2018 Teil 2


Bootswoche auf der Lahn

Der Schwarzwaldverein Stühlingen hatte eine Bootswoche auf der Lahn angeboten. 8 Personen, unterstützt am ersten Paddeltag durch Tonis Schwester und Schwager, nahmen daran teil. Am Samstag fuhr man bis nach Marburg wo eine Stadtführung gebucht war. Die begann in der Aula der ältesten protestantischen Universität Europas. Hier hängen monumentale Bilder von geschichtlichen Ereignissen in Marburg. Dann ging es über viele Treppen und Gässchen durch die Altstadt mit der kundigen Führerin. Am nächsten Morgen wurde ab Roth gepaddelt, und zwar durch ein Naturschutzgebiet mit vielen Vögeln. Anlegen konnte man am Abend direkt beim Hotel „Altes Eishaus“. Dieses war früher wirklich das Eishaus für eine Brauerei, und es hängen auch noch Gerätschaften in den Räumen die zum Transport des auf der Lahn gebrochenen Eises nötig waren. Am zweiten Tag ging es bis Wetzlar. Da war neben Bootsrutschen dann auch schon die erste der handbetriebenen Schleusen zu bedienen. Auch Wetzlar entpuppte sich als sehr nettes Städtchen. Die nächste Etappe ging bis Leun, von wo uns zwei Taxis nach Braunfels ins Hotel brachten. Dort nahm ein Teil der Gruppe an einer Führung durch das schöne und sehr gut erhaltene Schloss Braunfels teil. Am Morgen ging es wieder per Taxi zur Lahn und weiter bis Weilburg. Hier schauten wir uns noch den einzigen Schifftunnel Deutschlands an, bevor wir ihn links liegen ließen und zur Anlagestellte paddelten um zu unserem Hotel, dem Lahnbahnof zu gehen. Dies war wirklich ein alter Bahnhof, die Bahnsteige wurden etwas weiter nach links verlegt und jetzt kann man auf dem ehemaligen Bahnsteig gemütlich unter dem Vordach sitzen und essen. Das taten wir auch, zuvor ging es aber hinauf zu Schloss Weilburg mit seiner herrlichen Gartenanlage. Am Morgen ging es dann wirklich durch den Schiffstunnel und die beiden anschließenden Schleusen und weiter bis nach Villmar. Zwischendurch gab es auch mal etwas mehr Strömung nachdem sonst meist kräftig gepaddelt werden musste da durch die vielen Wehre die Lahn viel aufgestaut ist. Und der Wasserstand nach Auskunft der Kanuvermietung niedrig wie noch nie war. Aber laufen mussten wir nicht, es gab immer genug Wasser unterm Kiel, auch wenn es in den Bootsgassen durch die unten angebrachten Borsten eher wie „Unterbodenwäsche“ war als das sonst spritzige Vergnügen. In Villmar war dann die Paddelei vorbei. Die Boote wurden geputzt und angekettet bevor es mit dem Zug nach Limburg ging. Dort hatten wir dann am nächsten Morgen eine Stadtführung gebucht. Diese ging durch die schöne Altstadt bis hinauf zum Dom. Unterwegs machte uns die Führerin auf viele „Steine des Anstoßes“ aufmerksam. Diese standen bei alten Häusern extra an den Ecken hervor damit das Haus nicht beschädigt wurde wenn ein Gefährt „die Kurve kratzte“. Den speziellen „Stein des Anstoßes“ von Limburg, den Bischofssitz, samt der angebauten Kapelle in schwarzem Stein, (den die Einheimischen die „Limburger Kaaba“ nennen), mussten wir uns natürlich auch ansehen. Zumindest von außen.


Arbeitseinsatz

Der Arbeitseinsatz hat trotz der Hitze stattgefunden, es war vermutlich aufgrund der Hitze jedoch recht bescheiden, es waren insgesamt 5 Helfer, die oberhalb des Friedhofes und am Schluchtensteig insgesamt 4 Stufen gesetzt haben und  Wanderwege verbessert haben.


Rund um den Magdalenenberg bei Villingen

Am Mittwoch, den 1.August führte Veronika Keller eine 10köpfige Wandergruppe zum Magdalenenbergle bei Villingen. Vom Sportplatz Pfaffenweiler aus begaben sich die Teilnehmer/innen zum Naturschutzgebiet Tannhörnle, wo sich ein weiter Blick ins Brigachtal auf der einen Seite und nach Villingen auf der anderen Seite bot. Schon bald konnten die die 10 in die Höhe ragenden Holzpfosten auf dem enemaligen Grabhügel eines Keltenfürsten sehen. Auf dem extra zur Information angelegten und mit Bildtafeln versehenen Rundweg informierte die Wanderführerin über die geschichtliche Bedeutung dieser Grabstätte.

Durch den Laiblewald ging die Tour weiter ins Warenbachtal. Hier faszinierten die ausdrucksstarken Holzskulpturen eines russischen Sägeweltmeisters.

