg sämtliche Disteln teils ausgestochen, teils ausgerissen, um die Ruderalvegetation im unbewaldeten Abschnitt des Orchideenlehrpfades zurückzudrängen. Auch die letzten Blühten wurden rigoros von Mitgliedern des Schwarzwaldvereins Stühlingen entfernt.

Sechs Helfer, bewaffnet mit Distelstechern und dicken Handschuhen, rückten den Disteln zu Leibe, bevor diese sich aussamen konnten. Nach getaner Arbeit hat uns Antonia mit einem kräftigen Vesper, Kaffee und Kuchen belohnt, so dass die Kratzer und Stiche bald vergessen waren.


Ausstellungswanderung vom 19. Juni 22: Von Mühle zu Mühle

"Nicht was man will, ist wichtig, sondern das, was ist"

Mit diesem Motto tröstete sich Wanderführerin Veronika Keller am 1. Ausstellungssonntag, als sich an der Schür zur Führung "Von Mühle zu Mühle" lediglich 4 Teilnehmer einfanden. Die vorangekündigten Top-Temperaturen von über 30 Grad hielten viele davon ab, an diesem Tag auf Wanderschaft zu gehen.

Mit den vier gutgelaunten Wanderern startete sie ihre "Mühlentour" an der Dillendorfer Säge im Merenbachtal und informierte mit Wort und Bild kurz über diese mit Merenbachwasser betriebene Sägemühle. Der Weg führte weiter zur ehemaligen "Wangener Mühle", die 1611 am Mühlenbach aufgebaut wurde. Nach einem Brand wurde sie 1832 neu errichtet und galt damals als technisches Wunderwerk. Davon sind nur noch wenige Spuren vorhanden. Über den Bommertenweg und den Wuhrweg ging es schattig im Wald abwärts nach Schwaningen. Dort statteten die Wanderer der "Schwaninger Mühle". die in der 12. Generation im Besitz der Fam. Stadler ist, einen Besuch ab. Auch diese Mühle wurde mit Merenbachwasser bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts betrieben.

Die kleine Wandergruppe ließ sich danach die Köstlichkeiten in der Schür schmecken.


Rundherum, das ist nicht schwer… am 18. Juni 2022

Mit Tanzleiterin Veronika Keller drehten sich elf Frauen zu folkloristischen Klängen. Auf dem Programm standen Kreistänze aus Europa. Gute Stimmung und erfreulich kühle Temperaturen kennzeichneten die Stunden in der Schür. 


Impressionen von der Vernissage "Räderwerk" am 17. Juni 2022


Bilder von einer kurzen Paddeltour auf dem Rhein am 12. Juni von Herdern nach Lienheim mit Pause bei der Guggenmühle.


Rundwanderung im Schaffhauserwald bei Grafenhausen, 12. Juni 22

Es war eine Wanderung mit einem Experten. Nur so kann man das umfangreiche Wissen von Hansueli Zürcher, dem Wanderführer, charakterisieren, war er doch jahrzehntelang im Schaffhauserwald  als Förster tätig. Er wusste sowohl aus der Chronik von Grafenhausen als auch von den "Immobilien" des Kantons Schaffhausen auf der Liegenschaft Schaffhauserwald zu berichten. So waren dies einst der Jockelihof, das Forsthaus und die Schaffhauser Säge, die heute alle in Privatbesitz sind.

Warum "Schaffhauserwald" mitten im Schwarzwald?

1080-1085 gründete der Abt des Klosters Allerheiligen in Grafenhausen ein Benediktinerinnenkloster als Tochterkloster von Schaffhausen mit entsprechendem Landbesitz. Nach einem Grenzstreit zwischen dem Kloster Allerheiligen und St. Blasien fällt Grafenhausen an Schaffhausen. in einem "Landtausch" zwischen dem Landgraf von Lupfen und der Stadt Schaffhausen behalten sich die Schweizer das Recht vor, 360 ha Wald auf der Gemarkung Grafenhausen zu bewirtschaften. Und das ist auch heute noch so!

Man stelle sich vor: im 17. und 18. Jhdt. wurde Nadelholz mit Rössern aus diesem Wald in mehreren Etappen bis nach Schaffhausen transportiert und dort versteigert. Keine leichte Arbeit für die Fuhrleute!

Den "Käfer" gab es auch schon früher! 1945-46 war im Gebiet des Hohenstaufen ein Kahlschlag notwendig, der später mit 1 Mill. Buchen und 1 Mill. Nadelhölzer wieder aufgeforstet wurde. Durch einen Teil dieses nachgewachsenen Waldes führte Hansueli seine Wandergruppe.

Auf der Tour boten sich schöne Ausblicke ins Mettmatal, zum Feldberg, zum Muchenland und zum Schluchsee.

Leuchtend gelber Ginster, rosa Fingerhut und lilafarbene Lupinen erfreuten die Pflanzenliebhaber am Weg.

Wanderführer Hansueli Zürcher erhielt für seine gut durchdachte Routenführung und die vielen Infos einen verdienten Applaus und seine Frau Elisabeth ein "Danke" für die stärkenden Leckerbissen. Ein kühler Drink im Biergarten in Rothaus rundete die Wanderung ab.


AWW rund um Untermettingen

Der AfterWorkWalk am 10. Juni führte 19 Wanderlustige ins schöne Steinatal. Nachdem wir die Steina auf dem „Steg“ gequert hatten, liefen wir auf dem erst unlängst bestens gemähten „Herrenwegle“ Richtung Untermettingen. Der schmale, schattige Pfad an den Hängen oberhalb des Baches gefiel allen sehr. Via „Lochwagner“ und „Brogle-Mühle“ wanderten wir Richtung „Chatzebuck“. Unterwegs hatten wir einen guten Blick auf die verschiedenen Teile des Dorfes und seine Weiler. Auf den Magerwiesen, die wir passierten, wuchsen pfirsichblättrige Glockenblumen, Mückenhändelwurz, Pyramidenorchis, Ochsenauge und mehr. Die fernen Alpen und der Randen präsentierten sich im Abendlicht. Am „Kreuz“ vorbei ging es Richtung „Hölzle“ und passgenau zu unseren Autos. 


