Chroniken


2018


After Work Walk

Mit Willi Bächtoldwaren sechzehn Personen auf den Spuren der Schleitheimer Steinbrüche unterwegs. Er ist ein profunder Kenner der regionalen Geologie. Wir starteten am Wizzemer Steg und stiegen auf schmalem Pfad hinauf Richtung Hohwald. Bei der kleinen Grillstelle zeigte uns Willi den ersten Bruch, in dem Muschelkalk abgebaut wurde. Dieser diente vor allem als Material für den Wegebau. In den sechziger Jahren stieß man dabei auf jungsteinzeitliche Objekte, die nun im Museum bewundert werden können.

Durch wunderbar blühende Wiesen ging es Richtung Ländli. Schon bald darauf sahen wir erste Abraumhalden. Nahe des Wegs wartete der Steinbruch Lachenbruch auf uns. Hier wurde einst über Tage Fasergips und rosafarbener Alabastergips gebrochen. Willi erzählte uns hier von der großen Bedeutung der Schleitheimer Gipsindustrie. Gips diente als Dünger, aber auch als Baumaterial.

Nächstes Ziel war der imposante „Seebi-Steinbruch“, dessen Sandsteinarten weit in die Schweiz und nach Deutschland hinein geliefert wurde.  Er wurde beispielsweise im Kloster Allerheiligen, in St. Blasien und in Basel verbaut. Die  genauen Orte las uns Willi vor, er hatte sie im durch viel Glück gefundenen Fragment eines entsprechenden Auftragsbuches gefunden. Übrigens wurde hier auch der im Museum Schleitheimertal ausgestellte Urzeitlurch entdeckt und geborgen.

Zurück ging es im schönen Abendlicht, den Abendstieg ins Wutachtal bewältigten wir in der Dämmerung.


Kräuterwanderung

12 Personen trafen sich am Sonntag , den 13.05. 2018 an der Stadtscheuer , um unter der Leitung von Martin Junginger kräuter unserer Heimat und ihre Verwendung als Salat-, Wildgemüse und Heilkräuter kennen zu lernen . Die Wanderung führte auf dem Alpvereinsweg im Wald Richtung Eberfingen und auf der Wiese zurück zur Scheuer .
Zur Begrüßung gab´s spritzigen Holundersekt
Über die Wirkungsweise ,  Inhaltsstoffe und Zubereitung der folgenden Kräuter konnten die Teilnehmer interessantes Erfahren :
Waldmeister , Goldnessel , Brennessel , Schöllkraut Giersch Saalweide , Fichte ,Holunder , Thymian , Dost . Salbei , Spitzwegerich , Wiesenkerbel , Labkräuter , Schafgarbe , Kleearten , Ruchgras und andere Gräser ….
Zurück an der Stadtscheuer wurde der gröbste Hunger mit frisch gebackenem Brot , belegt mit „Tannenspitzenhonig“ zusammen mit Waldmeisterbowle gestillt . Anschließend wurden aus dem Sammelgut zuerst Holderküchle heiß ausgebacken und verzehrt . Dann stellten die Teilnehmer Tannenspitzenhonig , Holderblütensirup und Hustensaft mit   Spitzwegerich , Huflattich , Thymian , wildem Oreganum und Efeublättern her und füllten die Produkte in kleine Schraubdeckelgläschen und Flaschen .
Um 17 Uhr war die Küche der Scheuer wieder geputzt und in vorzeigbarem Zustand und die Teilnehmer konnten Proben von selbst zubereiteten Heilkräuterextrakten mit nach Hause nehmen .  


Unkomplizierter Arbeitseinsatz

Arnfried Winterhalder und Günter Buttle haben erfreulicherweise die „Elisabethenruhe“ wieder gerichtet. Sie lädt wie früher zum Verweilen ein. Außerdem lieh sich Arnfried die städtische Motorsense aus, um die Wanderwege vom Kloster bis unter die Strommasten und zum Schlauchweg freizuschneiden.
Zuvor hatten sie sich schon um den gelbe-Raute-Weg Richtung Judenlöcher gekümmert.
Dankeschön!


Schluchtensteigopening

Am Sonntag, den 6.5.2018 hatte der Schwarzwaldverein Stühlingen wie andere Schwarzwaldvereine, die ihren Zuständigkeitsbereich entlang des Schluchtensteigs haben, zum Schluchtensteigopening eingeladen.

