Hortulus & mehr: 15./16.6.24
Das erste Garten- und Ausstellungswochenende verlief zufriedenstellend. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher von nah und fern genossen Erikas Hortulusführungen und Tonis eigens nach mittelalterlicher Art bepflanzte Gemüsebeete. Tonia und Ludwig sorgten mit ihren „magischen“ Installationen für viel Schmunzeln.
Auch die variantenreiche Kunstausstellung mit Bildern und Skulpturen von unseren zwölf „Bauernkriegsfahnen“-Künstlerinnen und -künstlern war gut besucht! Das 3-Frauen-Foto  zeigt unser Gartenteam Toni, Susanne und Erika.


Vernissage „Mittelalterliche Gartenmagie trifft auf zeitgenössische Kunst“ 14.6.24
Unsere Vernissage war ein voller Erfolg! Rund hundert Personen strömten in unsere Schür und später in den Schürgarten, um die Kunstwerke unserer zwölf Fahnen-Künstler und die magischen Beete mit ihren Überraschungen zu sehen.
Melanie und Sandra erfreuten uns mit ihren Liedern und sorgten so für beschwingte Atmosphäre. Ich hatte die Ehre, die aktuellen Arbeiten von ANRA (Andreas und Ralph Hilbert), Josef Briechle, Josche Frankenberger, Petra Jäger, Kolibri, Tom Leonhardt, Edyta Nadolska-Scheib, Christian Pflanzl, Ralph Schulz, Gerhard Schwarz, Christel Steier und Ilse Werner vorzustellen. Sie sind nicht nur in ihrer Vielfalt bemerkenswert! Übrigens: Alle Teilnehmenden verfügen über Ausstellungserfahrung im In- und Ausland, von etlichen befinden sich über die Fahnen hinaus Arbeiten im öffentlichen Besitz. Auf drei Etagen konnten später Bilder und Skulpturen in unterschiedlichen Stilen und Materialien bewundert werden. Für Furore sorgte die Installation „WAVES“ von ANRA im tiefen Gewölbekeller.
Ebenfalls gewürdigt wurde der magisch-mittelalterlich gestaltete Garten. Toni, Erika und Susanne hatten im Vorfeld viel Arbeit. Nun erfährt man in einer Flut blühender Blumen Interessantes über Ernährung, Heilkunde und mehr. Tonia und Ludwig Nehmer sorgten optisch für das passende Ambiente und viel Schmunzeln.
Bevor der SWV zu einem Gläschen und leckeren Schnecken einlud, durfte ich noch den herzlichen Dank an alle am Großprojekt Beteiligten aussprechen. Danach blieb genug Zeit für entspannte Gespräche und Begegnungen. Zum Schluss krönte ein herrlicher Regenbogen den schönen Abend.
(jbs)

Gartenführung mit Antonia Kramer-Diem für den Verein Reha-Sport-Gesundheit mit anschließender Kaffeerunde in der Schür am Stadtgraben.


Sagenwanderung: Vom Städtle ins Schloss, 7. Juni 2024
Schon 2021 hatten die Hortkinder vom Kinderland Hohenlupfen bei unserem Vogelscheuchen-Wettbewerb eine Sagenwanderung gewonnen. Diese fand nun mit etwas Verspätung statt. Mit rund 15 Mädchen und Jungen sowie ihren Begleitpersonen traf ich mich auf der Terrasse des Hauses Hägele in der Herrengasse. Dort begegnete uns das Stühlinger Männle! Unsere Nina schlüpfte dankenswerterweise in das entsprechende Kostüm.  Sie war so beeindruckend, dass wir auf unserem Weg durchs Städtle gleich einige Abbildungen der Stühlinger Wappenfigur entdeckten. Dann machten wir uns über den Ruckwald hinauf zum Schloss. Mit Blick auf die Seegärten erzählte ich die Sage vom dortigen See und dem Kapuzinerkäppchen, das (noch) den Abfluss verstopft. Später begegneten wir dem Ruckwiebli. Spukt es noch oder wurde es erlöst? Die Meinungen waren unterschiedlich. Auf schmalem Pfad wanderten wir an der Hangkante entlang zum Schloss. Unterwegs entdeckten wir den Burggraben und den Messerturm. An der Schlossmauer ging es natürlich um Gräfin Clementia und ihre Schneckenhäuschen. Und ließ sie wirklich die Bauern das Wasser der Wutach peitschen, damit die Frösche den Schlaf der Edelfrau nicht durch ihr Quaken störten? Die Diskussion darüber führten wir beim Verzehr von Fruchtgummi-Fröschen. Und weil noch Lust auf ein weiteres Abenteuer vorhanden war, nahmen wir nicht den einfachen Rückweg, sondern stiegen auf dem schnellsten, aber auch steilsten Weg hinunter ins Städtle zur Schür. Kompliment an die Kinder, die bestens durchgehalten haben!


Kooperation SWV-GS Weizen: Auf zum Schloss! 7. Juni 2024
Die erste und die dritte Klasse der Grundschule Weizen wanderte in zwei Gruppen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen, der pädagogischen Assistentin sowie Veronika und mir vom Dorf zum Schloss. Mit Hilfe der Zeitmaschine ging es zunächst in die Zeit des Bauernkrieges.  Empört vom Wunsch der Gräfin Clementia nach Schneckenhäuschen während der Erntezeit zogen wir mit einer Bundschuhfahne den Berg hinauf. Wechselte der Fahnenträger, riefen wir laut „Uffruhr!“ und empörten uns. Am Schloss angekommen ging es zurück in die Gegenwart. Frau Eveline Stamm-Pigeat führte uns unterhaltsam und informativ durch das ganze Schloss. Wir staunten über die 30 Zimmer, fühlten uns wie Edelleute als wir von der Fürstenloge in die Schlosskapelle blickten und genossen unseren Aufenthalt im Rittersaal. Frau Stamm beantwortete alle Fragen und öffnete allerlei Türchen für uns. Dafür bekam sie zum Schluss viel Applaus. Nach dem verdienten Vesper stiegen wir die steile Treppe hinauf auf den Schlossturm. Welch ein Abenteuer! Diesen Ausblick hat man nicht oft! Via Ruckwald (Kl.1) oder Wanderweg zum Kloster (Kl.3) liefen wir wieder hinunter ins Dorf. Die rund 8 km lange historische Wanderung hat allen viel Spaß gemacht.


