Zwischen Hondingen und Fürstenberg, dritte Winterwanderung am 18. Februar 2024

Drei Hütten (Langentalhütte, Neue Hütte und Wendthütte), zwei Naturschutzgebiete (Zisiberg und Sperbelhalde), ein ausgedehntes Waldgebiet (Längewald) und ein Wegweiser zum ehemaligen sagenumwobenen Längeschloss begegneten den Wanderern bei der dritten und letzten Winterwanderung. Am Weg ebenfalls zu sehen waren die ersten Baumaßnahmen für die Windkraftanlage "Auf der Länge". Beim Standort "Schlossallee" las die Wanderführerin dien 18 Teilnehmern die gruselige Geschichte vom Mord am Längeschloss vor, der sich dort 1779 ereignete.

An der Wendthütte, wo sich mehrere Wanderwege kreuzen, wurde eine längere Rast eingelegt. Veronika Keller erzählte hier von den Wallfahrten von der Baar über die Gnadenkapelle, durch das Pfaffental bis nach Leipferdingen zum Gnadenbild in der dortigen Kirche. Ganz versteckt hinter Baumstämmen konnte die Kapelle erspäht werden. Ebenfalls an der Strecke lag der Ortsteil Schächer, eine einstige Gerichts- und Richtstätte der Baar und heute ein genialer Aussichtspunkt.

Ein "Aha" aus zahlreichen Kehlen gab es für die erste mutige Küchenschelle am Zisiberg. Dieses kleine Naturschutzgebiet ist als Standort für eben diese wunderschöne naturgeschützte Frühlingsblume bekannt.

Nach gut 3 1/2 Std. erreichte die Gruppe den Parkplatz und bedankte sich bei Veronika für die Wanderführung. Die Erinnerung an den Blick auf die weite flache Baarlandschaft – einmal mit schneebedecktem Feldberg im Osten –  nahmen alle mit nach Hause.


Winterwanderung im Schlüchttal, 28. Januar 2024
Eine rekordverdächtige Schar von 35 Wanderwilligen fand sich beim Friedhof von Ühlingen ein, sicher auch wegen der Aussicht auf einen sonnigen Vorfrühlingstag. Allerdings musste Wanderführer Gerhard Schwarz die Gruppe zunächst im Nebel begrüßen. Zahlreiche Gäste begleiteten die Stühlinger, darunter eine Abordnung des Ortsvereins Schlüchttal mit Wegewart Roland Lelonek, in dessen Revier die Wanderroute verlief.
Nach kurzem Abstieg ins Ortszentrum von Ühlingen und Überquerung der Schlücht ging es immer am Flüsschen entlang, bergauf in Richtung Naturena Badesee. Die Schlücht darf hier weitgehend fließen wo sie will.  Die Biber sind kräftig am Werk, um die Wildheit noch zu verstärken. Vereiste Felsen zeigten, dass eigentlich Winter herrscht, aber die Sonne setzte sich jetzt allmählich durch. Am Badesee gab es eine Rast mit Überraschungslikörchen von Angelika und Charly im wärmenden Licht. Informationen zu den Nebenflüssen und Bächen der Wutach sowie zu den touristischen Angeboten der Gemeinde Ühlingen-Birkendorf ergänzten den Aufenthalt. Hier konnte Roland interessantes Insiderwissen beisteuern.
Auf schmalem Weg in langer Prozession ging es nun hinauf nach und durch Birkendorf. Es zeigte sich eine neue Perspektive auf das Dorf. Dieses verlassend führte die Wanderung für ein längeres Stück in den Wald, jetzt bergab und rechts mit schemenhaften Tiefblicken ins Schlüchttal. Beim Verlassen des Forstes zeigte sich die Alpenkette in strahlendem Licht. Sogleich wurden die wichtigsten Gipfel von unserem Kenner Rainer benannt. Die Zielgerade zum Parkplatz bot Gelegenheit für eine erste Gesichtsbräunung im neuen Jahr. Veronika beendete den Tag mit Dank und Ausblicken auf das Wanderjahr.

Heimatpflegeprojekt Gedenkstein für die beim Bahnbau verunglückten Arbeiter
Angeregt durch unsere Ausstellung „RÄDERWERK – Vom Arbeiten und Spielen im Wutachtal“ wollten wir bereits 2022/23 im Rahmen des Heimatpflege-Bereiches den auf dem Stühlinger Friedhof befindlichen Gedenkstein „Für die beim  Bahnbau Weizen – Immendingen 1887-1890 verunglückten Arbeiter“ restaurieren lassen.
Das Stellen von Förderanträgen beim Denkmalamt ist nicht einfach, weitere Genehmigungen seitens der Stadt waren ebenfalls nötig und so verzögerte sich die Aktion um ein Jahr. Mittlerweile kam grünes Licht vom Regierungspräsidium und gestern konnte die beauftragte Steinmetzwerkstatt Boll & Granacher das gute Stück in ihre Werkstatt holen. Bevor der Stein restauriert werden kann, muss er erst einmal rund sechs Wochen trocknen. Wir sind gespannt, wie es weiter geht!



Zwischen Bonndorf und Gündelwangen. Erste Winterwanderung (14. Jan. 2024)

Am Sonntag trafen sich 16 wintergerüstete Wanderer mit Wanderführerin Veronika Keller am Parkplatz "Lotenbachklamm" Rechts des "Neuen Weges" plätscherte der Lotenbach, der bereits wunderschöne Eisgebilde an seinem Rand aufwies. Die muntere Schar tauchte in einen märchenhaften Winterwald ein. Den ersten Halt machte Veronika am ehemaligen Bahnwarthaus. Hier lauschten die Wanderer konzentriert ihren Ausführungen über die Entstehung und das Ende der Bahnstrecke Neustadt–Bonndorf. An der Kreuzung von Männleswaldweg und Mühlenbächleweg liegt der Scharmützelbrunnen, der in früherer Zeit Ort handgreiflicher Auseinandersetzungen um das kostbare Nass zwischen Bonndorfern und Gündelwangener war. Am Standort "Glaserbuck" verwies die Wanderführerin auf das Glasmachergewerbe und den hier verlaufenden historischen "Glasträgerweg". Kurze Pause an der "Glasbuckhütte", bevor der Abstieg in den Ort Gündelwangen angetreten wurde.

Vorbei an der ehemaligen Mühle am Sägebach, der Florianskapelle und dem nun auch geschlossenen Gasthaus "Hirschen" stieg der Weg zur Kirche an. Hier war es Zeit für die Kirchengeschichte und die Legende über die pfarrerlose Zeit in Gündelwangen. Die Sonne begann bereits zu sinken, als die Gruppe die "Vogtsberghütte" erreichte. Ein kleiner Snack aus dem Rucksack der Wanderführerin versorgte die Wanderer mit der notwendigen Energie für den letzten Abschnitt der Tour durch den Wald. Nach 3 1/2 Std. kamen alle wohlbehalten am Parkplatz an.

Gerhard Schwarz bedankte sich im Namen der Gruppe für die interessante Wanderführung und gab den Termin für die 2. Winterwanderung am 28. Januar bekannt.