9 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt und starteten am Bahnhof Lausheim-Blumegg. Zunächst führte sie Gerhard Kehl auf dem »Unteren Flüheweg« bis zum »Wellblechweg«. An der ehemaligen Moggerenmühle legte die Gruppe an der Wutach eine Rast ein.

An den Hängen breitete sich ein grüner Bärlauchteppich aus. Die weißen Blüten bezauberten mit ihrer Pracht genauso wie die helllila blühende Mondphiole. Weiter ging es auf dem Ostweg. Erikas wache Augen suchten nach einer sehr seltenen Pflanze, die es in Deutschland nur an fünf Standorten gibt. Und tatsächlich entdeckte sie hocherfreut den rotblauen Steinsamen. Vorbei am  Lunzifelsen, dessen Sage Gerhard zum Besten gab, dem Mannheimer Felsen und dem »Wächter von den Flühen« gelangten die Wanderer wieder zur Wutachbrücke und zum jGasthaus, wo Franz Duttlinger mit seinem Team eine große Anzahl Gäste zu versorgen hatte.Dort traf man auch Frau Recktenwaldt vom Schwarzwaldverein Blumberg mit einer Wandergruppe..


Besuch aus dem Frankenland

Vom 27.4. bis 1.5. hatten wir Besuch von unseren fränkischen Wanderfreunden, die uns im letzten Jahr die schöne Wanderwoche im Fichtelgebirge ausgerichtet hatten. Quartier bezogen sie im Kreuz in Weizen, wo sie richtig verwöhnt wurden.

Am Freitagabend trafen wir uns zur Begrüßungsrunde und einem gemeinsamen Essen. Den Samstag organisierten Ilona und Hans-Karl selbst, denn wir waren zum Vereinscoaching in Lenzkirch. Sie hatten sich für den Jägersteig und eine Besichtigung der Brauerei Rothaus entschieden. Beides gefiel ihnen gut.

Am Sonntag ging’s dann gemeinsam an den Rhein. Wir parkten in Altenburg und wanderten mit Veronika bei strahlendem Sonnenschein zunächst zum Kloster Rheinau. Nach der Besichtigung der Barockkirche nahmen wir flussaufwärts Kurs auf den Rheinfall. Mit stetem Blick auf das Wasser liefen wir auf dem schmalen Pfad flussaufwärts. Wir erfreuten uns an der herrlichen Flusslandschaft, dem frischen Grün der Bäume, den Wasservögeln und den Blumen. An einem Grillplatz machten wir Mittagsrast. An der Nohler Brücke verabschiedeten sich Marlies, Heinz, Toni und Jutta, während alle anderen dem Rheinfall zustrebten. Dort erwartete sie zwar ein Naturschauspiel, aber auch ein kleiner Kulturschock. Ringsum die Sehenswürdigkeit drängten sich die Touristen aus aller Herren Länder. 

Nachdem die Wanderer einen kurzen Blick auf Schloss Lauffen erhascht hatten, überquerten sie die Eisenbahnbrücke über den tosenden Rheinfall und reihten sich kurzzeitig in den Strom der Touristen ein. Nach einem kurzen Aufenthalt zum Fotografieren ging es weiter über Nohl flussabwärts. Inzwischen hatten die Vögel bereits ihr Nachmittagskonzert begonnen und man tauchte nochmals in die Natur ein. Schließlich führte der Wanderweg über die Felder zum Parkplatz in Altenburg zurück. Hier wurden die heiß gelaufenen Füße von den Wanderschuhen befreit und die Getränkeflaschen geleert. Der Abschied war herzlich, und die Gäste aus Franken freuten sich schon auf den nächsten Tag.