Orchideenwanderung auf dem Lindenberg am 4. Juni 2024

12 Senioren nahmen an der Orchideenwanderung auf den Lindenberg teil. Leider war die Frauenschuhblüte schon fast vorbei, was an der starken Sonneneinstrahlung bedingt durch den Kahlschlag lag. Trotzdem war kein Rückgang der Orchideen zu verzeichnen. Die Waldhyazinthe, die Fliegenorchis und das Zweiblatt standen noch in voller Blühte. An der Forsthütte am Ende gab’s noch für jeden Holdersekt, was die Stimmung deutlich emporschraubte.

Es war der erste trockene und sonnige Tag nach der langen Regenperiode. In den Frauenschuhblüten stand das Wasser, sodass die Sandbienen alle ertrunken waren. Nächstes Jahr werden wir die Orchideenwanderung deutlich früher veranschlagen.


"Vier Tage Natur, Kultur, Geschichte und etwas Wellness." So war das mehrtägige Wanderevent vom 26. bis 29. Mai im Kinzigtal ausgeschrieben.

Die Wandergruppe (acht Personen) unter der Führung von Veronika Keller durfte sich über 3 trockene, ja sogar sonnige Tage freuen. Durch zauberhafte Mischwälder, über blühende Wiesen, an gelben Ginsterhängen und rauschenden Bächen entlang führten die ausgewählten Wanderwege im Kinzigtal.

Am Sonntag (26.5.) trafen sich alle am Bahnhof in Wolfach, um miteinander auf der "Wolfacher Schlossblickrunde" unterwegs zu sein. Wie der Name sagt, kam immer wieder das beeindruckende Wolfacher Schloss ins Blickfeld, z. B. vom Käpflefelsen aus. Dieses war einst ein Adelssitz der Fürstenberger und gehört heute der Stadt Wolfach und dem Ortenaukreis. Am Berghexenlandeplatz vorbei wanderte die Gruppe zum letzten bedeutenden Punkt der Tour, der Jakobuskapelle mit ihrer noch bewohnten Eremitage. Auf dem Weg dorthin hatte Veronika alle neugierig gemacht, indem sie aus dem Buch von Otto Stahl "Mein Leben als Eremit" vorlas. Er hatte nach einem Leben vom Punk zum Eremiten bis zu seinem Tod 2022 in der Eremitage bei der Kapelle gewohnt und als Altenpfleger und Sterbebegleiter seinen Lebensunterhalt verdient. Seine Tür stand für Ratsuchende stets offen. Auch die Medien waren bereits auf ihn aufmerksam geworden.Nach einer Kaffeepause im malerischen Städtchen informierten sich die Wanderer im Heimatmuseum über das Flößerhandwerk an der Kinzig.

Am Montag startete dieGruppe in Oberharmersbach zur Wanderung auf dem "Harmersbacher Vesperweg". An verschiedenen Plätzen konnten Ausblicke genossen, Schwarzwälder Köstlichkeiten gekauft oder gekühlte Getränke entnommen werden. So probierten schon einige mal den Himbeerlikör aus dem Kästchen im Baumstamm. Eine kurze Verschnaufpause im "Schmuse-Hüsli" wurde mit viel Gelächter angenommen. Wanderdaten: 800 hm; knapp 15 km. Auf die müden Knochen wartete danach der Pool des Hotels, auf die hungrigen Mägen ein 3–Gänge–Menü.

Dienstag: Dieser Tag stand unter dem Thema "Heinrich Hansjakob", denn die Wanderstrecke verlief von Hofstetten nach Höhenhäuser auf dem Gr. Hansjakobweg. Unterwegs machte Veronika ihre Mitwanderer mit der Persönlichkeit, dem Leben und Wirken des Pfarrers, Volksschriftstellers und Politikers vertraut. Am höchsten Punkt "Höhenhäuser" eröffnete sich eine wunderbare Sicht auf die umliegenden Schwarzwaldhöhen. Über die Breitebene und das Salmenbachtal wurde der Ausgangspunkt erreicht. Wanderdaten: 600 hm; 18 km.

Mittwoch: Jetzt hatte das Regenwetter auch Haslach erreicht. Für den letzten Tag war eine Bergwerksführung im Besucherbergwerk "Segen Gottes" in Schnellingen vorgesehen. Und schon kamen die Fürstenberger wieder ins Spiel! Das Fürstenhaus ist bis heute der Besitzer dieses Werkes. Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Schutzjacken und Helmen begab sich die Gruppe mit einem Führer unter Tage und erfuhr viel über das Leben der Bergarbeiter vor 500 Jahren. Flussspat, Schwerspat und Silbererz wurden abgebaut, wie das Badnerlied aussagt: "In Haslach gräbt man Silbererz…"

Veronika beendete die Wandertage mit einem Gang in Hofstetten zur Grabkapelle von H. Hansjakob, die er sich bereits zu Lebzeiten auf dem "Brand" hatte bauen lassen und wo er 1916 bestattet wurde.

Nach einem herzlichen Dank an Veronika mit einem Gedicht und einem Präsent verabschiedeten sich alle und traten die Heimfahrt an. Die Teilnehmer nahmen Erinnerungen an ein schönes Fleckchen Schwarzwald, an besondere Persönlichkeiten, harte Arbeits- und Lebensbedingungen unserer Vorfahren und ein harmonisches Miteinander mit.