Vorbei am Schleifehof und der Schleifehofkapelle führte der Weg zur Ruine der ehemaligen Runstalburg. Über Wiesenpfade gelangten die Wanderer schließlich zum Sühnekreuz an der Poleneiche. Betroffen hörten sie vom Schicksal eines polnischen Kriegsgefangenen und seiner deutschen Freundin im 2. Weltkrieg.

Kurz darauf war der Ausgangspunkt bei Pfaffenweiler wieder erreicht.

Eine Einkehr im Cafe Gehringer in Bräunlingen rundete die Wanderung ab.


Mittwochswanderung

Am Mittwoch, den 1.August führte Veronika Keller eine 10köpfige Wandergruppe zum Magdalenenbergle bei Villingen. Vom Sportplatz Pfaffenweiler aus begaben sich die Teilnehmer/innen zum Naturschutzgebiet Tannhörnle, wo sich ein weiter Blick ins Brigachtal auf der einen Seite und nach Villingen auf der anderen Seite bot. Schon bald konnten die die 10 in die Höhe ragenden Holzpfosten auf dem enemaligen Grabhügel eines Keltenfürsten sehen. Auf dem extra zur Information angelegten und mit Bildtafeln versehenen Rundweg informierte die Wanderführerin über die geschichtliche Bedeutung dieser Grabstätte.

Durch den Laiblewald ging die Tour weiter ins Warenbachtal. Hier faszinierten die ausdrucksstarken Holzskulpturen eines russischen Sägeweltmeisters.

Vorbei am Schleifehof und der Schleifehofkapelle führte der Weg zur Ruine der ehemaligen Runstalburg. Über Wiesenpfade gelangten die Wanderer schließlich zum Sühnekreuz an der Poleneiche. Betroffen hörten sie vom Schicksal eines polnischen Kriegsgefangenen und seiner deutschen Freundin im 2. Weltkrieg.

Kurz darauf war der Ausgangspunkt bei Pfaffenweiler wieder erreicht.

Eine Einkehr im Cafe Gehringer in Bräunlingen rundete die Wanderung ab.


RUnd um Baden

Eine spannende Tour rund um Baden bot uns Wanderführer Hans Maier. Vom Schulhausplatz führte er uns auf den Chrüzliberg (514m), wo sich uns bereits ein erster schöner Ausblick bot. Von dort aus ging es weiter in den spannenden Tüfels-Chäller mit Nagelfluhfelsen und kleinen Schluchten. Den Teufel trafen wir zum Glück nicht, aber Erika entdeckte Hexenkraut. Über die Spittelau liefen wir hinauf zur Baldegg, wo wir in der schönen Liegehalle unter hohen Bäumen unseren Kaffi trinken konnten. So gestärkt bestiegen die meisten von uns den 37m hohen Baldegger Wasserturm. Leider versteckten sich die Alpen, aber der Blick zum Schwarzwald und ins Jura entschädigte uns. Dann querten wir hinüber zur Ruine Stein. Von dort aus stiegen wir hinunter in die Altstadt, die mit vielen lauschigen Plätzen aufwartete. Über die Holzbrücke wanderten wir ein Stück an der Limmat entlang, um später mit Hilfe einer steilen Treppe wieder am Ausgangspunkt anzukommen. Das geschah nicht ohne einen Schlenker durch den Park der Villa Boveri.

 

An allen wichtigen Orten versorgte uns Hans mit umfassenden historischen Details, Sagen und Anekdoten. So wissen wir jetzt, warum Baden die „Spanisch-Brötli-Stadt“ heißt und dass der Ort früher so etwas wie die heimliche Hauptstadt der Schweiz war. Für seine Tour hatte Hans einen erfrischenden Cocktail aus Natur und Sehenswürdigkeiten gemixt. Große Strecken verliefen im Wald, sodass uns die Hitze nichts anhaben konnte.


Mittwochswanderung

Hedi führte uns in Lenzkirch zuerst auf den Sommerberg, über Stadtmusikweg und einen Teil von Kuckys Welt an einem schönen Rast- und Spielplatz vorbei in Richtung Hira. Kurze Rast gab es am interessanten Hira-Kreuz, Mittagspause auf Holzstämmen im Wald. Der Hira-Hof lag dann auf der Schleife die uns wieder zurück Richtung Lenzkirch, und hier zur Ruine Alt-Urach brachte. Hedi hatte bei der Vorwanderung entdeckt dass diese mit Stühlingen, bzw. den Herren von Blumegg und Fürstenberg, verbunden ist. Dann führte sie uns noch über die Haslach und über den Friedhof mit seinen alten Grabsteinen bevor es an der Schule vorbei wieder zum Parkplatz ging. Zu guter Letzt durften wir noch den wunderschönen Garten vom Andrea Baier besichtigen, bei der wir uns herzlich bedanken!