Am Montag fuhr man erst mit den Autos nach Blumberg wo Hans-Karl die von ihm vorbestellten Tickets für die Sauschwänzlebahn abholte. Dann führte uns Veronika über den Schluchtensteig und die Wutachflühen bergab. Unterwegs konnte man schon mal schauen wo man später mit der Dampflok wieder bergauf fahren und die Brücken über- bzw. die Tunnel durchqueren würde. An interessanten Punkten gab Veronika weitere Informationen, ob zu Natur oder Geschichte. Da die Bielwasenhütte von einer Gruppe aus Blumberg besetzt war gab es die Mittagspause auf dem Rastplatz vor dem Einstieg in die Flühen. Dort mussten wir leider feststellen dass jemand die Bretter an den von uns angelegten Treppen entfernt und entwendet hatte. Im weiteren Wegverlauf hatte der Wind wohl tags zuvor noch einen Baum umgeworfen. Aber es ging trotzdem durch, wenn auch mit etwas Hürdenlauf. Die Arbeit an unseren 174 km Wanderwegen geht nie aus! Unterwegs blühte der Bärlauch und der Türkenbund hatte schon Knospen angesetzt. Die Strecke gefiel auch unseren Gästen sehr gut. Aber beim Bahnhof Lausheim-Blumegg wurde dann doch beschlossen gleich dort auf den Zug zu warten und eine lange Kaffeepause einzulegen, ansonsten hätte man stramm marschieren müssen um rechtzeitig zum Bahnhof Weizen zu kommen. Frisch gestärkt ging es dann mit der Dampflok wieder hinauf nach Blumberg wo zum Abschluss noch im Schwarzwaldhof Schwarzwälder Spezialitäten eingekauft wurden. Zum Abschiedsessen im Kreuz traf man sich abends noch einmal, dabei wurde mit einer Saarländer Gruppe um die Wette gesungen. Und dann war es endgültig Zeit Abschied zu nehmen und unseren Freunden eine gute Heimreise nach Franken zu wünschen


Kooperation mit der Grundschule Weizen: Pflege des Wanderwegs Weizen-Grimmelshofen

Heute begleiteten uns die Drittklässler mit Herrn Laubis zum Arbeitseinsatz. Sie staunten nicht schlecht, dass der Schwarzwaldverein 174 km Wanderwege zu pflegen hat. Deshalb unterstützten sie uns mit Feuereifer.

Unser Wegewart Gerhard Kehl hatte viel Arbeitsgeräte und natürlich auch Arbeitshandschuhe mitgebracht. Er erklärte uns die Vorgehensweise. Auf der Etappe Weizen Bahnhof bis nach Grimmelshofen sollte auf dem schmalen Pfad das Laub mit Rechen entfernt werden. Außerdem galt es in den Weg hängende Zweige abzuschneiden und mit den Hacken den Weg zu begradigen oder die eine oder andere Stufe zu bauen. Gleichzeitig sammelten wir Müll auf. Das war aber erfreulicherweise nicht besonders viel. Auch die Wanderwegeschilder putzten wir!

Unterwegs trafen wir zwei Wanderinnen und einen Wanderer, die uns für unsere gute Arbeit lobten. Sie waren unterwegs auf dem Schluchtensteig, der wie auch der Ostweg (schwarz-rote Raute) auf unserem Wanderweg verläuft. Gerhard berichtete über die alten Verbindungswege von Grimmelshofen nach Weizen, die wir querten. Früher waren hier die Bauern und Kaufleute mit ihren Fuhrwerken unterwegs gewesen. Wir freuten uns über die vielen Mairiesli und all die anderen Blumen, die den Weg säumten. Am alten Salzweg stiegen wir hinunter nach Grimmelshofen und fuhren mit dem Bus zurück nach Weizen.

Ein herzliches Dankeschön an die fleißigen Mädchen und Jungen, die nun wissen, dass das Instandhalten von Wanderwegen ganz schön Arbeit macht!


Abendspaziergang und Austausch

Am Dienstag trafen wir uns im schönsten Abendlicht zu einer Besichtigung unserer Grimmelshofer Ländereien. Gerhard zeigte uns vor allem das Schmuckstück Wissigkofen. Dort blühten sogar schon die Trollblumen! Im Anschluss erfreuten wir uns an der Bachbummelenwiese (Sumpfdotterblumenwiese) auf dem Reichenberg.

Einkehr war im „Kreuz“ in Weizen. Dort machten wir „Hausaufgaben“ und tauschten uns über die Vorstandsarbeit und unsere Zukunftsvorstellungen aus. Veronika und Jutta werden so ausgerüstet am Samstag das vom „Runder Tisch Ehrenamt“ angebotene Vereinscoaching wahrnehmen. Wir sind gespannt, was wir von professioneller Seite lernen können.


After Work Walk

In diesem Jahr zieht es uns bei den Feierabendspaziergängen in die nahe Schweiz.