Zur Quelle der Wutach über die schönsten Pfade am Feldberg, Pfingstmontagswanderung am 6. Juni 2022

Was die Wanderung am Pfingstmontag zu bieten hatte, lässt sich im Schwarzwald kaum toppen! Auf der 16 km langen Strecke wurden über 800 hm überwunden und ein Großteil des Weges bestand aus schmalen Wurzelpfaden teilweise im felsigen Gelände. Der herrliche Rundblick vom Feldberggipfel zu weiteren "Tausender" wie dem Herzogenhorn, dem Belchen, dem Schauinsland und dem Kandel, sowie der großartige Tiefblick zum blaugrünen "Auge" des Feldsees oder zur Zastler Hütte im Tal faszinierten die Teilnehmer ebenso wie die Wiesen mit Orchideen, gelbem Enzian, Sonnentau und Trollblumen. Kondition war gefordert. Max Bühler führte seine Mitwanderer in einem steten Auf und Ab zu den besonderen Stationen seiner Tour: vom Caritashaus zur Liftstation, steil hinauf zum Felsenweg, bergan zum Grüblesattel. Auf diesem Abschnitt diente der Halt an einer Quelle dazu, den Wutachverlauf zu erklären. Viele Quellen in diesem Bereich des Sattels führen ihr Wasser dem Feldsee zu, aus dem der Seebach Richtung Titisee hinausfließt. Wenn sich die Gutach (aus dem Titisee) und die Haslach vereinen, entsteht die Wutach.

Die Wanderung führte zum Feldberggipfel, hinab zur Zastler Hütte, wo Einkehr gehalten wurde. Auf dem "Feldbergsteig" bergauf zur Baldenweger Hütte, danach zum Feldsee und der Austrittsstelle des Seebach. Langsam ansteigend gelangte die Gruppe wieder zum Caritashaus.

Alle 18 Teilnehmer – davon Gäste aus Erzingen, Bonndorf und Gündelwangen – waren begeistert von der abwechslungsreichen Tour und zollten dem Wanderführer Max großes Lob. Dabei entstand die Idee, im nächsten Jahr dem Lauf der jungen Wutach (noch als Seebach) weiter zu folgen.


Hauptversammlung 4. Juni 2022

Im Rahmen der Hauptversammlung wählten die anwesenden 55 Mitglieder  Michael Eisele aus Eberfingen zum neuen Wegewart. Er tritt damit die Nachfolge von Gerhard Kehl an. Bürgermeister Joachim Burger lobte unseren werbewirksamen Einsatz für Stühlingen. Dabei hob er besonders unsere Arbeit an den Wanderwegen hervor. Neben den verschiedenen Jahresberichten standen Ehrungen im Mittelpunkt. Wir durften 21 Personen für langjährige Mitgliedschaft auszeichnen. Sieben von ihnen konnten an diesem Abend anwesend sein. Veronika Keller freute sich über die für sie überraschende Auszeichnung mit der Ehrennadel in Silber als Anerkennung für ihre Leistungen im Zeichen des Vereins. Martina Fuß, ihres Zeichens Vorsitzende des Regionalbezirks Südost und Präsidentin des SWV Hinterzarten überreichte  Ehrennadel nebst Urkunde. In ihrer Laudatio berichtete sie über Veronikas Wirken: 

Veronika Keller kam zum ersten Mal in Kontakt mit dem Schwarzwaldverein Stühlingen über ihren Klassenlehrer Elmar Zimmermann, der damals Vorsitzender des Ortsvereins war. Noch als Schülerin lernte sie Erika Scheuch kennen, die als Begleitperson mit im Schullandheim auf dem Belchen war.

Nach Jahrzehnten, mittlerweile ausgebildete Naturpark- und Gästeführerin, knüpfte sie an diese Begegnungen an. Nachdem sie schon im benachbarten Schwarzwaldverein Bonndorf jahrelang Wanderungen geführt hatte und vor allem die beliebten Freizeiten im Bregenzer Wald organisiert und geleitet hatte, wurde sie auch in Stühlingen aktiv. 

Seit 2017 ist sie gleichberechtigte Vorsitzende des Ortsvereins im Trio, und zwar für den Bereich Wandern. Sie ist verantwortlich für den Wanderplan und muss alle Wünsche der mehr als 20 Wanderführer mit ihren Terminen unter einen Hut bringen. Viele Wanderungen führt sie dabei auch selbst, hervorzuheben die gemeinsam mit den Bonndorfer Wanderfreunden begangenen Touren zum Tag des Denkmals.  Durch Veronika kamen auch wieder mehr Kontakte zu Bonndorf zustande. Durch ihren Wohnort Donaueschingen erschließt sie uns völlig neue Wandergebiete. Wie bereits gehört, kennt sie den Bregenzerwald in- und auswendig

Aber damit ist ihr Engagement keineswegs zu Ende. Das Vorstandstrio trifft sich zu vielen Sitzungen, bespricht wichtige Ereignisse generell miteinander ab und tauscht Ideen aus. Sie ist versierte Kuchenbäckerin, vor und hinter der Theke aktiv, und jederzeit bereit eine Schicht bei Städtlefest, Gartentagen oder Ausstellungen zu übernehmen. Sie bereichert die  Ausstellungen durch Wanderungen, Vorträge, Tanzkurse. Außerdem wirkt sie bei der Kooperation mit der Grundschule Weizen mit und beweist hier unter anderem immer wieder schauspielerisches Talent.“

Wir gratulieren Veronika!


Frühling am Kaiserstuhl, Wandertage vom 26. bis 29. Mai 2022

Viel, viel Glück mit dem Wetter hatte die 10 köpfige Wandergruppe, die sich an Christi Himmelfahrt auf dem Schulparkplatz in Vogtsburg-Oberrotweil traf, um gemeinsam in 4 Tagen einige Highlights dieser besonderen Landschaft inmitten des Schwarzwaldes zu erkunden.

