Willkommen, Welcome, Bienvenue


Ostergruß


Liebe Vereinsmitglieder, liebe Gäste!

Wie Ihr Euch bestimmt schon gedacht habt, können die geplanten Touren am 13. und 18. April „Österliche Vogelstimmenwanderung“ und „Auf der Sonnenseite des Bodensees“ wegen Covid-19 nicht stattfinden. Sobald wir wieder loslaufen dürfen, könnt Ihr dieses auf unserer Website lesen.

Bis dahin empfehlen wir Wanderungen auf unseren gut markierten Wanderwegen. Ob allein, zu zweit oder im häuslichen Familienverband – Ihr findet bestimmt interessante Pfade. Es ist erstaunlich und eine große Freude, was es alles in der näheren Umgebung zu entdecken gibt!

Mit den wunderschönen Küchenschellen, die derzeit an einem heimischen Waldrand verschwenderisch blühen, wünschen wir Euch

Frohe Ostern! Auf ein baldiges und gesundes Wiedersehen!


Fleißige Gärtnerin

Auch wenn noch ein kalter Wind durchs Städtle weht, lässt es sich Toni nicht nehmen, im Schürgarten zu arbeiten. Schließlich gibt es viel vorzubereiten, damit es hier im Sommer wieder üppig wächst und blüht. 



Termine – was gerade so ansteht


Tag des Wanderns erst im September

Der Deutsche Wanderverband hat den Tag des Wanderns von Donnerstag, den 14. Mai auf Freitag, den 18. September verschoben. Gerne beteiligen wir uns auch dann an der bundesweiten Aktion. Sie steht bei uns unter dem Motto „Geschichte(n) aus den Stühlinger Wäldern, Teil 3“. Wir freuen uns schon jetzt auf den Termin, den wir bereits zum dritten Mal gemeinsam mit der Stadtverwaltung Stühlingen organisieren. 


Wanderwochen 2020 des Schwarzwaldvereins

 Der Schwarzwaldverein Stühlingen bietet für trittsichere, ausdauernde und bergerfahrene Wanderfreunde im Sommer 2020 folgende Möglichkeiten an:

1. Eine Wanderwoche im Bregenzerwald mit Festquartier im Gasthof "Falken" in Egg-Großdorf vom 5.–10. Juni.

Jeden Tag wartet eine schöne Wandertour zwischen 4 - 6 Stunden Gehzeit auf die Teilnehmer. Es werden max. 600 hm bewältigt.

2. Eine Weitwanderwoche mit Rucksack vom 1. – 7. September auf dem Walserweg in Vorarlberg. Es wird in Alpenvereinshütten oder Gasthöfen am Weg übernachtet. Die Gehzeit beträgt täglich 4 - 7 Std. Auf manchen Strecken sind 800 – 1000 hm zu bewältigen.

Wichtig:

Um rechtzeitig genau planen zu können, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung für die einzelnen Wanderevents bis zum 1. April 2020 bei Veronika Keller 0771 7969.

Wer hat Lust dabei zu sein? 


Wer derzeit in den Wald hineingeht, um beim coronagerechten Spaziergang Bärlauch zu sammeln, findet manchmal die gewöhnliche Schuppenwurz (Lathraea squamaria) vereinzelt in den knoblauchduftenden Gemüsefeldern. Ihre hellrosa bis leicht violetten Blüten bilden einen feinen Kontrast zur grünen Blattumgebung. Sie wächst bei uns in Auen- oder Schluchtwäldern auf sickerfrischen, nährstoff- und kalkhaltigen Ton- und Lehmböden im Halbschatten. In älteren Bestimmungsbüchern ist sie noch unter der Familie der Scrophulariaceae, der Braunwurzgewächse, eingeordnet. Neuerdings zählt man sie zu der Familie Orobanchaceae, der Sommerwurzgewächse. Aber das sind nomenklatorische Quisquilien. Die Schuppenwurz lebt ohne Blattgrün, kann also kein Sonnenlicht assimilieren. Sie schmarotzt auf Wurzeln von Erlen, Haseln, Buchen und Weiden. Kleine Saugorgane der Wurzeln zapfen den Nährstoffstrom des Wirtes an. Spezielle Wasserdrüsen regeln den Wassertransport und ersetzen so den Transpirationssog, der normalerweise von den grünen Blättern ausgeht. Die Schuppenwurz blüht von März bis April, wenn die Wirtsbäume mit ihrem Wassertransport beginnen. Blühreif wird die Sommerwurz etwa nach 10 Jahren. In ungünstigen Perioden bilden sich die Blüten unterirdisch. Bestäubt wird dann kleistogam, das meint ohne Befruchtung mit Hilfe von dritten. Oberirdisch sind dafür Hummeln und Bienen zuständig. Proterogyne Blüten werden auch durch den Wind bestäubt (Anemophilie). Der deutsche Namen leitet sich von den fleischigen, weißlichen, stärkehaltigen Speicherschuppen am Rhizom ab. Der Gattungsname Lathraea rührt vom altgriechischen „lathraios“ ab, zu deutsch „heimlich“, „verborgen“, und ist auf die unterirdische  Lebensweise der Pflanze gemünzt. „Lathriä“ ist übrigens auch Beiwort der Aphrodite. Die blaßrosa-hellvioletten Blüten, die eben auch im Verborgenen blühen, dürften den gelehrten Namensgeber vielleicht auch diesbezüglich inspiriert haben. Der Bärlauch hat andere Qualitäten. In Zeiten, in denen man Distanz halten muss, darf man ihn ungehemmt genießen. Keiner muß sich ob seines „durchlauchten“ Zustandes genieren.