Zum Auftakt ging es ins Schleitheimertal. Via „Tüüfegass“ stiegen 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei schönstem Abendlicht hinauf auf den „Staufenberg“. Unser „Joker“ Willi Bächtold erklärte uns, dass der Name von „Stauf“, der mittelalterlichen Bezeichnung für Becher abgeleitet sei. Die Form des Gipfels sei einem solchen ähnlich. Außerdem wissen wir jetzt, dass die Schleitheimer in der Villa Aida Leichen (aus Ägypten) im Keller haben. Dann ging es hinunter ins Tal zum Standort des römischen Gutshofes „Vorholz“. Willi erzählte von der Römerstraße, die von hier aus über den Berg Richtung Hüfingen ging. Unser Ziel war der zweite Gutshof „Brüel“, der im heutigen Dorfkern bei der Kirche liegt. Wir genossen den Sonnenuntergang und die blaue Stunde in der wunderschönen Landschaft. Viele staunten über die schönen Häuser und Winkel von Schlaate.


Wanderung Lägeren


Sonntagswanderung

 

Rudi Kessler führte 12 schwindelfreie Mitwanderer über den gar nicht so kurzen Grat  der "Lägeren" von Baden nach Dielsdorf, auf der ersten Etappe des Jura-Höhenwegs. Der gerade beginnende Blattaustrieb liess noch viel Tiefblick nach rechts und links hinunter  zu. Von den Aussichtspunkten war eine tolle Rundumsicht in den Schwarzald und bis zu den Schweizer Berggipfeln gegeben. Auf dem Weg empfahl es sich aber eher auf die Felsen unter den Füßen zu achten und spätestens ab der Mittagsrast wussten alle warum Rudi gerne früh gestartet war. Ab dann nahm der Gegenverkehr merklich zu und es waren alle froh dass man die kritischsten Gratstellen bereits hinter sich hatte wenn wieder ausweichen angesagt war. Im kleinen aber feinen Örtchen Regensberg gab es einen Kaffehalt vor dem beginnenden Abstieg. Den schönen Wandertag  liess man im Kreuz in Weizen noch ausklingen.


Auch die gelben Rautenwege wollen gepflegt sein

Erfreuliche sieben Helfer waren heute beim Arbeitseinsatz in der Teufelsküche im Einsatz.

Der Winter hatte etliche Bäume auf den Wanderwegen der Teufelsküche gefällt und Wasser zum Teil den Wanderweg überspült. Die Helfer hatten schwere Arbeit zu leisten und sie taten dies auch mit der gewohnten Hingabe.

Bäume wurden entfernt, Treppenstufen gesetzt, Steinplatten zur Sicherung des Wanderweges gesucht und verlegt, Wasserwege freigemacht und Laub weggefegt. Die Teufelsküche -ein liebliches Kleinod zur nahen Schweiz- ist wieder gut begehbar, auch als Rundweg.

Zum Dank gab es von den Vorsitzenden ein Vesper in der freien Natur, was gerne angenommen wurde.

Während Gerhard und Veronika mit 5 Helfern in der Teufelsküche zugange waren sägte Walter Blattert auf Wunsch der Nachbarschaft die Eibe im Schürgarten zurück und Hedi und Toni waren behilflich bzw. beim Schneiden von Rosen und Efeu tätig.

Kooperation mit der Grundschule Weizen

 

Am 16.3.  startete die 6. Kooperationseinheit der Grundschule Weizen mit dem Schwarzwaldverein Stühlingen.

Unter der fachkundigen Anleitung des Wegewarts Gerhard Kehl und begleitet von Veronika Keller brachten die Schüler der 4.Klasse mit ihrem Klassenlehrer Mario Machnik ein ca. 1 km langes Stück Wanderweg an der Wutach wieder in Ordnung.

Zuerst wurden die Kinder am Treffpunkt sto-Parkplatz mit Handschuhen, Eimern und Laubbesen ausgerüstet. Außerdem klärte sie Gerhard Kehl über den Fluss »Wutach« mit seinen Quellflüssen Seebach, Gutach und Haslach auf.Kurz berichtete er über die Aufgabe des Schwarzwaldvereins , die Wanderwege zu pflegen und zu kennzeichnen.

Mit viel Engagement sammelten die Kinder den Müll ein und waren doch immer wieder verwundert, was es alles am Weg zu finden gab:Folien, Verpackungen, Windeln, Plastikteile, Flaschen u.v.m. Manche äußerten sich empört: »So eine Umweltverschmutzung!« Nebenbei lernten die Schüler, welche Mengen an Material ein Hochwasser mit sich führen kann und dass dieses zum Teil die Wanderwege versperrt. Sie hatten alle Hände voll zu tun, Holzhaufen aus dem Weg zu räumen. Dabei galt es an manchen Stellen gemeinsam anzupacken, was den Teamgeist forderte, aber auch gro0en Spaß bereitete.