Jeden Morgen dasselbe Ritual: Erwartungsvoll wurde der Rucksack aufgeschnallt, die Wanderführerin Veronika erklärte die Route und los ging’s auf die Wanderschaft.

So war es einmal eine "Runde um Achkarren" durch die Rebberge mit einem kurzen Besuch im Weindorf und mit der Besteigung des Schlossbergs, wo einst die Herren der Üsenberger einen Burgsitz hatten. In Niederrotweil durfte ein Abstecher zur ältesten Kirche im Breisgau mit ihren Fresken, der besonderen Orgel und dem geschnitzten Holzaltar nicht fehlen.

Als absolut botanisches Highlight lässt sich die Tour von Ihringen zum Liliental und zurück auf dem Bienenfresserpfad bezeichnen. Ein schmaler Weg führte im Liliental durch eine phantastische Orchideenwiese mit Knabenkräutern, Pyramidenorchis und Bocksriemenzungen. Die Augen schweiften rechts und links des Weges und konnten sich an der Vielfalt und Schönheit der Natur kaum satt sehen. Auch der Gang durch einen Teil des Arboretums mit Bäumen aus der ganzen Welt darf nicht unerwähnt bleiben.

Ganz anders war der Charakter der Samstagstour "Von Burg zu Burg": Über den Henkenberg nach Burkheim, dem schönsten Kaiserstuhlstädtchen mit seinem mittelalterlichen Stadtkern zu den Schlossruinen und weiter auf dem "Wiedehopfpfad" zur Burg Sponeck. Danach 3 km auf dem Rheinauenweg mit direktem Blick auf den Flusslauf, wo auch Kormorane zu beobachten waren, bis zum historischen "Zollhäusle". Auf dem Limberg dann die Dritte im Bunde, "Burg Limburg", hier soll der Sage nach Rudolf von Habsburg das Licht der Welt erblickt haben. Genau hier erlosch vor 9 Mill. Jahren der letzte Vulkan des Kaiserstuhls und mit entsprechender Kenntnis lassen sich auch noch Reste des Vulkangesteins "Limburgit" finden. Über die Litzelbergkapelle mit dem direkt an das Gotteshaus angebauten Mesmerhaus wanderte die Gruppe nach Sasbach. Von dort brachte sie die Kaiserstuhlbahn zurück nach Oberrotweil. An diesem Abend rundete ein Gang mit dem Nachtwächter durch Burkheim den Ausflug ins Mittelalter ab.

Nach den Vulkanen kam der Löss – hauchfeiner, fruchtbarer Sand vom Grabenbruch am Rhein einst angeweht und im Kaiserstuhl "deponiert", z.T. bis zu mehreren Metern hoch. Diesem Phänomen begegneten die Wanderer auf dem "Lösshohlwege-Pfad um Bickensohl, der um den Aufstieg auf den Totenkopf (557 m) mit dem Neunlindenturm erweitert wurde. Auf dem Turm ließ sich die Aussicht auf den Rhein, die Vogesen und den Schwarzwald genießen. Zurück auf dem Lösshohlwege-Pfad gelangten die Teilnehmer über den schönsten Hohlweg, die "Eichgasse" schließlich zum Parkplatz.

Wenn sich am Wanderweg die Gelegenheit zu einer gemütlichen Kaffeepause bot, wurde diese ergriffen. Das gemeinsame Essen, die Gespräche während des Wanderns, das Erleben von Natur und Stille, ab und zu ein geteilter "Joke" verhalfen zu einem positiven "Wir-Gefühl". Ebenso sorgte die Begegnung mit einem Wiedehopf, einer Smaragdeidechse oder einer Kolonie Bienenfresser  für ein gemeinsames "Ah" des Staunens. Letztendlich waren alle stolz auf die 78 bewältigten Kilometer in 4 Tagen

Als Wanderführerin danke ich nochmals jedem Einzelnen für das "Dabei-Sein" und die erwiesene Anerkennung! Eine Fortsetzung im östlichen und nördlichen Teil des Kaiserstuhls könnte reizvoll sein.

[Bericht: Veronika Keller, Wanderführerin und Organisatorin dieser Wandertage]


Bootstour im Taubergießen und Umfeld vom 26 bis 29. Mai 2022

Kleine Abenteuer im großen Schinderwald, 18. Mai 22

Förster und Wegewart Michael Eisele zeigte vierzehn Mädchen und Jungen (mit von der Partie war eine Gruppe aus dem Kinderhort mit ihrem Betreuungsteam) auf spielerische Weise kleine Wunder der Natur. Dabei begegneten sie nicht nur hochgefährlichen Borkenkäfern und wuseligen Ameisen, sondern lernten verschiedene Baumarten kennen. Der Förster freute sich, dass er dabei bei einigen Kindern auf Vorwissen zurückgreifen konnte. Die Ulme, die zahlreich im Schinderwald wächst, kannte allerdings kaum jemand. Spannend war, was Baumscheiben erzählen und was man beachten muss, wenn man ihre Informationen entschlüsseln will. Zum Schluss ging es natürlich noch zur sagenumwobenen Wolfsgrube, die immer für Staunen sorgt.


Auf der Wilkethöchi (22.5.)

Am Sonntag startete eine 12 köpfige Gruppe mit Wanderführer Helmut Burger ins Appenzellerland. Der Ausgangspunkt der Tour war in Ebersol in der Gemeinde Neckertal. Zunächst wurde auf breitem Weg schon mal Höhe gewonnen, bevor es dann auf schmalen Wiesenpfaden steiler bergauf ging. Bald konnte man sogar den Bodensee in der Ferne erblicken. Stetig aufwärts gelangten die Wanderer auf einen Gratweg durch schönen Mischwald schließlich auf den Gipfel der Wilkethöchi, wo sich eine wunderbare Aussicht zum Säntis und den Churfirsten auftat. Hier wurde auf originellen Holzsitzen und -liegen sowohl das Vesper wie auch die Aussicht genossen.