14.5.2024 Tag des Wanderns – Geschichte(n) aus den Stühlinger Wäldern Teil 7: Auf den Spuren des Bauenkriegs
Die von Schwarzwaldverein und Stadt gemeinsam organisierte Veranstaltung stieß auf riesige Resonanz. Fünfzig Personen aus Nah und Fern, die wir in zwei Gruppen teilten, freuten sich auf die Wanderung. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Joachim Burger und einer inhaltlichen Einführung durch mich in der mit Bauernkriegsfahnen geschmückten Schür, machten wir uns auf den Weg. Gerhards Schar hatte passend zum Thema die Bundschuhfahne dabei. Rainer fungierte als treuer Fahnenträger. Unterwegs gab es Informationen am Aufgang zu den Judenlöchern und später am Standort Ruckwald. Unser  Wegewart  Michael hatte für gut begehbare Wanderwege gesorgt, worüber alle froh waren. Nach rund 2,5 Stunden kamen wir im Schlosshof an. Dort warteten schon Eveline und Cécile Stamm mit kühlen Getränken auf uns. Wir genossen das lauschige Plätzchen, den abschließenden  Bericht zum Bauernkrieg und die rare Gelegenheit den Schlossturm zu besteigen. Marlies bekam zum 60. Geburtstag ein vielstimmiges Ständerle und einen wunderschönen von Toni gebundenen Geburtstagsstrauß mit Blumen aus dem Schürgarten. Für den Rückweg wurde die steile Schlosstreppe oder – verbunden mit einer Baustellenbesichtigung – die derzeit gesperrte Straße genutzt.


Radwoche Altmühltal
9 Personen verbrachten eine abwechslungsreiche Woche auf dem Altmühltal-Radweg. Mit einem VW-Bus sowie Lieferwagen für die Fahrräder fuhr man nach Rothenburg ob der Tauber. Dort war die erste Übernachtung samt Nachtwächter-Führung gebucht. Vorher wurde natürlich erst die schöne Altstadt samt Wehrmauer besichtigt. Am nächsten Morgen brachten die Fahrer die beiden Autos zum Endpunkt nach Regensburg und kamen mit Zug und Fahrrad zum Übernachtungsort nach der ersten Tages-Etappe. Diese brachte die anderen von Rothenburg über die Frankenhöhe bis Herrieden, begleitet von Kuckucksrufen und beobachtet von vielen Störchen. Die Altmühlquelle unterwegs war so unscheinbar, dass wir sie glatt übersehen haben, es ging auch nicht wirklich direkt am Bach entlang. Auf dem letzten Kilometer gaben wir alles, um dem Regen zu entfliehen. Via Ansbach ging es am nächsten Morgen weiter nach Treuchtlingen, wieder begleitet vom Vogelkonzert und vorbei an vielen blühenden Sumpfwiesen. Bei Ornbau überquerte man die Altmühl, die nun schon recht breit daher kam, bevor sie den Altmühl-Stausee durchquerte. Am nächsten Morgen entschieden wir uns für die längere Strecke an den Brombachseen vorbei. Eine sehr schöne und abwechslungsreiche Tour, vorbei an der Residenz Ellingen sowie der europäischen Wasserscheide, dargestellt durch einen Brunnen mit 2 Abflüssen. Hubert testete auch gleich ob er in die Nordsee und das Schwarze Meer gleichzeitig pumpen kann. Weiter ging es am nächsten Morgen via Pappenheim (mit Burg, Gallus-Kirche aus dem 9. Jahrhundet sowie Weidenkirche) vorbei an imposanten Felsen nach Eichstätt-Wasserzell. Dort wurde zuerst Quartier bezogen und dann mit den Rädern zur Besichtigung der Barock-Stadt mit ihrer katholischer Universtät gefahren. Am nächsten Morgen hatten wir eine Steinbruch-Führung gebucht, wird doch in dieser Gegend der Solhofner Juramarmor abgebaut. Leider war Eichstätt Eis-Stätt und bei gefühlten 5 Grad machte der Steinbruch nicht wirklich Spaß. Auf der Willibaldsburg bei der anschliessenden Besichtigung des vor 400 Jahren angelegten berühmten "Hortus Eystettensis" wurde uns wenigstens ums Herz warm. Am nächsten Tag ging es entlang der Altmühlleiten (Wacholderheiden mit Steinschuttfluren) weiter nach Kinding. Und ab da endlich Sonne! Da machte doch die Besichtigung der Wehrkirche viel mehr Spaß und unterwegs musste dann auch beim Vatertagskonzert im Biergarten die erste Weißwurst probiert werden. Unterwegs kamen wir an den Main-Donau-Kanal und überquerten diesen auf dem "Tatzelwurm", der längsten Holzbrücke Europas. Leider mussten die Räder geschoben werden, der eine oder andere wäre gerne Achterbahn damit gefahren. Der nächste Ort, Kehlheim, lag nun schon an der Donau. Abends wurde die Stadt besichtigt und am Morgen ein Schiff bestiegen um durch den Donau-Durchbruch zum Kloster Weltenburg zu fahren. Nach Rückkehr wurden am Mittag wieder die Drahtesel gesattelt für die letzte Etappe nach Regensburg. Nach Hotelbezug und Kontrolle, ob die Autos noch da standen, wo sie geparkt waren (waren sie, allerdings mit Strafzettel) ging es zur Dom- und Stadtbesichtigung. Und danach zum gemütlichen Essen im Innenhof eines ehemaligen Klosters unter rot blühenden Kastanienbäumen. Und bei Temperaturen, von denen vor 2 Tagen noch keiner zu träumen gewagt hatte. Der nächste Morgen wurde nochmals individuell in Regensburg verbracht, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Allerdings musste noch ein Zwischenstopp sein. Kuchlbauers Bierwelt in Abensberg ist eines der letzten geplanten Objekte von Friedrich Stowasser alias Friedensreich Hundertwasser. Es wurde nach seinem Tod gebaut, ebenso das Kunsthaus Abensberg das seinem Leben und Werk gewidmet ist. Nach dieser letzten Besichtigung ging es dann aber nach einer sehr abwechslungs-  und erlebnisreichen Woche und 356 gestrampelten Kilometer endgültig heim.


