Stand der Arbeiten am Mattenbrunnen Dezember 2021

Nachdem die Brunnenanlage rückgebaut war, erfolgte nach intensiven Restaurierungsarbeiten wieder der Aufbau der Brunnenanlage – jedoch um 50cm höher als ursprünglich. Erfolgreich wurde durch den Bauhof Stühlingen die vorhandene Quelle wieder aktiviert. Leider bringt diese nicht den statischen Druck, um die neue Höhe der Brunnensäule zu speisen.

Neue Tuffsteine wurden bei der Firma Rehm in Lottstetten organisiert. Diese wurden zugeschnitten, behauen und auf die neue Höhe verbaut. Nachdem der neue Brunnenzulauf und -ablauf, die Drainagen und die Quellfassung in einen neuen Schacht verlegt wurden, konnte das Ganze mit groben Schotter verfüllt werden. Das hat der Bauhof noch vor Weihnachten vorbereitet, so dass die rechte Tuffsteinseite wieder gesetzt werden konnte. Ein Grenzstein Nummer 72 mit der Bezeichnung  G ST aus dem Jahre 1839 wurde restauriert und in die Anlage wieder integriert. Noch vor Silvester konnten wir (Berthold, Wolfgang, Siggi, Dietmar und Engelbert) in einer Großaktion am 30.12.2021 der Mattenbrunnenanlage ein neues Gesicht geben. Ein Stühlinger hat sogar ein neues Stühlinger Männle entstehen lassen, das in die Anlage integriert wurde.Im Hintergrund laufen derzeit noch weitere Arbeiten, etwa das Vorbereiten einer neuen Bank oder die Erneuerung des alten Sandsteinkopf mit Eichenlaub. Wir danken allen, die uns bis heute finanziell unterstützen haben und dies auch weiterhin tun. 

Anmerkung zum Namen der Anlage:

Die Anlage heißt definitiv Mattenbrunnen. Die umlegenden Felder sind die Mattenwiesen. Durch diese verläuft heute noch der Überlauf des Mattenbrunnens. 70 % der Befragten haben dies bestätigt. [Text: Engelbert Klösel]


Stellibrunnen oder Mattenbrunnen –  wer weiß mehr darüber?

Zur Zeit sind einige SW-Vereinsmitglieder und der Bauhof Stühlingen an der Restaurierung des Stelli- oder Mattenbrunnen an der alten Bundesstraße 314 Richtung Weizen tätig.

Der Brunnen wird schon länger nicht mehr von der dortigen Quelle mit Wasser versorgt und ist daher nicht mehr sichtbar gewesen. In der Zwischenzeit liegt er sogar fast 50 cm unter dem Straßen-Niveau. Deshalb haben wir den Brunnen als neues Projekt angenommen. Wir wollen seine Gestalt wieder sichtbar machen.

Da wir selber nichts Näheres über die Brunnenanlage wissen, bitten wir diejenigen, die noch etwas über die Brunnenanlage wissen, sich mit Engelbert Klösel (Tel. 07744 919763) in Verbindung zu setzen. Danke für die Unterstützung.


WEHR NACH 10 JAHREN WIEDER AUS DEM DORNRÖSCHENSCHLAF ERWECKT

Bereits im Jahre 1832 gab es einen Kanal, der das Gipswerk Scheuebuch – spätere Schraubenfabrik, heute Preiser Wasserkraft – mit Wasser versorgte. Zu dieser Zeit war allerdings noch nicht das heutige Teilungswehr vorhanden, denn die Kanäle verliefen getrennt von der Wutach zu dem jeweiligen Kanal.

Nach dem Hochwasser von 1837 wurde vermutlich der Teilungskanal im heutigen Verlauf gebaut.

2009 wurde das Teilungswehr am Zusammenschluss der Kanäle Zwirnerei und Andres Preiser komplett saniert und automatisiert.

Teile einer dieses Wehranlage wurden von Engelbert Klösel vor dem verschrotten bewahrt.

Nach 10 Jahren wurde die Reaktivierung in Angriff genommen. Mit vereinten Kräften wurde in einigen Wochen aus dem alten großen Wehr ein kleineres Wehr gebaut. Dieses Wehr veranschaulicht die damals eingesetzte Technik.

Angefangen von den handgeschmiedeten Betonanker, die bewusst im Tuffstein sichtbar belassen wurde. Die Falle mit Eichenholz, bestehend aus Nutbohlen in die Eichenfeder zur Abdichtung eingelegt wurden. Die Mittelbänder der Falle und die Kettenglieder sind ebenfalls noch Original. Im Original sind auch die beiden Wellenböcke mit drei Schmiertöpfen.

Weil das Wehr nicht mehr der Originalgrösse entspricht, wurden alles auf die neuen Masse angepasst. Ursprünglich war das Wehr fasst 5 m breit. Heute ist das Wehr immerhin noch 1,40 m breit.

Die Höhe der alten Wehranlage betrug ca. 2,00 m, heute 1,20 m.

Zwar war die alte Wehranlage früher auf einem Betonsockel. Heute haben wir bewusst das Fundament mit Tuffsteinen gemacht. Auf zwei Tuffsteinsockel und darin eingelassenen Führungsschiene stehen die beiden Wellenböcke. [Text Engelbert Klösel 15.08.2019]

Ein Dank allen Beteiligten und Helfer:

Andres Preiser, das Bauhofteam der Stadt Stühlingen, Bernd Limberger, Johann Ponsold, Sigfried Amann, Andreas Bathe, Norbert Mayer, SWV Stühlingen, Firma Rehm Lottstetten, Engelbert Klösel.