Nach eineinhalb Stunden Arbeit war der Wanderweg sauber und gut begehbar hergerichtet. Gerhard Kehl und Veronika Keller lobten die Kinder für ihren fleißigen Einsatz. Als Dankeschön erhielt jedes Kind ein buntes Osterei, bevor der Rückweg zur Schule angetreten wurde.


Ostern

 

Am Ostermontag machten sich 14 Teilnehmer/innen bei warmem, sonnigen Frühlingswetter zu einem Rundgang um die Klosterinsel Reichenau auf.
Von Oberzell aus führte sie Veronika Keller zunächst auf die Hochwart, mit 438m der höchste Punkt der Insel. Von dort genossen alle den Blick Richtung schneebedeckter Alpenkette, dem Schweizer Bodenseeufer, dem Gnadensee mit Allensbach, den Hegaubergen und der Höri.Willi Bächtold aus der Schweiz wusste einiges über die Beziehungen zwischen Schleitheim und dem Weinanbau auf der Reichenau zu erzählen.
Auf dem Uferweg wurde dann an der Schiffslände vorbei zum Campingsplatz »Sandseele« weitergewandert, wo in der Sonne das Vesper verzehrt wurde.
In Niederzell erfuhr die Gruppe einiges über die Kirche Skt. Peter und Paul und stattete dem Museum daneben einen Besuch ab.
Die Wanderroute führte weiter nach Mittelzell. Hier lockte die große ehemalige Klosteranlage mit Kräutergarten und Münster zur Besichtigung.Vorbei wandernd am jDorfplatz mit der 700 Jahre alten Gerichtslinde freuten sich alle auf eine Pause im »Literaturcafé«. Umgeben von Hunderten von Büchern und Zeitschriften , die zum Schmökern einladen, genossen die Teilnehmer das kulinarische Angebot.
Auf der belebten Seestraße gelangten sie nach Oberzell zurück.«Nochmals eine Kirche«, mochte mancher stöhnen, doch der Blick auf die 1200 Jahre alten renovierten Fresken in Skt. Georg rundeten die Tour ab.
Die »Inselerfahrung im Frühling« hatte bei der Gruppe großen Anklang gefunden.


Wanderung zur Stühlinger Hütte

 

Eigentlich war unsere erste Wanderung der Saison als „Frühlingswanderung“ geplant, aber die erhofften Märzenbecher waren unter einer dicken Schneedecke versteckt. Trotzdem war eine interessante Tour garantiert. Wanderführer Gerhard Kehl hatte Revierförster Bernd Bottler eingeladen, über die Waldbaumaßnahmen im Gewann „Kuhhalde“ zu informieren. Dort wurden unlängst planmäßig 1700 Festmeter Holz geerntet, was natürlich für entsprechende optische Veränderungen sorgte. Bernd Bottler betonte, dass dadurch der Premiumwanderweg in den nächsten fünfzehn Jahren nicht mehr beeinträchtigt werden müsse. Der wichtige Pfad wurde Dank der kalten Witterung und einer umsichtig agierenden Fachfirma trotz der verwendeten großen Maschinen weitgehend schonend behandelt. Bernd Bottler bekannte in diesem Zusammenhang: „Ich bin so glücklich wie dieser Hieb gelaufen ist!“ Das ist nicht selbstverständlich an einem Standort mit steilen, trockenen Südhängen wie der „Kuhhalde“. Der Förster erklärte, dass es Zeit war, die Fichten zu schlagen, um der Naturverjüngung Raum zu geben. „Sie garantiert höchst mögliche Vitalität, auf diese bauen wir!“ Die Nadelbäume entlang des Wanderweges waren gut hundertjährig und somit erntereif. Auch von „Burglind“ umgeschmissenes Sturmholz war noch zu sehen. Es wird erst später aufgearbeitet, besteht doch kein Druck durch den Borkenkäfer, weil die ausgerissenen Wurzeln das Holz weiter lebendig halten. Dem Klimawandel ist es geschuldet, dass die Fichten mit ihren flachen Wurzeln an diesem Kalkschutthang künftig nur noch maximal dreißig Prozent ausmachen werden. Stattdessen kommen vermehrt Buchen, Spitzahorn und Lärchen zum Zug. Während des Holzhiebs fielen auch zahlreiche Eschen. Bottler bezeichnete sie als „Opfer der Globalisierung“, wurde doch Pilz, der für das Eschentriebsterben verantwortlich ist, aus Übersee eingeschleppt. Auch Spuren des Eschenbastkäfers waren zu sehen. Sie werden dem Baum ebenfalls gefährlich, weil sie dessen Rinde zerstören. Die Eschen, deren Triebe und Wurzeln absterben, haben keine Haltekraft mehr. Gerade entlang eines stark frequentierten Wanderweges sind sie ein Risiko, das beseitigt werden muss. Nebenbei löste Bernd Bottler auch das Rätsel der mit „S“ markierten Bäume. Diese bleiben für Spechte und weitere Höhlenbrüter stehen, denn der Forst setzt sich naturgemäß auch für den Artenschutz ein. Vom „Schluchtensteig“ aus wanderte die dreizehnköpfige Wanderschar ein Stück auf dem „Alten Salzweg“. Gerhard Kehl berichtete, dass hier das „weiße Gold“ mit Karren von Bad Reichenhall ins Kloster St. Blasien transportiert wurde. Dann ging es hinauf zur „Stühlinger Hütte“, die wir 1909 als Schutzhütte errichtet haben. Von dort genossen alle den weiten Blick hinüber zu den Wutachflühen.