Schließlich musste die Höhe wieder verlassen werden und steil bergab führte der Weg zur Alpe "Wimpfel" und einer gemütlichen Kaffepause. Nach 4 Std. Wanderzeit fanden sich alle wohlgelaunt wieder am Parkplatz ein. Helmut Burger erhielt für seine umsichtige Wanderführung den wohlverdienten Applaus.

 

In Stühlingen zurück gab es noch einen "Absacker" im "Napi".


Unterwegs auf dem Chriesiwäg im Fricktal am 15. Mai 22

An diesem herrlichen Frühlingssonntag machten sich 6 Wanderfreudige zu einer besonderen Tour im "jurapark aargau" auf.

In Gipf-Oberfrick trafen sie ihre Wanderführer Fritz Hodler und Regula Bösch, die sie auf dem Fricktaler Chriesiwäg begleiteten. Wie Fritz erzählte, waren zur Kirschblüte, die dieses Jahr sehr früh einsetzte, an Wochenenden täglich bis zu 3000 Wanderer unterwegs, um sich an der weißen Blütenpracht zu erfreuen. Elf Info-Tafeln am Weg klären über die Hochstamm-Kultur, die verschiedenen Sorten und ihre Bedeutung als Lebensraum für Pflanzen und Tiere auf. Die schwarze Holzbiene etwa, die unten auf drei Bildern von Toni zu sehen ist, ist durch den Klimawandel mittlerweile auch in Stühlingen heimisch. Im Schürgarten ist sie öfters schon gesichtet worden;daheim bei Toni schon mit Bohrloch zum Nisten.

Die Wanderführer hatten sich für die Stühlinger Gruppe zusätzlich zur Kurzroute auch die Zusatzroute auf dem Fricktaler Höhenweg vorgenommen, so dass sich immer wieder schöne Aussichten auftaten. Ein stetiger, gemächlicher Aufstieg führte zum höchsten Punkt der Wanderung, der Ruine "Alt-Tierstein" mit einem großzügig angelegten Rastplatz. Hier verzehrten alle ihr Rucksackvesper mit Genuss; wer wollte, stieg zur Ruine der ehemaligen Burg der Grafen von Tierstein empor.

Danach ging es bequem zurück nach Oberfrick, wo in einem Gasthaus eine schattige, gemütliche Einkehr gehalten wurde. Dabei genossen alle den von Toni gebackenen "Chriesichueche". Mit einem herzlichen Dankeschön an die Wanderführer verabschiedete sich die Gruppe aus Stühlingen.


14. Mai: Bundesweiter Tag des Wanderns

Unsere Teilnahme an diesem bundesweiten Großereignis stand heuer unter dem Motto „Geschichte(n) aus den Stühlinger Wäldern V. Auf zur Stühlinger Hütte!“

Dabei ging es wie immer auf unseren örtlichen Wanderwegen zu  historischen Besonderheiten. Organisiert wird diese Veranstaltung stets in Zusammenarbeit mit der Stadt Stühlingen und so kam Bürgermeister Joachim Burger an den Startplatz am Bahnhof Weizen, um die Wanderschar zu begrüßen. Dabei lobte er die fruchtbare Kooperation zwischen Gemeinde und SWV. Mit von der Partie war Hans-Ueli Zürcher von den „Schaffhauser Wanderwege“.

Geführt von Gerhard und mir ging es im Zeichen der gelben Raute auf schmalem Pfad zum Standort „Alter Salzweg“. Dort gab es Informationen zum Umgang mit dem „Weißen Gold“, das einst auf diesem Weg ins Kloster St. Blasien transportiert wurde. Nächstes Ziel war die „Stühlinger Hütte“, die 1909 vom SWV im Gewann „Bannholz“ auf dem Weizener „Buchbuck“ gebaut worden war und eine wechselvolle Geschichte erfuhr. 1945 brannte sie die französische Besatzungsarmee wegen eines in der Nähe gelegenen Munitionsdepots nieder. Erst 1956 konnte der heute noch existente, immer wieder restaurierte Nachfolgebau eingeweiht werden. Heute ist die „Stühlinger Hütte“ mit dem herrlichen Blick auf die Wutachflühen nicht nur Schutzhütte für Ostwegwanderer und Pilger, die im Zeichen der Muschel unterwegs sind. Vielen Einheimischen ist sie ein Herzensziel, was die Eintragungen im Hüttenbuch eindrücklich zeigen. Mit einem entsprechenden Text gedachten wir an dieser Stelle Fritz Stotmeister, der ebenfalls gerne herkam.

Nach einer gemütlichen Pause wanderten wir hinunter nach Grimmelshofen und weiter in die Schweiz. Einmal mehr genossen wir das Auenwaldreservat „Seldenhalde“, das zu den ganz besonderen Schmuckstücken in der Region zählt. Hier waren Begebenheiten zum mühseligen Kampf von Erika Scheuch und ihren Mitstreitern in den 1970er Jahren um ein grenzüberschreitendes Naturschutzgebiet zu hören. Letzte Station war dann der „Wizzemer Steg“, der eine große Bedeutung für das Miteinander der Gemeinden von (h)enne & denne hat. Gelächter gab es beim Hinweis darauf, dass die Gemeinde Weizen den baufällig gewordenen Steg 1849 nicht mehr aufbauen lassen wollte, um „Trunksucht und Schmuggelei“ zu vermeiden. Sie setzte sich damit zum Glück nicht durch. Für einen langjährigen Unterbruch sorgten die Nationalsozialisten und der 2. Weltkrieg. Erst 1980 wurde die neue Brücke eingeweiht. Wir alle nutzen sie heute gerne und so mutete es seltsam an, als die Grenze in Zeiten von Corona plötzlich geschlossen wurde. 