Seniorenwanderung, Unterwegs in Eggingen

Am Dienstag (7.5.) hatte der SWV zu einer Seniorenwanderung eingeladen. Unter der Führung von Walter Blattert nahmen 9 Personen daran teil und wanderten bei sehr regnerischem Wetter in Eggingen los. Zügig ging es zur "Dicken Eiche" an der Grenze zur Schweiz. Unter Anleitung von Walter wurde der Umfang des Stammes gemessen (5 m) und danach das ungefähre Alter des Baumes (ca. 700 Jahre!) bestimmt. Was war in dieser Zeit alles geschehen?

Die Gruppe setzte den Weg durch den Lochgraben, eine kleine Schlucht, nach Wunderklingen fort. Nach 2 Std. kamen die Wanderer beim Zoll in Eggingen an und suchten nass und ausgekühlt den "Wilden Mann" auf. Dort ließen sie den Wandernachmittag ausklingen.


AWW 10.5.24 Rundwanderung Siblinger Höhe – Oberhallau
Zu zwölft starteten wir bei der kleinen Scheune auf der Siblinger Höhe, weil der offizielle Wanderparkplatz mit Baumaschinen belegt war. Nach einigem Zickzack trafen wir auf den markierten Pfad und genossen am Eiszeitfindling (Kult!) den Blick auf die schönen Randenhöhen. Bunte Wiesen leuchteten im Abendlicht, das frische Laub von Nussbäumen und Eichen erfreute uns. Vor den ersten Höfen bogen wir nach links ab. Gerhard führte uns auf spannenden Wegen hinunter ins Tal. Unten am Bach wartete schon der Aufstieg. Unerschrocken  erklommen wir den Gegenhang, waren aber froh, als uns ein schöner Balkonweg Entspannung brachte. Die Kirchen von Hallau,  Oberhallau, Trasadingen und Erzingen grüßten uns gemeinsam mit der Küssaburg. Bei der Oberhallauer Fahne machten wir eine letzte Trinkpause. Auf der Höhe angekommen war der Blick ins restliche Chläggi mit Neunkirch, Gächlingen, Siblingen und Löhningen perfekt.


Dreierlei Bodensee – Alpensicht inklusive!  5.5.24
So hatte unser Wanderführer Gerhard Schwarz, gebürtiger Seehas, seine abwechslungsreiche Rundtour auf, über und am Bodensee beschrieben. Unterwegs gab es interessante Informationen. Mit dem Schiff fuhren wir bei Regen von Bodman aus hinüber nach Sipplingen. Nun wurde das Wetter immer besser. Unser Weg führte uns durch alte Streuobstwiesen und maigrünen Wald zunächst hinauf zu den „Kleinen Churfirsten“, einer geologischen Besonderheit. Diese Felstürme aus Sandstein, von Wind und Regen geformt, stammen aus der Nacheiszeit und lohnten den kleinen Umweg. Schon bald empfingen uns reich blühende Wiesen mit Salbei, Skabiose, Wiesenbocksbart und Klappertopf. Als wir die Hangkante erreichten, war das Staunen groß! Vor uns erstreckte sich bei sehr klarer Sicht der glitzernde See. Aus der Ferne grüßten die Alpengipfel, darunter die echten Churfirsten, aber auch die Mainau und verschiedene Dörfer. Mit dieser grandiosen Sicht genoss die fünfzehnköpfige Wanderschar ihr Vesper. Via Haldenhof wanderten wir dann in langen Kehren durch den steilen Wald hinunter nach Ludwigshafen. Dort verwöhnten wir uns mit Eis, Kaffee und Kuchen in der schönen Anlage am See. Danach ging es am Seeufer entlang durch das Naturschutzgebiet an der Stockacher Aach zum letzten Höhepunkt des Tages: Auf dem alten Bodmaner Fußballplatz blühten eigens für uns die Iris sibirica!


Auf zu den Roggenbacher Schlössern am 3.5.24
Eine sehr kleine, aber fröhliche Jungentruppe machte sich am Freitag mit Nina, Silvio und mir auf zu den Burgruinen im Steinatal. Wir erforschten das Gelände von Steinegg und den Roggenbachern und erfüllten Suchaufgaben. Natürlich brachten die Bauern Abgaben zu den Burgherrinnen und kamen ihren Diensten nach, indem sie den Weg säuberten.  Außerdem gab es Geschichten von Schätzen und unglücklich Verliebten. Ganz nah am Bibergebiet wanderten wir wieder hinauf nach Wittlekofen.


Gartenfahrt am 27. April

37 Personen bestiegen am Samstag, 27.4., den Bus in Richtung Freiburg zu einer Fahrt zu Natur und Kultur. Durch die Umleitung übers Joostal bekamen wir zuerst geschlossene Schneedecken zu sehen, sobald aber Freiburg erreicht war, wurde es frühlingshaft. Der Garten von Hansjörg Haas in Bleichheim stand in voller Frühlingsblüte mit weißer Glyzinie, den letzten Tulpen und den ersten Rosen. Er führte uns sehr informativ durch die ganze Anlage und wusste auf jede Frage eine Antwort. Da sein Garten auf 190 m gelegen ist, wächst bei ihm natürlich vieles, was in unserer Höhenlage wohl nicht geht, wie Kakibaum, Indianderbanane oder Guave. Viele Ableger wurden eingekauft, bevor es weiter ging nach Freiamt. Dort wurden wir von Frau Hauber zuerst mit einer Einführung begrüßt, bevor uns an den verschiedensten Garten-Sitzplätzen ein leckeres Mittagessen mit Gemüsequiche und Salat serviert wurde. Danach spazierte sie mit uns durch ihren Garten und beantwortete ebenfalls viele Fragen. Weiter ging es nun mit dem Bus nach Lahr-Reichenbach, wo uns schon
Edgar Baßler, der Leiter des Kultur-Ressorts beim Hauptverein, mit dem Museums-Schmied erwartete. Zuerst wurden verschiedene Schmiedetechniken vorgeführt, dann konnte man Kaffe und Zopf bekommen oder gleich weiter zur Museumsführung mit Herrn Baßler ins Obergeschoss hinauf steigen. Mit vielen neuen Eindrücken machten wir uns schliesslich auf den Heimweg.