Arbeitseinsatz in den Wutachflühen

 

Auch in diesem Jahr machte sich der Schwarzwaldverein daran, den Schluchtensteig rechtzeitig vor Ostern für die beginnende Wandersaison zu richten.  Dies bereitet vor allem in den „Wutachflühen“ viel Mühe. So war die Begeisterung groß, als sich zu den zehn vereinseigenen Helfern weitere elf Personen der Bergrettungswache Wutach für den Arbeitseinsatz anmeldeten. Die Kontakte zwischen den beiden Vereinen waren durch den runden Tisch „Ehrenamt in der Wutachregion“ zustande gekommen. Nun füllten sie den in diesem Rahmen oft zitierten Wunsch der „Vernetzung untereinander“ gleich tatkräftig mit Leben. Außerdem verwies der Vorsitzende Volker Krems darauf, dass auch die Bergwacht sich satzungsgemäß mit Naturschutz beschäftige. Nebenbei erfuhren die Beteiligten von den Aktiven des Schwarzwaldvereins Interessantes über die Geschichte, besondere Sehenswürdigkeiten und die Flora der Wutachflühen. SWV-Wegewart Gerhard Kehl schickte seine Helferschar in die unterschiedlichen Bereiche des steilen Bergpfads. Hier galt es Wegabschnitte wieder zu ebnen und zu befestigen, Laub abzurechen, überhängende Bäume zu entfernen sowie diverse Geländer und einen Steg zu sanieren. Bäume, die den Weg versperrten, hatten Blumberger Forstarbeiter bereits im Vorfeld beseitigt. Besonders anspruchsvoll war die Wegbefestigung im Gebiet eines Erdrutsches. Klaus Gut aus Fützen freute sich, hier auch versierte Leute der Bergwacht mit der entsprechenden Ausrüstung an seiner Seite zu haben. Das benötigte Material wurde im steilen Gelände abgeseilt und der Wanderweg stabilisiert. Gleichzeitig gelang es dem Team, die hier latent vorhandene Steinschlaggefahr zu beseitigen. Traditionell ging es im Anschluss wieder ins Gasthaus „Weiler“. Franz und Brigitte Duttlinger ließen es sich nicht nehmen, die große Gruppe als Dank für das Engagement im Zeichen des Tourismus gratis aufs Beste zu verköstigen. Veronika, Toni und Jutta nutzten die Gelegenheit, Franz Duttlinger die Ehrennadel in Silber für 25jährige Mitgliedschaft im Schwarzwaldverein zu überreichen. Wegewart Gerhard Kehl überreichte an Volker Krems eine Spende in Höhe von 200 Euro. Übrigens: Die Bergwacht hatte an diesem Morgen auch Einsatzbereitschaft und hätte bei einem Notfall eilends ihren Arbeitsplatz in den Flühen verlassen müssen. Zum Glück war das nicht der Fall!