Buchenlohrunde, AWW, 13.5.22

Zum Feierabendspaziergang am 13. Mai führte Gerhard Schwarz auf die Gemarkung Buchenloh, die diesseits des Mauchener Bachs zwischen Eberfingen, Mauchen und Eggingen gelegen ist. Eine auf den ersten Blick bescheidene Rundwanderung bot indes einige Besonderheiten. Am Waldrandhang des Buchäckers etwa  führte der Weg mit Blick ins Mauchener Tal durch ein vom Egginger Naturschutz gepflegtes Wiesenareal mit zahlreichen Orchideenarten. Besonders Insekten- und Spinnenragwurze entzückten unversehens die Orchideenliebhaber.  Durch Buchenwald und landwirtschaftliche Flächen, die hier vollständig von Wald eingeschlossen sind, ging’s zur Eberfinger Buchenlohhütte. Faulbaum und Berberitze als Heckengewächse auf dem Weg dorthin sind auch nicht allerorts zu finden. Der Vollmond war längst aufgegangen. Die Nah-, Mittel- und Weitsicht nicht nur an der Hütte bot vielfältige Maigrüns & Düngergrüns. Die Stimmung war milde, auch weil die landwirtschaftlichen Aktivitäten hier Freitagabends eingestellt waren. Der frisch frei- & hergerichtete Pfad nach der Hütte durch die Eberfinger Wegepatin Andrea Martan und ihre Mithelfer bot dann noch manch hübsche Pflanze, etwa den im Vorblütentrieb stehende Türkenbund.  Die Autos waren dann bald erreicht. An der Buchenlohhütte hätte man gern einen Aperitif oder so was gehabt. Dumm wer zuhause nach  diesem stimmigen Feierabendgang auch keinen zuhause hatte und sich mit Pfefferminztee als Aperitivum zufrieden geben mußte.


Entlang der renaturierten Wutach am 8. Mai

Mit elf Wanderern begab sich Veronika Keller auf die erste Etappe des Schluchtensteigs bis Grimmelshofen. Unterwegs gab es Infos zum 2008 eröffneten, 118 km langen, "Schluchtensteig" sowie zu den Renaturierungsmaßnahmen auf der deutschen Wutachseite.

Am Standort "Alter Salzweg" verließ die Gruppe den Qualitätsweg und strebte dem Weizener Berg zu. Hier genossen die Teilnehmer die weite Sicht zum Randen mit Hagenturm und zum Kalvarienberg mit den leuchtend gelben Rapsfeldern. Nach einer Rast gelangten sie nach Weizen-Bahnhof, zum Weizener Steg und auf der Schweizer Gemarkung auf idyllischem kleinem Pfad nach Oberwiesen. Einige Wanderer ließen das Wandererlebnis mit einer Einkehr im "Napi" ausklingen.


Vulkantour am 18. April 2022
25 Teilnehmer erwanderten unter der Führung von Rainer Borsoi eine aussichtsreiche Rundtour vom Hohentwiel über den Mägdeberg zurück zum Ausgangspunkt. Am Mägdeberg stand die Gruppe unerwartet vor einem geschlossenen Tor, so dass der Aufstieg auf die Ruine leider verwehrt wurde. Am Schluss der Runde mühten sich immerhin noch 10 Teilnehmer bis zur Karls-Bastion am Hohentwiel, während die anderen den bequemen Weg zum gemütlichen Teil im Restaurant wählte.

Einsatz auf der Wutach, Anfang April 2022

Theo Diem und Antonia Kramer-Diem von der Bootstruppe hatten mit ihrem Boot vergangene Woche einen nicht ganz alltäglichen Einsatz. Im neu geschaffenen Überschwemmungsgebiet der Wutach zwischen Stühlingen und Weizen hatte sich eine ganze Menge Müll angesammelt. Man wundere sich, was so alles in die Wutach gelangt! Wer den Abfall einsammeln will, braucht ein Wasserfahrzeug. Sollte sich hier ein neuer Tätigkeitsbereich der Bootstruppe jenseits der Flußwasservergnügungen aufgetan haben?


AWW 1: Durch den Auenwald zum Chotzegrabe am 14. April 22

Ausnahmsweise trafen wir uns am Gründonnerstag (14.4.) zur ersten Feierabendwanderung der Saison. Am vorgesehenen Freitag hatte es geregnet und gestürmt. Siebzehn Wanderfreudige machten sich mit uns auf, um die Frühlingsstimmung im Wutachtal zu genießen. Mit dabei waren auch die Vierbeiner Flor, Janis und Nahla, denen die Tour sichtlich Spaß machte. Nachdem Gerhard kurz die Renaturierungsmaßnahmen von henne & denne erklärt hatte, liefen wir auf schmalem Pfad durch den üppig blühenden Auenwald. Das Wutachwasser um Klein-Kanada spiegelte sich im Abendlicht. Am Wizzemer Steg wanderten wir auf halber Höhe mit schönem Blick ins Tal den Chotzegrabe entlang. In der spektakulären Schlucht befindet sich weit unten die „Tüüfelschuchi“, die wir genauso bewunderten wie den von Gerhard vorgestellten Steinbruch. Vorbei am „Baggebrünneli“, der Viehtränke auf der ehemaligen Gemeindewiese (Allmende) von Schleitheim, schlängelte sich unser Weg immer dem Waldrand entlang vor bis zum Flüehlifelsen. Blicke zum Randen, zum Schloss, später auf Oberwiesen und Stühlingen erfreuten uns genauso wie der Sonnenuntergang und der aufgehende Mond. Den steilen Abstieg auf dem „Tar-da-da-Weg“ meisterten alle problemlos, sodass wir bester Stimmung bei den Autos ankamen. Wir freuen uns schon auf den nächsten AWW!


Frühlingswanderung rund um Laufenburg (3. April)

An diesem Morgen ließen bei 3 Grad die zahlreichen Buschwindröschen am Weg ihre Köpfe hängen – der Winter war kurzzeitig zurückgekehrt. Nichtsdestotrotz trafen sich 6 Wanderer am Waldstadion in warmer Kleidung und begannen ihre Tour rund um Laufenburg.