After Work Walk auf dem Mettinger Berg 26.4.2024
Eine zehnköpfige Wanderschar genoss die erste Feierabendwanderung der Saison auf dem Mettinger Berg. Vom Kreuz aus ging es auf dem Römerweg ein Stück Richtung Obermettingen, um einen kurzen Blick auf Untermettingen und die anderen zugehörigen Weiler im Steinatal werfen zu können. Im Wäldchen schlugen wir den Bogen und wanderten via Pfaffental Richtung Egginger Kapelle. Blühende Rapsfelder, Frühlingsgrün und Alpensicht belohnten uns. Wir nutzten ein Stück des Kapellenweges, um fast bis zum Mettinger Berghaus zu kommen. Das letzte Wegstück auf der Höhe des Katzenbucks erfreute uns mit besonderem Abendlicht.


Wer bastelt die schönste Schnecke im Land, Kinderprogramm 19.4.2024

"Wer macht die schönste Schnecke", das war die Frage an dem verregneten Freitag Nachmittag.
Dieser Aufgabe stellten sich drei kreative Mädels aus Stühlingen. Begonnen haben wir den Nachmittag mit dem Bilderbuch von der kleinen Schnecke, die das größte und schönste Haus haben wollte. Dann ging es los. Es wurde modelliert, gemalt, geschnitten und geklebt. An diesem Nachmittag sind viele einzigartige Kunstwerke entstanden. Anschließend wurde alles sorgfältig eingepackt und mit nach Hause genommen. Nur die Frage, wer die schönste Schnecke macht, konnten wir leider nicht beantworten, da alle Schnecken richtig toll geworden sind. [Nina Engel]


Rundwanderung im Donautal (14.4.). Von Mühlheim über die Kolbinger Höhle zum Gansnestturm

Einen Wandertag mit mehreren Highlights bot am Sonntag die Wanderführerin Veronika Keller ihren 9 Mitwanderern aus Stühlingen, Bonndorf, Waldshut, Gurtweil und Lottstetten. Mit zahlreichen Auf- und Abstiegen im Donautal zwischen Mühlheim und Fridingen (500 hm) und 5 Std. reiner Gehzeit waren diese gefordert. Doch die Streckenführung gab genug Zeit und Raum für Pausen.

So die erste kurze Verschnaufpause an der Mühlheimer Felsenhöhle, die nur mit Führer zu begehen ist und eine erschlossene Länge von ca. 65 m aufweist. Kurz nach Erreichen der Höhe begann schon der Abstieg ins "Hintelestal", das während der üppigen Märzenbecherblüte dort viele Besucher aus Nah und Fern anlockt. Nun ein erneuter Anstieg zur Kolbinger Höhle, wo sich die Gruppe einer Höhlenführung anschloss und sich von den verschiedenen Tropfsteingebilden bezaubern ließ. Der Weg führte nun auf der Höhe eben weiter zum Gansnest, einem Aussichtsturm des SAV. Dieser war in den 20 Jahren Teil eines Pumpspeicheranlage des Kraftwerks Fridingen. Für die Wanderer ein guter Platz, das Vesper auszupacken.

Am schmalen Pfad hinunter nach Fridingen entdeckten sie mehrere Knabenkräuter. An anderer Stelle blühten gleichzeitig Knabenkraut und Küchenschelle in trauter Gemeinschaft. In Fridingen mit seinem ehem. Schloss und den zahlreichen Fachwerkbauten wurde eine Kaffeepause eingelegt und danach noch die St. Anna Kapelle besucht. Jetzt verlief der Wanderweg flussaufwärts, stieg steil bergan und führte unweit der Ruine Altfridingen vorbei. Das nächste Ziel war die Kirchenruine "Mariahilf". Die noch vorhandenen Mauerreste lassen die Besucher ahnen, dass hier einmal eine große Kirche mit Nebengebäuden mitten im Wald gestanden hat. Im 18. Jhdt. kamen jährlich bis zu 30.000 Wallfahrer aus verschiedenen Gegenden hierher, um zu beten und ihre Herzensanliegen vor Gott zu tragen. Viele Votivtafeln am renovierten Eingang sind stumme Zeugen dieser Volksfrömmigkeit. 1811 wurde die Wallfahrt verboten und die Kirche zerfiel.

Für die Wanderer gab es nochmals einen kurzen Ab- und Aufstieg zur "Oberstadt" von Mühlheim. Hier gibt es tatsächlich noch zwei "echte" Schlösser: das eine erwarb die Stadt und es dient u. a. als Museum, das andere ist sei 1409 im Besitz der Freiherren von Enzberg, die das Gebäude und die Gartenanlagen sehr gut pflegen und bewohnen.

Bald wurde die unten an der Donau liegende "Altstadt" von Mühlheim erreicht. Die Gruppe bedankte herzlich sich für die abwechslungsreiche Wanderung im Donautal.


Grenznah auf dem Albertine-Steig, Ostermontagswanderung (1. April 2024)

Der April, der April macht, was er will. So könnte man, volkstümlich gesprochen, den ersten Apriltag beschreiben. Es bedurfte viel an Hoffnung seitens der Wanderführerin Veronika Keller, um die Tour angesichts der Regenwolken am Himmel nicht abzusagen, und auch seitens der Wanderer, sich doch am Startplatz in Stühlingen einzufinden – für jedes Wetter gerüstet.

Schon auf der Fahrt nach Worblingen wurde es heller und die 11 Wanderer begannen bei der Infotafel am Parkplatz Hagenbuchen ihre Tour. Zu Beginn war der steile Aufstieg auf den Schiener Berg durch die Bohlinger Schlucht zu bewältigen. Es ist dies ein alter Wallfahrtsweg. Dies war auch der Weg der Albertine Schuhmacher vom Brandhof nach Bohlingen, wo sie zu Fuß einmal im Monat ihre Einkäufe tätigte oder Eier zum Markt nach Singen trug. Ihr zu Ehren wurde dieser Premiumwanderweg benannt, denn sie war mit ihrem Schicksal eine besondere Persönlichkeit auf dem Schiener Berg.