Gartenfahrt

41 Personen, 4 davon von der Ortsgruppe Lenzkirch, machten sich am Samstagmorgen mit dem Schwarzwaldverein auf den Weg nach Bleichheim. Dort bewohnt Hansjörg Haas die ehemalige „Herrenmühle“ beim früheren Schloß. Durch einen Besitzerwechsel vor 8 Jahren kam er ganz unverhofft an seinen mittlerweile siebten Garten. Als Fachmann gerufen um die Möglichkeiten des neuen Besitzes zu begutachten fragte er was mit der ehemaligen Mühle geschehen solle. Die Antwort war dass man einen Mieter suche. Ganz spontan meinte er „Das wäre doch was für mich“.  Denn wie er in seinem Dialekt so schön sagte „Mengmol goht ebbes durs Muul bevur es durs Hirn isch“.  Aber offenbar passte es auch nach einigem Nachdenken, denn er sah einfach von Anfang an die Möglichkeiten. Und auch die über die Jahre gesammelten Steine fanden nun einen neuen Bestimmungsort. Ob als Beeteinfassung, als Wasserbecken oder Pflasterflächen, oder ein alter Schüttstein als Brunnentrog. Wenn man so durch diesen Garten wandert kann man fast nicht glauben dass da vor 7 Jahren noch gar nichts war außer den alten Nussbäumen. Das Wasserbecken stellt den Bezug zur alten Mühle wieder her und der Senkgarten sorgt für mediterrane Atmosphäre. Natürlich auch durch die entsprechende Bepflanzung. Diese ist vielfältig und einfach wunderschön. Seien es die Spanischen Gänseblümchen am den Mauern, die Hosta- und Hortensien im Schatten, die verschiedensten Holunder, Gräser, Zierlauch, Agapanthus, Salbeiarten, und , und, und.

Man hätte noch Stunden verweilen können, aber wir mussten nach 2 Stunden weiter. In Köndringen stärkten wir uns im Glashaus mit italienischer Küche für die bevorstehende Weinprobe beim Weingut Köbelin in Eichstetten. Dort wurden wir zwar mit einigen Regentropfen zum Sekt empfangen, diese verdampften aber schnell wieder. Arndt Köbelin informierte uns nicht nur über seinen Betrieb sondern auch über die Philosophie hinter seinem Neubau außerhalb des Dorfkerns. Es wurden Materialien verwendet die auch bei der Produktion der Weine zum Einsatz kommen. Zum Beispiel Löss für die Wand mit der Treppe (die aufs Dach führt, von dem man einen schönen Rundumblick über die Reben hat), verzinkten Draht als Geländer, wie er auch im Weinberg genutzt wird um die Reben daran zu ziehen. Und Eichenholz für Treppenstufe, Theke und Tische, wie es auch bei den Fässern zum Einsatz kommt. In diesen lagert bei ihm nicht nur der Rotwein, sondern auch mancher Weißwein für kurze Zeit. Während des Gangs durch Degustier-Raum, Dachterrasse, Edelstahlkeller, Abfüllraum und Fasskeller gab es immer wieder eine neue Kostprobe. Und zu guter Letzt bestiegen wir 2 Anhänger mit denen wir in die Rebanlagen gefahren wurden. Unterwegs gab es immer wieder Informationen zum Anbau und der Bewirtschaftung. Und natürlich Wein – mit Blick auf Eichstetten und den Kaiserstuhl bis zu den Vogesen. Ein Besuch bei den Schweinen und Ziegen – Hobby von Vater und Tochter – durfte nicht fehlen. Wird der Mist doch auch als Dünger genutzt, denn man kommt ohne synthetischen Dünger aus. Vor der Abfahrt wurde von der/dem einen oder anderen noch Wein gekauft, zum Glück hatte der Bus mehrere Lagermöglichkeiten denn in einer Hälfte befanden sich schon jede Menge Pflanzen die daheim die Gärten um Stühlingen verschönern sollen.


AWW Teufelsküche und Grenzpfad

 

23 Wanderlustige machten sich am Freitagabend zum Feierabendspaziergang auf. Vom Schinderwaldparkplatz ging es via Ziegelhütte in die Teufelsküche. Diese hatten das Team um unseren Wegewart Gerhard Kehl im Frühjahr bestens hergerichtet. Wir genossen den verwunschenen Ort, den einst Elmar Zimmermann mit einigen Helfern zugänglich gemacht hatte. Wie das damals war, erfuhren wir aus seinen Texten. Am Ende der Schlucht wartete der Grenzpfad auf uns. Wir bestaunten nicht nur den stattlichen Dreimärker im Merkedel, sondern erfuhren auch einiges über die Geschichte der „Hostiz“ und deren Ende. Zum Schluss trafen wir sogar auf den von Gerhard versprochenen Adler. Auf dem Waldweg ging es dann hinab zum Ausgangspunkt.