Kooperation mit der Grundschule Weizen - dem Biber auf der Spur

 

Auch die Erstklässler wollten mehr über den Biber erfahren und so wanderten Veronika und ich mit ihnen und ihrer Lehrerin Eva Schnitzer auf dem Pfad des Schluchtensteigs entlang der Wutach. Es dauerte nicht lange bis wir erste von den scharfen Zähnen des Nagetiers bearbeitete Äste fanden. Auch die Biberwege von der Wutach in ihr Rückzugsgebiet waren deutlich erkennbar. Groß war die Freude, als wir vom Biber gefällte Baumstämme und noch ganz frische Späne fanden. Für die in der Schule geplante Ausstellung waren die Kinder bereit,  einiges an Trophäen zu schleppen. Nach einem Abstecher zum Damm marschierten wir über den Sportplatz bis nach Stühlingen. An der evangelischen Kirche wurden die Stühlinger Kinder abgeholt, wir anderen stiegen wieder in den Bus nach Weizen.


Fotogallerie Generalversammlung 2018


Die Wanderung zum Museum mit der OG Bernau fiel leider aus wegen Vereisung des Wanderweges. Dafür ging es nach dem Besuch des Museums ArtPlus in Donaueschingen noch zu einem Abstecker an die in neuem Glanz strahlende Donauquelle.


Winterwanderung

Winterwanderung bei eisigen Temperaturen

 

Bei Sonnenschein, klarem blauem Himmel, bissigem Ostwind und eisigen Temperaturen folgten am Sonntag (24.Februar) 15 Wanderer der Einladung des Schwarzwaldvereins zur 3. Winterwanderung in diesem Jahr.

Max Bühler wagte mit den gut ausgerüsteten Teilnehmern die Begehung der Wutachflühen auf dem oberen Flüheweg. Er spickte seine Führung hin und wieder an markanten Plätzen wie der Wutachbrücke, dem Mannheimer Felsen und dem Lunzifelsen mit Episoden und Sagen. Sehr zur Freude aller zeigten sich die Märzenbecher als blühende kleine Teppiche inmitten der zu Stein und Bein gefrorenen Umgebung.

Der 1. Teil des Weges forderte an vielen Stellen die ganze Aufmerksamkeit der Wanderer.Ab Fützen konnten dann alle entspannt auf dem breiten Verbindungsweg nach Grimmelshofen die herrlichen Blicke zum Randen und zu Eich- und Buchberg genießen.

Dank Max Bühlers umsichtiger Führung kam die Gruppe wohlbehalten am Ausgangspunkt wieder an.

Es war ein eisiges und sonniges Vergnügen!


Kooperation mit der Grundschule Weizen

Märzenbecher, Schneeglöckchen oder was? Diese Frage stellte sich den Zweitklässlern der Grundschule Weizen. Veronika nahm sie deshalb mit auf eine Wanderung, die vom Behagelweg in Stühlingen über den mittleren Waldweg nach Weizen führte. Schon im Garten von Frau Essig entdeckten wir erste Frühblüher. Hier erklärte Veronika auch den Unterschied von Schneeglöckchen und Märzenbechern. Was würden wir wohl im Wald finden? Und: Blühen bei dieser Eiseskälte überhaupt schon Blumen? Die Freude war groß, als wir entlang eines Bächleins Hunderte von Märzenbechern entdeckten. Sie hatten sich wegen der frostigen Temperaturen ganz klein gemacht und ihre Blüten geschlossen. Bei den ersten Sonnenstrahlen wird dies wieder anders sein. Veronika las uns hier ein Märchen vor und sorgte später mit Erdnüssen für neue Energie. Die Märzenbecher beziehen ihre Energie wie viele andere Frühblüher aus ihren Zwiebeln. Deshalb macht es ihnen auch nichts aus, wenn der Boden gefroren ist. Nach 4,5 km auf dem Wanderweg kamen wir glücklich in der Schule an. Dort schenkte Veronika der Klasse 2 noch Narzissen und Hyazinthen, die sie beim Wachsen beobachten können. Ein großes Lob den lauffreudigen Kindern und den Eltern, die ihre Sprösslinge bestens gegen die Kälte ausgerüstet hatten!