Durch den Wald wandernd erreichte die Gruppe den verlassenen Bühlarzhof mit kleiner Hofkapelle und schließlich den Brandhof, die Heimat der Albertine, ein einsam gelegenes Anwesen inmitten von saftigen Wiesen.Im Gewann Oberwald lockte ein "Willkommens-Schild"die vom kalten Wind durchgefrorenen Wanderer in eine gemütliche, warme "Besenbeiz" zu Kaffee, heißer Schokolade oder heißer "Ovi".

Am Waldheim und am Hirschbrunnen vorbei führte der Weg aufwärts zur Chroobachhütte mit wunderbarem Blick auf die Hegauberge, auf Gottmadingen, Singen bis Radolfzell. Auf einem schönen Pfad wurden die SO "Herrentisch" und "Mariatann" erreicht. Nun ging es abwärts zum Parkplatz zurück.

April, April – zwischendurch zeigte sich sogar die Sonne! Am Ende freuten sich alle, dem Wetterpessimismus getrotzt zu haben und miteinander ein schönes Osterwandererlebnis auf der Höri geteilt zu haben.


Eröffnung der Wandersaison am 17. März: Zwischen Wutach und Steina

Trotz wolkenverhangenem Himmel und einzelnen Regentropfen fanden sich 22 Teilnehmer am Sonntag zur Wandersaisoneröffnung am Wutöschinger Sportplatz ein. Darunter waren auch Gäste aus Bonndorf, Lottstetten, Riedern a.W. und Rottweil. Einige der Wanderer hatten sich im Vorfeld zum Gebiet "zwischen Wutach und Steina" Gedanken gemacht und lernten bei der Wanderung ganz neue Wege und Ausblicke kennen.

Die Tour führte zunächst über eine Holzbrücke und durch eine Unterführung zur alten Wutachtalstraße und danach auf einem Wiesenweg steil bergan nach Horheim/ Höfe und zum SO "Bohl". Mit Gänseblümchen, Veilchen, Schlüsselblumen, Buschwindröschen, Leberblümchen, Lerchensporn und Bärlauch grüßte der Frühling entlang der Wege. Auf dem befestigten Kohlrütteweg erreichte die Gruppe die Hochfläche zwischen Horheim und Obermettingen, eben zwischen "Wutach und Steina".Ein weiter Blick in den Klettgau bis zum Schweizer Jura und im Dunst ein Hauch von Alpen präsentierte sich den Wanderern.

Durch den Wald abwärts kam bald der Ort Detzeln in Sicht. Eine Verschnaufpause mit einem Ostereiersnack wurde an einem Rastplatz eingelegt. Hier stießen die Teilnehmer auf den alten Römerweg vom Wutachtal nach Bonndorf. Bei den Rehhalden schlug die Wanderführerin Veronika Keller den Pfad an der Steina entlang ein, die noch deutliche Spuren von einem Hochwasser aufwies. Auf bequemem Weg leicht ansteigend gelangten sie nach Horheim und schließlich an der wasserreichen Wutach entlang wieder zum Ausgangspunkt.

Nach einem Dank an die Wanderführerin und einem "Werbeblock" traten alle zufrieden den Heimweg an.


Am Freitag den 15. März starteten wir mit der ersten Aktion des Kinder- und Jugend- programm in diesen Jahr.

Los ging es mit »Durch Upcycling zur Osterdeko«. Antonia hatte einige Ideen für uns vorbereitet, die mit viel Eifer nachgebastelt wurden.

So entstanden verschiedene Eierbecher und Figuren aus recycelten Materialien. Die Kinder konnten dabei ihrer Kreativität freien Lauf lassen und somit entstanden viele verschiedene Kunstwerke, die danach mit nach Hause genommen wurden.


Hauptversammlung am 9.März 2024
Über 70 Personen nahmen an unserer Hauptversammlung teil. Nach der Begrüßung und dem Gedenken an unsere verstorbenen Vereinsmitglieder berichteten unsere Fachwarte vom vergangenen Vereinsjahr. Veronika ließ die Wandersaison 23 aufleben und Wegewart Michael berichtete über die Wegearbeit. Er zeigte sich sehr zufrieden mit dem Wegepatensystem und hob besonders das Wirken von Alois Harder sowie Hildegard und Herbert Wiesmann (Mulchbeauftragte) hervor, die unermüdlich im Einsatz waren. Dank des Grimmelshofer Duos waren die Flühen schon vor Saisonbeginn gut begehbar. Bereits am Freitag hatten wir uns mit unseren Wegepatinnen und Wegepaten in der Schür zum Austausch getroffen. Margrietta hatte außerdem ein feines Abendessen für uns gekocht.
Toni stellte alles rund um Schür und Schürgarten vor sowie die Vorstandssitzungen und weitere Termine, die wir absolviert hatten. Die vielfältigen Arbeiten im Ressort Naturschutz zeigte Martin auf, die Aktivitäten in der Heimatpflege beleuchtete Engelbert und ich erinnerte an unsere Lesungen, Ausstellungen, Vorträge und mehr, die zum Bereich Kultur gehörten. Mit auf Donau und Rhein nahm uns Bootsgruppenchef Hubert. Nina freute sich, dass ihr erstes Jahr als Verantwortliche in der Jugendarbeit durchweg gut verlaufen war. Helmut berichtete von seiner tollen Klettergruppe und ich von der schönen Kooperation mit der Grundschule Weizen.  Auch unsere Schatzmeisterin Rosi hatte Positives zu berichten. Unter anderem durften wir uns über zwei große Spenden aus privater Hand freuen. Die Vorstandschaft ist beruhigt, dass die Finanzen stimmen. Wichtige Arbeiten an der Schür stehen im Rahmen der Stadtsanierung an. Rosi hatte zwei weitere interessante Nachrichten dabei: 1) 2023 zählten wir sagenhafte 605 Mitglieder 2) 49 Prozent sind unter 61 Jahre alt. Bürgermeister Joachim Burger nahm die Entlastung vor. In seinem Grußwort lobte er die vielen Aktivitäten des Vereins zugunsten der Allgemeinheit.
Die bereits in der Einladung angekündigten Beitragserhöhungen wurden einstimmig angenommen. Sie waren notwendig geworden, weil wir künftig eine wesentlich höhere Summe an den Hauptverein abführen müssen. Festgelegt wurde für Einzelmitglieder 35,- Euro, für Paare/Familien 45,- Euro und für Kinder und Jugendliche 15,- Euro. Bis zur Hauptversammlung war der Einzug der Beiträge ausgesetzt, nun wird er vorgenommen. Toni stellte die neue Versicherung durch den Hauptverein vor, Veronika gab Beispiele für Möglichkeiten durch den SWV bei Einkäufen und Veranstaltungen Rabatt zu bekommen. Beides wurde von der Versammlung sehr positiv aufgenommen.
Es folgte die Vorschau der Ressorts auf 2024. Überall sind vielfältige Aktivitäten geplant. Ich stellte das Gedenkjahr im Zeichen des Bauernkriegs vor, an dem der SWV wesentlich beteiligt ist. Schon am nächsten Samstag findet der erste Wegeeinsatz statt. Alle Helferinnen und Helfer sind willkommen! Veronika führt dann am Sonntag die Auftaktwanderung „Zwischen Wutach und Steina“. Toni könnte im Garten Hilfe brauchen. Sie wird künftig auch eine E-Bike-Gruppe anbieten. Unser Dank galt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, denn wir wissen: Nur gemeinsam sind wir stark!
Schon vor der Pause durften wir für langjährige Mitgliedschaft ehren:
25 Jahre (silberne Ehrennadel):
Alex Blatter, Bruno Güntert, Anika, Katrin und Bruno Böhler, Mikael und Annalena Ebbesen, Elfriede Harder, Elisabeth und Hubert Basler, Roswitha Leonhardt-Gundel, Martina und Thomas Laubis
50 Jahre (goldene Ehrennadel):
Robert Schalk, Franz Josef Stadler, Max Schmill, Arnfried Winterhalder, Rita Staub und Antonia Albrecht
60 Jahre (goldene Ehrennadel):
Erika Scheuch
Laudatio siehe https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/stuehlingen/hohe-auszeichnung-fuer-erika-scheuch;art372620,11928187
Am Ende des langen, aber abwechslungsreichen  Abends verabschiedeten wir unsere Hedi Christoph mit Blumen. Nach 53 intensiven Jahren in Stühlingen kehrt sie in ihre fränkische Heimat zurück.