Das erste Ziel: das Andelsbachtal mit der kleinen Schlucht und einem Wasserfall. Auf dem Weg dahin gab es einen schön angelegten Lehrbienenstand zu besichtigen. An geeigneter Stelle las die Wanderführerin Veronika Keller die Sage vom Schatz im Andelsbachtal vor. Auf schmalem Pfad am Bach entlang wurde schließlich Laufenburg erreicht. Am Rheinuferweg wandernd, bereits mit Blick auf die Altstadt von Laufenburg/Schweiz, gelangte die Gruppe zur Rheinbrücke. Nach einer Vesperpause und einem kurzen Gang durch die deutsche Altstadt wurde die Brücke und die Grenze überquert. Immer wieder streute die Wanderführerin Informationen ein. So auch an einem Stadtturm, wo der Bauernführer Müller von Bulgenbach im Bauernkrieg 1525 die letzten 40 Tage seines Lebens unter Folter verbrachte, bevor er enthauptet wurde.

Nun begann der Aufstieg zum "Chaisterchopf" und "Erdmannliloch" auf schmalem Pfad. Noch einmal zückte die Wanderführerin ihr Büchlein und las die Sage von der Kaisertanne vor.

Von nun an ging's bergab, zurück in das Städtchen, über die Brücke zum Saatschulweg und wieder zum Parkplatz.

Außer ein paar Graupeln erlebte die kleine Gruppe die Wanderung mit wenigen Sonnenstrahlen aber trockenen Fußes. Alle waren der Meinung: "Schade, wenn wir sie nicht gemacht hätten!"


Kooperation mit der Grundschule Weizen: Besuch auf dem Geflügelhof Kaiser in Wangen

Heute ging es mit den Kindern der 2. Klasse sowie Frau Hägele und Frau Müller auf den Geflügelhof Kaiser in Oberwangen. Mit dem Bus fuhren wir bis zur Dillendorfer Säge, dann führte uns Veronika, die die Tour organisiert hatte, auf unbekannten Wegen zum Ziel. Unterwegs sahen wir einen der ersten Hühnerställe, der in Wangen gebaut worden war, um mehr Hühner halten zu können, als dies für den Hausgebrauch notwendig war. Im Vergleich zu den Hühnerställen von Kaisers war er natürlich sehr klein. Diese halten nämlich rund 10.000 Hühner in mehreren Ställen. Die Freilandställe für Eier in Bioqualität befinden sich oben auf dem Berg. In Oberwangen selbst sind die Ställe für konventionelle Bodenhaltung. Johanna Kaiser führte uns fachgerecht und unterhaltsam durch die interessante Anlage und sorgte immer wieder für Staunen. Die Eier werden auf Fließbändern in die moderne Abpackanlage transportiert. Dort durften wir selbst gefärbte Vesper-Eier in Kartons verpacken. Das hat Spaß gemacht! Weiter ging es in den oberen Stall, wo uns Frau Kaiser eines der dort beheimateten Hühner genauer vorstellte. Es war eine Mischung aus braunen und weißen Hühnern und legt cremefarbene Eier. Wer Lust hatte, durfte das sanfte Tier sogar streicheln. Danach zeigte sie uns, was die Tiere fressen. Wir wunderten uns, dass sie bewusst Steinchen ins Futter bekommen. Dank Frau Kaiser wissen wir nun, dass diese ihnen beim Verdauen helfen und Kalzium liefern.

Unser Vesper durften wir auf der Terrasse von Familie Kaiser essen und wir freuten uns, dass hier auch bunte, gekochte Eier auf uns warteten. Sie schmeckten wirklich gut. Danach warfen wir noch einen Blick in den Raum mit der Eierfärbemaschine. Sie war leider gerade nicht in Betrieb, aber wir konnten die Maschinen begutachten. Zum Schluss gab es viel Applaus für Frau Kaiser! Mit Veronika an der Spitze wanderten wir an der alten Wangener Mühle vorbei zurück zur Bushaltestelle. Unterwegs überraschte sie uns mit einem spannenden Biberbiotop. Die Tiere hatten den kleinen Mühlenbach in eine richtige Seenlandschaft verwandelt. Bis der Bus kam, durften die Kinder im Wald eigens versteckte Hühner und Eier suchen. Sie waren natürlich aus Schokolade!


26. März: Erster Arbeitseinsatz der Saison

Unser neuer Wegewart Michael Eisele und die Vorstandschaft freuten sich: Trotz mehrerer coronabedingter Ausfälle spuckten fünfzehn Personen kräftig in die Hände, um an unseren Wanderwegen Hand an zu legen. Mehrere Teams wirkten in den Wutachflühen, wo Alois schon beste Vorarbeit geleistet hatte. Hier wurden Laub gerecht, Pfade begradigt und Stufen gesetzt. Arnfried und sein zupackendes Kleeblatt legten in Stühlingen die von Bäumen verschüttete Wanderwegvariante zu den Judenlöchern frei. Am steilen Hang war das ganz schön anstrengend! An gleich zwei Plätzen agierten Michael und Peter: Zunächst „entrümpelten“ sie den Wanderweg hinter der Buchenlohhütte in Eberfingen, dann bauten sie einen neuen Steg am Ostweg Richtung Weizen. Wer viel arbeitet, hat ein gutes Vesper verdient. Sjefke grillte für uns am schönen Rastplatz Pfaffenholz, dazu gab es Salate und später feinen Zopf und Kuchen.


Weinbergwandern am Bodensee  (19. März 2022).

Auf dem Parkplatz "Töbele" in Meersburg trafen sich 24 Wanderer, um mit Wanderführer Rudi Kessler zu einer Rundwanderung zu starten. Es war dies eine gemeinsame Tour vom Schwarzwaldverein Bonndorf, den Bergsteigern Bonndorf und dem Schwarzwaldverein Stühlingen. Sogar aus Schonach kam ein Paar angereist, um den Bodensee in Gemeinschaft zu genießen.