Kooperation mit der Grundschule Weizen

Dieses Mal waren wir mit der vierten Klasse auf den Spuren der Biber. Alle waren gespannt, ob wir welche finden würden. Aufregend wurde es bereits auf dem Wanderpfad im ehemaligen Auenwald: Im feinen Sand hatte ein Biber seine Abdrücke hinterlassen. Schon bald entdeckten wir Zweige und Äste, die er mit seinen scharfen Zähnen abgenagt hatte. Überall waren seine Pfade zu sehen und schon bald auch von ihm gefällte Bäume in der typischen Form einer Sanduhr. Wo sein Bau ist, verraten wir aber nicht ;)! Natürlich haben wir zunächst keines der nachtaktiven Tiere entdeckt. Große Augen aber gab es, als uns ein Prachtexemplar aus meinem Kofferraum heraus anblickte! Das stammt aus der Werkstatt von unserem Martin, der das überfahrene Tier schön präpariert hatte. Es bleibt jetzt einige Zeit in der Weizener Schule, denn die Klasse 4 beschäftigt sich im Unterricht weiter mit dem Biber.  Mit von der Partie waren auch Sabine Wagner vom Regierungspräsidium und Veronika. Übrigens: Die Kinder sind super gewandert!


Erika in Stuttgart

Nach dem Bundespräsidenten Christian Wulff und Gerlinde Kretschmann kennt unsere  Erika nun auch den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann persönlich. Am Freitag, den 19. Januar dinierte sie mit ihm und vielen anderen Gästen im Neuen Schloss in Stuttgart.

Der Neujahrsempfang der Landesregierung stand in diesem Jahr unter dem Thema „Natur und Umwelt“. Erika war als unsere langjährige Vorsitzende und Naturschützerin mit Leib und Seele zu diesem besonderen eingeladen. Sie war eine der Vertreterinnen und Vertreter der Natur- und Umweltverbände, denen diese Ehre zu Teil wurde. Begleitet wurde sie von Veronika. In den festlich geschmückten Sälen wartete ein schönes Programm auf die Festgäste. Abwechslungsreiche Beiträge junger Musikpreisträger zählten genauso dazu wie Zirkuseinlagen. Nach dem Sektempfang sprach Ministerpräsident Winfried Kretschmann über Erhalt und Förderung der biologischen Vielfalt. Dabei gab er auch seiner Sorge über den Rückgang von Tier- und Pflanzenarten in Baden-Württemberg Ausdruck. “Die Natur ist unsere Lebensgrundlage. Sie zu erhalten ist eine Generationenaufgabe, die wir anpacken müssen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die sich für den Schutz der Natur einsetzen!“, betonte der Ministerpräsident. Beim anschließenden Essen bestand für die Anwesenden die Möglichkeit sich mit anderen erfahrenen Naturschützern zu unterhalten.


Winterwanderungen

28.01.2018

Unsere zweite Winterwanderung starteten wir bei schönstem Wetter in Schleitheim. Auf dem Ostweg ging es mit Blick auf den schönen Randen Richtung Babental und weiter im Wald oberhalb der Sondermülldeponie Pflumm. Unterwegs staunten wir über die mächtigen Eichenstämme am Wegesrand, die kleinen Bächlein und den Teich, in dem sich die  Weiden spiegelten. Die Deponie wird vom Kanton Schaffhausen betrieben und liegt, wie zu erfahren war, auf Gächlinger Gemarkung.

An der Hohbrugg vorbei – das alte Gasthaus ist seit letztem Jahr geschlossen -  wanderte die 25-köpfige Schar mit Jutta und Gerhard hinauf nach St. Irgen. Alpengipfel lockten unterhalb der Wolken, das Schloss war bestens zu sehen und Schleitheim leuchtete im Sonnenschein. Zurück zum Ausgangspunkt liefen wir oberhalb des „Rachistel“, einer Anlage, die der Verkehrsverein Schleitheim 1909 mit Brücken, Bänken und Parkbäumen konzipiert hatte. 

14.01.2018

Veronika entführte uns bei der ersten Winterwanderung der Saison in ihr Revier auf der Baar. Wir starteten in Riedböhringen, wo sie uns Interessantes über Kardinal Bea erzählte. Dann wanderten wir via Sulzbachtal nach Eschach und weiter über den Kegelbuck nach Opferdingen. Die 34-köpfige Wanderschar genoss die schöne Landschaft und den weiten Blick bis hinüber nach Mundelfingen und Döggingen. Veronika wusste unterwegs allerlei Wissenswertes zu erzählen. Der Rückweg führte uns durchs Eschachtal wieder zurück nach Riedböhringen. In Stühlingen wartete dann auf einige von uns im Cafe Bruder noch ein feines Stück Kuchen.