WEHR NACH 10 JAHREN WIEDER AUS DEM DORNRÖSCHENSCHLAF ERWECKT

Bereits im Jahre 1832 gab es einen Kanal, der das Gipswerk Scheuebuch – spätere Schraubenfabrik, heute Preiser Wasserkraft – mit Wasser versorgte. Zu dieser Zeit war allerdings noch nicht das heutige Teilungswehr vorhanden, denn die Kanäle verliefen getrennt von der Wutach zu dem jeweiligen Kanal.

Nach dem Hochwasser von 1837 wurde vermutlich der Teilungskanal im heutigen Verlauf gebaut.

2009 wurde das Teilungswehr am Zusammenschluss der Kanäle Zwirnerei und Andres Preiser komplett saniert und automatisiert.

Teile einer dieses Wehranlage wurden von Engelbert Klösel vor dem verschrotten bewahrt.

Nach 10 Jahren wurde die Reaktivierung in Angriff genommen. Mit vereinten Kräften wurde in einigen Wochen aus dem alten großen Wehr ein kleineres Wehr gebaut. Dieses Wehr veranschaulicht die damals eingesetzte Technik.

Angefangen von den handgeschmiedeten Betonanker, die bewusst im Tuffstein sichtbar belassen wurde. Die Falle mit Eichenholz, bestehend aus Nutbohlen in die Eichenfeder zur Abdichtung eingelegt wurden. Die Mittelbänder der Falle und die Kettenglieder sind ebenfalls noch Original. Im Original sind auch die beiden Wellenböcke mit drei Schmiertöpfen.

Weil das Wehr nicht mehr der Originalgrösse entspricht, wurden alles auf die neuen Masse angepasst. Ursprünglich war das Wehr fasst 5 m breit. Heute ist das Wehr immerhin noch 1,40 m breit.

Die Höhe der alten Wehranlage betrug ca. 2,00 m, heute 1,20 m.

Zwar war die alte Wehranlage früher auf einem Betonsockel. Heute haben wir bewusst das Fundament mit Tuffsteinen gemacht. Auf zwei Tuffsteinsockel und darin eingelassenen Führungsschiene stehen die beiden Wellenböcke. [Text Engelbert Klösel 15.08.2019]

 

Ein Dank allen Beteiligten und Helfer:

 

Andres Preiser, das Bauhofteam der Stadt Stühlingen, Bernd Limberger, Johann Ponsold, Sigfried Amann, Andreas Bathe, Norbert Mayer, SWV Stühlingen, Firma Rehm Lottstetten, Engelbert Klösel.