Zunächst führte die Route am Bodenseeufer entlang nach Hagnau. Hier begutachtete die Gruppe eine historische, riesige Torkel (Traubenpresse) aus dem Jahr 1747. Die älteste Weinbaugenossenschaft Badens, der Winzerverein Hagnau, hatte dafür gesorgt, dass diese eine von 26 Torkeln der Nachwelt erhalten blieb.

Im Hafencafe* bekam die Wandergruppe genügend Sitzplätze, um in Ruhe direkt am See einen Kaffee zu trinken. Rudi Kessler führte sie dann weiter nach Immenstaad  und durch Weinberge Richtung Schloss Hersberg. Von dort ging es zum 1. Aussichtspunkt, dem Hohberg (454m) mit Blick auf den See. Hier wurde das Rucksackvesper ausgepackt. Auf dem "Apfelweg" gelangten die Wanderer nach Frenkenbach mit seiner romanischen Kapelle aus dem 12. Jhdt. Durch weite Obstplantagen wandernd wurde der nächste Aussichtspunkt erreicht, die "Wilhelmshöhe". Noch einmal genossen alle den Blick über den Bodensee. Am Weingut "Burgunderhof" vorbei kamen alle wohlbehalten wieder am Parkplatz an. Nach einem Dankeschön für die abwechslungsreiche Tour an Wanderführer Rudi Kessler wurde die Heimfahrt angetreten. 


März 2022: Unter Federführung von Reiner Gysel wurde der Apfelbaum von Nachbar Ramazan geschnitten und gleich noch die Sträucher vor der Schür teilweise auf den Stock gesetzt. Diese können nun wieder von unten austreiben und in der Zwischenzeit kann der marode Zaun durch einen neuen ersetzt werden.


Koop Grundschule Weizen: Besuch auf dem Lindenhof in Lausheim

Mit der Klasse 4 und Herrn Lehr waren Veronika und ich am Dienstag auf dem Lindenhof der Familie Büche. Wir wanderten zunächst bis zur Klausenhütte im Zeichen der gelben Raute. Dann ging es via Schambachtal hinauf auf den Berg. Dort kamen wir wohl behalten an, denn das hier umgehende Schambach-Wiebli traute sich nicht, uns zu erschrecken.

Auf dem Hof nahmen uns Hansjörg und Claudia Büche in Empfang. Sie sind die Eltern des Hofbesitzers Johannes Büche, der mit seinem Team auf den Feldern unterwegs war. Herr Büche zeigte uns zuerst den Milchkuhstall, in dem sich die Tiere frei bewegen können. Er erklärte uns, welches Futter sie brauchen und wie dieses gemischt wird. Greta erkannte gleich, dass es da Unterschiede gibt. Jedes Tier ist mit einem Responder ausgerüstet, der dem Landwirt mitteilt, wie es ihm geht. Wir staunten über so viel Hightec im Kuhstall. Neugierig folgten uns die Kühe nach draußen. Im Winter können sie zwar mangels Gras nicht auf die nahe Weide, aber sie nutzen gerne den Freibereich beim Stall.

Um uns zu zeigen, wie heutzutage Kühe gemolken werden, wartete die Kuh Fanny auf uns. In der modernen Anlage legte ihr Frau Büche das Melkgeschirr an. Rund 20 Liter füllten den Eimer. Normalerweise wird die Milch direkt in den gekühlten Tank geleitet. Viel Freude bereitete allen der Besuch im Kälberstall. Die Kleinen werden auch auf dem Hof großgezogen. Ein weiteres Standbein neben Acker- und Milchwirtschaft ist auf dem Lindenhof, der sich in einem sehr gepflegten Zustand präsentiert, die Energiegewinnung. Dies geschieht über eine Biogasanlage und nach Süden ausgerichtete Solarzellen. Der so erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist. Bevor wir in der warmen Werkstatt vesperten, zeigte uns Herr Büche auf ganz besonderen Wunsch noch einige der großen Maschinen. Ein herzliches Dankeschön an Büches für die spannende Hofbesichtigung!

Der Rückweg führte uns zunächst entlang der Ortsverbindungsstraße und dann über den Wanderweg hinunter nach Weizen. Mit 8,5 km in den Beinen und vielen neuen Eindrücken kamen wir pünktlich um 12 Uhr in der Schule an. 


Entlang der Grenze, Sonntagswanderung (6. März)

Wie ein Lindwurm bewegte sich die 28köpfige Wanderschar auf dem Grenzpfad bei Bühl im Klettgau durch den Wald. Ab und zu grüßte ein Grenzstein auf dem Weg. An einer Forsthütte genossen die Teilnehmer in Grüppchen stehend die Pause in der warmen Sonne, um sich zu unterhalten. Wanderführer Manfred Gaiser aus Erzingen hatte einige Infos parat. Z.B. verwies er auf die Legende der Hl. Notburga und auf den letzten Hexenprozess in Wasterkingen, bei dem 1682 acht Frauen zum Tode verurteilt worden waren.

Auf einer Anhöhe schweifte der Blick zum schmucken Dorf Wasterkingen in der Schweiz mit seinen beeindruckenden Fachwerkhäusern Bewunderung bekam ebenfalls eine riesige allein stehende Linde, die durch ihren regelmäßigen Wuchs und ihren mächtigen Stamm ins Auge fiel. Die Route führte durch den Ort Richtung Weinberge. Am Weg und in den Gärten zeigten sich bereits erste Frühlingsblumen: Seidelbast, Scharbockskraut, Anemonen, Krokusse… – beim "Bergheim" angekommen schweifte der Blick nochmals zurück in die Weite.

Bald traf die Gruppe wieder auf den Grenzpfad und wanderte denselben Weg zum Ausgangspunkt oberhalb Bühls zurück.

Die Wanderer zollten ihrem Wanderführer M. Gaiser Applaus und ermunterten ihn, sich im nächsten Jahr wieder eine interessante Tour in dieser Gegend für den SWV auszudenken.