Kooperation SWV – Grundschule Weizen: Auch die Erstklässler erobern die Burgruinen im Steinatal
Unser Schuljahresmotto „Bauern, Ritter, Edelleut“ nimmt Bezug auf das Gedenkjahr zum Bauernkrieg. Eine so spannende wie interessante Zeitreise ins Mittelalter ermöglichen die Burg Steinegg und die Roggenbacher Schlösser. So schlüpften auch die Kinder der 1. Klasse gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Schnitzer und uns in die Rolle von Bauern und Burgherren. Das etwas andere Lernen, aber auch das Wandern auf Schwarzwaldvereinswegen machte allen viel Freude.


Unterwegs auf einer Zeitreise ins Mittelalter

Einen ganz besonderen Unterrichtstag erlebten die Schüler der 4. Klasse der Grundschule Weizen im Rahmen der Kooperation Verein-Schule. Sie waren mit Herrn Laubis, Frau Müller und Frau Keller wandernd unterwegs von Wittlekofen zu den "Roggenbacher Schlössern" im Steinatal. Gleichzeitig reisten sie in der Zeit 500 Jahre zurück. Als Bauern von Wangen, Wittlekofen, Wellendingen und Bettmaringen und als Bedienstete auf den Burgen marschierten sie mit "Abgaben" für die "Edelfrau von Steinegg" und den "Ritter von Roggenbach" durch den Wald. Bei der ehemaligen Burg "Steinegg" wurden sie empfangen und lieferten die mitgebrachten Lebensmittel bei der Burgherrin ab. Sie durften den Bergfried von innen besichtigen und das Gelände der Burg in Augenschein nehmen.

Weiter ging’s zu den "Roggenbacher Schlössern", wo der Burgherr ebenfalls die "Abgaben" in Empfang nahm. Danach öffnete er für die muntere Schar den Bergfried. In beiden Türmen war die Akustik hervorragend, so dass die Klasse jeweils mit Herrn Laubis ein Lied anstimmte. Aufmerksam lauschten sie den Ausführungen von Veronika Keller über das Leben im Mittelalter auf einer solchen Burg. Sie klärten miteinander die Tätigkeiten der Menschen zur Zeit des Bauernkriegs: Schmied, Müller, Leibdienerin, Hebamme, Pferdeknecht, Viehhirte, Gänsemagd u.v.m.

Nach einer ausgiebigen Pause führte der Weg am Tunznaubach entlang zurück nach Wittlekofen. Unterwegs wurde beim Biberbau angehalten. Am Buswartehäuschen gab es dann nach dem Motto "Wer weß denn sowas?" noch ein Rätsel zu lösen. Mit dem Bus fuhren die Schüler zurück und nahmen viele Eindrücke mit nach Hause.


Zwischen Hondingen und Fürstenberg, dritte Winterwanderung am 18. Februar 2024

Drei Hütten (Langentalhütte, Neue Hütte und Wendthütte), zwei Naturschutzgebiete (Zisiberg und Sperbelhalde), ein ausgedehntes Waldgebiet (Längewald) und ein Wegweiser zum ehemaligen sagenumwobenen Längeschloss begegneten den Wanderern bei der dritten und letzten Winterwanderung. Am Weg ebenfalls zu sehen waren die ersten Baumaßnahmen für die Windkraftanlage "Auf der Länge". Beim Standort "Schlossallee" las die Wanderführerin dien 18 Teilnehmern die gruselige Geschichte vom Mord am Längeschloss vor, der sich dort 1779 ereignete.

An der Wendthütte, wo sich mehrere Wanderwege kreuzen, wurde eine längere Rast eingelegt. Veronika Keller erzählte hier von den Wallfahrten von der Baar über die Gnadenkapelle, durch das Pfaffental bis nach Leipferdingen zum Gnadenbild in der dortigen Kirche. Ganz versteckt hinter Baumstämmen konnte die Kapelle erspäht werden. Ebenfalls an der Strecke lag der Ortsteil Schächer, eine einstige Gerichts- und Richtstätte der Baar und heute ein genialer Aussichtspunkt.

