Schürgarten


2016 ist der Schürgarten offiziell geöffnet am Sonntag 1. Mai im Rahmen der Ausstellung „Tierische Zeiten“ von 14.00 – 17.00 Uhr. In dieser Zeit gibt es auch einen Pflanzenflohmarkt mit Ablegern.

Geöffnet ist ebenfalls am Städtlefest 9. Juli von 16 – 19 Uhrund an dem Wochenende 10. und 11. September im Rahmen von „Garten und Kunst“ jeweils 14.00 – 17.00 Uhr. Das genaue Programm für das Gartenwochenende im September wird zeitnah bekannt gegeben.

Gerne kann man aber auch einfach kommen und durchlaufen wenn jemand von uns im Garten beschäftigt ist. Über interessierte Personen die bei der Pflege mithelfen wollen (egal wie oft) würden wir uns ebenfalls freuen.


Unser Schürgarten, ehemals altkatholischer Pfarrgarten, beherbergt eine Vielzahl von typischen und speziellen Kräuter-und Bauerngartenpflanzen. Nutzen Sie die Angebote der Zusatzveranstaltungen, die wir über das Mitteilungsblatt bekannt geben.

Einer der historisch wertvollen ehemaligen Bürgergärten am Fuße des
Schlossberges zwischen der Eberfinger- und Schlossstrasse gehört dem Schwarzwaldverein Stühlingen.
Die Lage gegenüber der vereinseigenen Schür am Stadtgraben war ausschlaggebend dafür, dass der Schwarzwaldverein im Jahr 2000 das Projekt in Angriff nahm und den Garten von der altkatholischen Kirchengemeinde für DM 6000 kaufte.
Mit einem vorläufigen Gartenplan von Anja Hinck-Neumann ging man erfolgreich auf Geldsuche, ca. 17.000 Euro wurden in CO-Finanzierung gewährt.
Seither wurden ca. 40.000 Euro und 3000 Arbeitsstunden investiert.
Die  hohen Kosten kamen hauptsächlich durch die Mauersanierung, Umzäunung  und den Kaufpreis zustande.
Der Garten wurde enthurstet und völlig umgestaltet. Den Plan dafür fertigte Emil Wiesli, Gartenarchitekt aus Schaffhausen.
Viel Muskelkraft und Zeit steckte hauptsächlich Herbert Scheuch in das Projekt.
Wesentlich dabei geholfen haben, Mike Sibler, Martin Scheuble, Florian und Christian Hertenstein.
Liebevoll restauriert und aus seinem baufälligen Dornröschenschlaf geholt wurde auch das Gartenhäuschen aus dem 19. Jahrhundert. Norbert Beringer ersetzte die kaputten Holzteile und Anton Fischer, der auch den alten Brunnen mit der Jahreszahl 1844 wieder hergestellt hat, verhalf ihm mittels Farbe zu neuem Glanz. Markus Tröndle spendete einen großen Teil seiner Spenglerarbeiten.
Erforscht ist die Geschichte des ehemaligen Schulgartens. Die neben dem unteren Tor stehende Schule (Herrengasse 2) hatte ursprünglich „nebenan auf einer hohen Mauerterrasse einen Kräutergarten“. Als dieser 1723 als Bauplatz abgegeben wurde, erhielt der Lehrer einen größeren Garten außerhalb der Mauern zugewiesen und musste sich verpflichten, diesen Garten auf eigene Kosten „in den Hägen zuhalten und zudem vier arme Kinder umsonst im Lesen und Schreiben unterrichten .“
Aus dem Grundbuch weiß man, dass das Flurstück 229 „vierzig Ruten Krautgarten vor dem Städtchen“ einst aus dem Nachlass von Gregor Rösler stammte, der 1844 verstarb. Dessen Nachfahrin Sophia Würth geborene Rösler vermachte das Grundstück später einer katholischen Einrichtung in Bonn. Diese konnte allerdings wenig damit anfangen und schenkte es an die altkatholische Pfarrgemeinde Stühlingen.
Aus der neueren Zeit weiß man, dass die Frau von Pfarrer Reinelt den Garten liebevoll pflegte und er selbst im Rondell wandelnd sein Brevier zu lesen pflegte. Später war der Garten je nach Mieter des altkatholischen Pfarrhauses in gutem oder weniger guten Zustand. Zuletzt verwilderte er. Dieser Zustand war Hermann Büche ein Dorn im Auge und er schlug dem Schwarzwaldverein die Übernahme vor.


Auf Anfrage können Führungen organisiert werden.
Erika Scheuch, Tel. 07744 260

Antonia Kramer-Diem, Tel. 07744 6907

Erika Scheuch, Stühlingen im März 2008