Viele Wege führen zum Kalvarienberg, Winterwanderung, 6. Februar

Am Sonntag trafen sich 14 Wanderer an der Ehrenbachhalle in Weizen, um mit Veronika Keller zur 3. Winterwanderung zu starten. Der Himmel war wolkenverhangen und eine steife Brise wehte den Unternehmungslustigen bereits um die Nase.

Zunächst ging es auf einem Feldweg direkt nach Schwaningen, wo die Wanderführerin einige Infos zur Geschichte des Dorfes gab, den Maler Hilmar Friedrich erwähnte, der einige Kinderjahre in Schwaningen verbracht hatte und dessen Bilder 2018 in der Schür ausgestellt waren. Dann wanderte die Gruppe weiter auf dem Kanzelweg zum Hagelnweg. Hier erzählte Veronika Keller die Sage vom "Hagelngeist". Die Wanderer folgten dem Boskiweg und gelangten auf die Höhe beim Röschenhof. Hier nahm der Wind bereits Fahrt auf, der Himmel wurde dunkler. Entlang des Klein-Häuele-Wegs wandernd erreichten sie das Naturschutzgebiet "Lindenberg". Naturschutzwart Martin Junginger erläuterte die Baumpflanzaktion des SWVs im Herbst 2021. Freiwillige Helfer und Ehrenamtliche des Vereins hatten hier 800 neue Bäume gepflanzt.

Mit den ersten Regentropfen gelangte die Gruppe auf den Kalvarienberg. In der Kapelle wurde noch kurz das Bild von Hilmar Friedrich besichtigt. Eiligen Schrittes folgten die Wanderer Veronika Keller auf dem gelbe Rauten-Weg durch den Wald nach Weizen..

Unterwegs öffnete der Himmel seine Schleusen, trotzdem traten alle gutgelaunt und sauerstoffgetankt den Heimweg an.


Renoviertes Magazin am Stadtweg

Theo Diem hat in den letzten Tagen (dritte Januarwoche 2022) Kellerräumlichkeiten am Stadtweg hergerichtet. Sie sollen neues Magazin werden für die Gerätschaften, die für die Herrichtung der Wanderwege benutzt werden. Reiner Gysel hat den Split besorgt, die Fußbodenplatten wurden aus Altlagerbestand gespendet, Theos nachhaltige Arbeit anschaulich dokumentiert.


Durch den sagenumwobenen Ruckwald am 23. Januar 2022

Trockenes Wetter mit angenehmer Temperatur für eine Winterwanderung waren die besten Voraussetzungen für die von Max Bühler geführten Tour zwischen Schür, Ruckwald und Eberfingen. Auf meist schmalen Pfaden bewegte sich eine Riesenschlange von 29 Teilnehmern zunächst zum ehemaligen Standort des "Pavillons" und dann weiter zum Schloss. Dort erzählte Max einiges aus der Geschichte des Stühlinger Wahrzeichens und gab die Sage vom Messerturm zum Besten. Am Standort "Ruckwald" erweckte er das "Ruckwibli", eine Sagengestalt aus dem Schweizerkrieg um 1499 zu neuem Leben. Im Wissen, dass eine so große Gruppe von gestandenen Männern und Frauen einem "Ruckwibli" trotzen könnte, zogen alle weiter Richtung Eberfingen. An der Kapelle gab es nochmals einen Halt mit Informationen. Nach einem kurzen Anstieg gelangten die Wanderer zu den "Judenlöchern", in denen sich, so die Sage, einst Juden versteckt hielten. Bald darauf ging’s bequem weiter zurück zur Schür.

Mit einem Dankeschön an Max aber auch an die disziplinierte Wandergruppe traten die Teilnehmer den Heimweg an.


Wander-Auftakt zwischen den Weinberghütten in den Hallauer Rebhalden am 09. Januar 2022

Die erste Wanderung des Jahres 2022, die Gerhard Schwarz in den Hallauer Weinbergen führte, war eine aprilige Winterangelegenheit. Vom opaken Grau in Grau über Schneefall, Sonnenschein, Himmelsblau bis zur neblichten Verschleierung gab’s alles über kontrastreichen Rebstockhalden. Die Luftschaft änderte sich minütlich von einem Extrem ins andere und damit schönste Perspektiven. Ein gutes Dutzend Wanderfreudige hatten sich eingefunden für die zweieinhalb Stunden durch die Hallauer Weinreben von der Bergkirche aus, und niemand hat’s bereut das sonntagnachmittagliche Kanapeeleben für diesen wechselvollen Gang eingetauscht zu haben. Ein verheißungsvoller Saisonauftakt für den Schwarzwaldverein also.


Heimatpflegeprojekt Mattenbrunnen

Engelbert Klösel, Fachwart Heimatpflege, ist derzeit dabei, gemeinsam mit einem hochmotivierten Team den Mattenbrunnen zu restaurieren (siehe auch Rubrik Denkmal-Arbeit). Am 18. Dezember lockte mich die Dezembersonne in die Richtung alte Bundesstraße. Dort traf ich am Tatort überraschenderweise auf ein fröhliches Kleeblatt, das wieder einmal einige arbeitsame Stunden beim Mattenbrunnen zugebracht hatte. Den Grund für die gute Laune von Berthold, Engelbert, Wolfgang und Siegfried konnte ich bestens verstehen, ist doch der verwunschene Platz dabei, sich in eine sehr schöne Anlage zu verwandeln. Im Gespräch waren sie voll des Lobs für den Bauhof, der das Projekt nach Kräften unterstützt. 

 

Herzlichen Dank seitens der Vorstandschaft für den Einsatz – auch an die, die an diesem Samstag nicht dabei waren! Wir alle sind gespannt, wie sich die Sache weiterentwickeln wird. Außerdem hoffen wir auf Informationen zur Historie des Objekts. Über den Stand der Dinge unterrichtet die Rubrik "Denkmal-Arbeit".