Ein "Aha" aus zahlreichen Kehlen gab es für die erste mutige Küchenschelle am Zisiberg. Dieses kleine Naturschutzgebiet ist als Standort für eben diese wunderschöne naturgeschützte Frühlingsblume bekannt.

Nach gut 3 1/2 Std. erreichte die Gruppe den Parkplatz und bedankte sich bei Veronika für die Wanderführung. Die Erinnerung an den Blick auf die weite flache Baarlandschaft – einmal mit schneebedecktem Feldberg im Osten –  nahmen alle mit nach Hause.


Winterwanderung im Schlüchttal, 28. Januar 2024
Eine rekordverdächtige Schar von 35 Wanderwilligen fand sich beim Friedhof von Ühlingen ein, sicher auch wegen der Aussicht auf einen sonnigen Vorfrühlingstag. Allerdings musste Wanderführer Gerhard Schwarz die Gruppe zunächst im Nebel begrüßen. Zahlreiche Gäste begleiteten die Stühlinger, darunter eine Abordnung des Ortsvereins Schlüchttal mit Wegewart Roland Lelonek, in dessen Revier die Wanderroute verlief.
Nach kurzem Abstieg ins Ortszentrum von Ühlingen und Überquerung der Schlücht ging es immer am Flüsschen entlang, bergauf in Richtung Naturena Badesee. Die Schlücht darf hier weitgehend fließen wo sie will.  Die Biber sind kräftig am Werk, um die Wildheit noch zu verstärken. Vereiste Felsen zeigten, dass eigentlich Winter herrscht, aber die Sonne setzte sich jetzt allmählich durch. Am Badesee gab es eine Rast mit Überraschungslikörchen von Angelika und Charly im wärmenden Licht. Informationen zu den Nebenflüssen und Bächen der Wutach sowie zu den touristischen Angeboten der Gemeinde Ühlingen-Birkendorf ergänzten den Aufenthalt. Hier konnte Roland interessantes Insiderwissen beisteuern.
Auf schmalem Weg in langer Prozession ging es nun hinauf nach und durch Birkendorf. Es zeigte sich eine neue Perspektive auf das Dorf. Dieses verlassend führte die Wanderung für ein längeres Stück in den Wald, jetzt bergab und rechts mit schemenhaften Tiefblicken ins Schlüchttal. Beim Verlassen des Forstes zeigte sich die Alpenkette in strahlendem Licht. Sogleich wurden die wichtigsten Gipfel von unserem Kenner Rainer benannt. Die Zielgerade zum Parkplatz bot Gelegenheit für eine erste Gesichtsbräunung im neuen Jahr. Veronika beendete den Tag mit Dank und Ausblicken auf das Wanderjahr.

Heimatpflegeprojekt Gedenkstein für die beim Bahnbau verunglückten Arbeiter
Angeregt durch unsere Ausstellung „RÄDERWERK – Vom Arbeiten und Spielen im Wutachtal“ wollten wir bereits 2022/23 im Rahmen des Heimatpflege-Bereiches den auf dem Stühlinger Friedhof befindlichen Gedenkstein „Für die beim  Bahnbau Weizen – Immendingen 1887-1890 verunglückten Arbeiter“ restaurieren lassen.
Das Stellen von Förderanträgen beim Denkmalamt ist nicht einfach, weitere Genehmigungen seitens der Stadt waren ebenfalls nötig und so verzögerte sich die Aktion um ein Jahr. Mittlerweile kam grünes Licht vom Regierungspräsidium und gestern konnte die beauftragte Steinmetzwerkstatt Boll & Granacher das gute Stück in ihre Werkstatt holen. Bevor der Stein restauriert werden kann, muss er erst einmal rund sechs Wochen trocknen. Wir sind gespannt, wie es weiter geht!



Zwischen Bonndorf und Gündelwangen. Erste Winterwanderung (14. Jan. 2024)

Am Sonntag trafen sich 16 wintergerüstete Wanderer mit Wanderführerin Veronika Keller am Parkplatz "Lotenbachklamm" Rechts des "Neuen Weges" plätscherte der Lotenbach, der bereits wunderschöne Eisgebilde an seinem Rand aufwies. Die muntere Schar tauchte in einen märchenhaften Winterwald ein. Den ersten Halt machte Veronika am ehemaligen Bahnwarthaus. Hier lauschten die Wanderer konzentriert ihren Ausführungen über die Entstehung und das Ende der Bahnstrecke Neustadt–Bonndorf. An der Kreuzung von Männleswaldweg und Mühlenbächleweg liegt der Scharmützelbrunnen, der in früherer Zeit Ort handgreiflicher Auseinandersetzungen um das kostbare Nass zwischen Bonndorfern und Gündelwangener war. Am Standort "Glaserbuck" verwies die Wanderführerin auf das Glasmachergewerbe und den hier verlaufenden historischen "Glasträgerweg". Kurze Pause an der "Glasbuckhütte", bevor der Abstieg in den Ort Gündelwangen angetreten wurde.

Vorbei an der ehemaligen Mühle am Sägebach, der Florianskapelle und dem nun auch geschlossenen Gasthaus "Hirschen" stieg der Weg zur Kirche an. Hier war es Zeit für die Kirchengeschichte und die Legende über die pfarrerlose Zeit in Gündelwangen. Die Sonne begann bereits zu sinken, als die Gruppe die "Vogtsberghütte" erreichte. Ein kleiner Snack aus dem Rucksack der Wanderführerin versorgte die Wanderer mit der notwendigen Energie für den letzten Abschnitt der Tour durch den Wald. Nach 3 1/2 Std. kamen alle wohlbehalten am Parkplatz an.

Gerhard Schwarz bedankte sich im Namen der Gruppe für die interessante Wanderführung und gab den Termin für die 2. Winterwanderung am 28. Januar bekannt.